BSI warnt vor KI-gestützten Angriffen nach Smartphone-Diebstahl
27.02.2026 - 04:40:27 | boerse-global.deDas Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) schlägt Alarm: Kriminelle nutzen nach einem Diebstahl zunehmend KI-Methoden und gefälschte QR-Codes, um an sensible Daten zu gelangen. Die neue Bedrohung heißt „Quishing“ – eine Mischung aus Phishing und QR-Codes. Die Täter zielen nicht mehr auf die Hardware, sondern auf die digitale Identität ihrer Opfer.
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Quishing: Der perfide QR-Code-Trick
Die Methode ist raffiniert. Nach einem Diebstahl schicken die Kriminellen gefälschte E-Mails, die sich als Nachricht des IT-Supports ausgeben. Darin enthalten sind manipulierte QR-Codes. Scannt das Opfer einen solchen Code, landet es auf einer täuschend echten Login-Seite eines bekannten Dienstes. Die eingegebenen Zugangsdaten gehen direkt an die Täter.
Der Clou: Die schädlichen Links in den QR-Codes sind als Bilddateien kodiert. Herkömmliche Spamfilter erkennen sie oft nicht. So wird ein kurzzeitig gestohlenes Gerät zum Generalschlüssel für Banking-Apps, E-Mail-Konten und soziale Netzwerke.
KI als Bodyguard fürs Smartphone
Die Hersteller rüsten auf. Vor allem im Android-Bereich kommen jetzt KI-gestützte Systeme zum Einsatz, die einen Diebstahl in Echtzeit erkennen sollen. Die Technologie nutzt die Sensoren des Telefons.
Registriert die KI eine abrupte Bewegung – wie beim typischen „Snatch-and-Run“-Diebstahl –, sperrt sie den Bildschirm sofort. Selbst dann, wenn das Gerät in dem Moment entsperrt war. Eine verbesserte „Offline-Gerätesperre“ verriegelt das Smartphone zudem automatisch, wenn es längere Zeit keine Netzverbindung hat. Das unterbindet eine gängige Taktik der Diebe.
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Der Mensch bleibt der schwächste Punkt
Trotz aller Technik bleibt das eigene Verhalten entscheidend. Die Polizei empfiehlt grundlegende Vorsicht: eine sichere Bildschirmsperre mit komplexer PIN oder Biometrie und erhöhte Aufmerksamkeit in Menschenmengen. Immer wieder warnen die Behörden vor Ablenkungsmanövern wie dem „Rempel-Trick“.
Die Zahlen zeigen die Dimension: Allein 2024 registrierte die Polizeiliche Kriminalstatistik über 107.000 Taschendiebstähle. Die Gefahr ist real.
Warum Daten wertvoller sind als Hardware
Die neue Aggressivität der Angriffe hat einen einfachen Grund: Der wahre Wert eines Smartphones steckt heute in den Daten, nicht im Gehäuse. Der Zugriff auf Banking-Apps, Bezahldienste und Cloud-Speicher ermöglicht Kriminellen enormen Schaden in kürzester Zeit.
Experten raten deshalb dringend, Dienste wie „Wo ist?“ (Apple) oder „Mein Gerät finden“ (Google) zu aktivieren. Im Ernstfall können Nutzer ihr Gerät sofort fern sperren und den Datenzugriff blockieren.
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