BSI, Sorglosigkeit

BSI warnt vor wachsender Sorglosigkeit gegen Cyberangriffe

25.01.2026 - 00:03:12

Trotz Rekordbedrohung durch Cyberangriffe sinkt die Bereitschaft zu grundlegenden Schutzmaßnahmen wie Zwei-Faktor-Authentifizierung und automatischen Updates deutlich.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) schlägt Alarm. Sein aktueller Lagebericht zeigt eine gefährliche Kluft: Die Cyberkriminalität erreicht neue Höchststände, doch die Bürger werden nachlässig. Besonders Smartphone-Nutzer unterschätzen die Gefahr massiv.

Bedrohungslage auf Rekordniveau

Die Experten des BSI bewerten die IT-Sicherheitslage als angespannt und besorgniserregend. Ransomware bleibt eine der größten Gefahren. Cyberkriminelle agieren zunehmend professionell und arbeitsteilig. Täglich tauchen neue Schadprogramm-Varianten und Schwachstellen in Software auf – auch in Apps und Betriebssystemen für Smartphones. Diese Lücken nutzen Angreifer als Einfallstore. Sie stehlen persönliche Daten, manipulieren Geräte oder bauen sie in kriminelle Botnetze ein. Die wachsende Vernetzung durch das “Internet der Dinge” vergrößert die Angriffsfläche weiter.

Das Paradox der sinkenden Vorsicht

Trotz dieser eskalierenden Bedrohung sinkt die Wachsamkeit. Der BSI-Lagebericht 2025 offenbart einen alarmierenden Trend: Immer weniger Nutzer ergreifen grundlegende Schutzmaßnahmen. Eine Kernzahl aus dem zugrundeliegenden Cybersicherheitsmonitor macht das Problem deutlich:
* 58 Prozent der Befragten halten ihr persönliches Risiko, Opfer zu werden, für gering oder ausgeschlossen.
* Die Nutzung der Zwei-Faktor-Authentisierung (2FA) fiel von 42 Prozent (2023) auf nur noch 34 Prozent (2025).
* Der Anteil der Nutzer mit automatischen Updates sank von 36 auf 27 Prozent.

Diese Nachlässigkeit macht es Angreifern leicht, bekannte Sicherheitslücken auszunutzen.

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Aktuelle Gefahren für das Smartphone

Wie schnell Sorglosigkeit ausgenutzt wird, zeigen aktuelle Betrugsmaschen. Das BSI warnt etwa vor “GhostPairing” bei WhatsApp. Angreifer nutzen die legitime Geräteverknüpfung, um Konten zu kapern. Über gefälschte Webseiten und geschickte Täuschung (Social Engineering) locken sie Opfer dazu, einen Zugangscode preiszugeben. Der Erfolg solcher Angriffe basiert weniger auf technischen Tricks, sondern auf der Ausnutzung menschlichen Vertrauens. Nutzer klicken oft unbedacht auf Links von scheinbar bekannten Kontakten.

Jedes unsichere Gerät gefährdet alle

Die Folgen der Nachlässigkeit sind weitreichend. Für den Einzelnen drohen Identitätsdiebstahl, finanzielle Verluste oder Erpressung. Doch die Gefahr geht über das eigene Gerät hinaus: Jedes kompromittierte Smartphone kann Teil eines kriminellen Netzwerkes werden. Es wird dann für DDoS-Angriffe auf Server oder zum Versand von Millionen Phishing-Mails missbraucht. Cybersicherheit ist damit eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe.

Appell an die Eigenverantwortung

Das BSI appelliert eindringlich an alle Nutzer, die Grundregeln der Cyber-Hygiene zu beherzigen. Dazu gehören:
* Updates sofort installieren für Betriebssystem und Apps.
* Starke, einzigartige Passwörter mit Zwei-Faktor-Authentisierung nutzen.
* App-Berechtigungen kritisch prüfen und nur aus offiziellen Stores installieren.
* Bildschirmsperre per PIN oder Biometrie aktivieren.
* Bei unerwarteten Nachrichten und Links stets misstrauisch sein.

Der Schlüssel im Kampf gegen die professionelle Cyberkriminalität liegt in einem wachsamen Risikobewusstsein jedes Einzelnen.

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