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BSI warnt vor neuer Welle KI-gestützter Phishing-Angriffe

21.02.2026 - 07:11:12 | boerse-global.de

Das BSI warnt vor einer neuen Welle KI-gestützter Phishing- und Quishing-Angriffe. Hersteller reagieren mit Diebstahlserkennung, doch Nutzer müssen Basisschutz aktivieren.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt dringend vor einer neuen Welle hoch entwickelter Phishing-Angriffe. Cyberkriminelle nutzen Künstliche Intelligenz, um täuschend echte Nachrichten zu erstellen. Gleichzeitig reagieren Hersteller wie Google und Apple mit eigenen KI-Funktionen, um Diebstähle in Echtzeit zu erkennen. Der Verlust eines Smartphones wird so zum Einfallstor für die gesamte digitale Identität.

KI macht Phishing fast perfekt

Die neue Bedrohung kommt in zwei Formen: KI-gestütztes Phishing und sogenanntes „Quishing“. Dank generativer KI enthalten betrügerische Nachrichten kaum noch Grammatikfehler und wirken täuschend echt. Besonders tückisch ist „Quishing“, bei dem manipulierte QR-Codes auf Plakaten oder in E-Mails platziert werden. Scannt ein Nutzer diesen Code, landet er auf einer gefälschten Seite, die seine Zugangsdaten abgreift. Diese Methode umgeht klassische E-Mail-Filter, da der schädliche Link als Bild kodiert ist. Berichten zufolge hat sich die Anzahl dieser Angriffe in der zweiten Jahreshälfte 2025 verfünffacht.

So schützen Sie sich proaktiv

Angesichts der raffinierten Angriffe ist eine grundlegende Absicherung wichtiger denn je. Experten raten zu komplexen Passcodes statt einfacher Muster und zur Aktivierung biometrischer Verfahren wie Fingerabdruck- oder Gesichtserkennung. Die Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) für wichtige Konten ist unerlässlich. Sie verhindert den Zugriff selbst mit gestohlenem Passwort. Regelmäßige Backups sichern persönliche Daten wie Fotos. Eine oft übersehene, aber entscheidende Maßnahme ist die PIN für die SIM-Karte selbst. Sie verhindert, dass Diebe die Karte in einem anderen Gerät für betrügerische Anrufe nutzen.

Notfallplan für den Diebstahl

Sollte das Smartphone trotzdem gestohlen werden, ist schnelles Handeln entscheidend. Der erste Schritt ist der Versuch, das Gerät über Dienste wie „Mein iPhone suchen“ (Apple) oder „Mein Gerät finden“ (Google) zu orten und aus der Ferne zu sperren. Erscheint eine Wiederbeschaffung aussichtslos, folgt die Fernlöschung aller Daten. Parallel muss der Mobilfunkanbieter kontaktiert werden, um die SIM-Karte zu sperren. Abschließend ist eine Anzeige bei der Polizei mit der einzigartigen IMEI-Nummer des Geräts unerlässlich.

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Technologisches Wettrüsten auf dem Smartphone

Während Kriminelle KI für ihre Angriffe nutzen, setzen Hersteller auf intelligente Abwehr. Googles neue „Theft Detection Lock“-Funktion für Android analysiert Sensordaten. Erkennt das System abrupte Bewegungen, wie sie bei einem Diebstahl vorkommen, sperrt sich das Telefon automatisch. Apple hat den „Schutz für gestohlene Geräte“ standardmäßig aktiviert. Dieser erfordert für kritische Aktionen wie Passwortänderungen eine biometrische Überprüfung, sobald sich das Gerät an einem unbekannten Ort befindet. Der Wert eines gestohlenen Smartphones liegt für Diebe heute weniger in der Hardware als im Zugriff auf Bankdaten und private Konten.

Die Zukunft gehört der Verhaltenserkennung

Die Smartphone-Sicherheit wird weiter von KI geprägt sein. Zukünftige Systeme könnten nicht nur auf Bewegung reagieren, sondern auch auf ungewöhnliche Nutzungsmuster oder eine plötzliche Trennung von bekannten WLAN-Netzwerken. Für Nutzer bedeutet das: Neben grundlegenden Sicherheitsregeln wird es immer wichtiger, die fortschrittlichen Schutzfunktionen der Hersteller zu verstehen und zu aktivieren. Nur die Kombination aus technischer Aufrüstung und geschärftem Bewusstsein macht gestohlene Geräte für Kriminelle wertlos.

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