BSI, Zunahme

BSI warnt vor dramatischer Zunahme von Banken-Betrug

09.01.2026 - 17:51:12

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) schlägt Alarm: Cyberangriffe auf Bankkunden nehmen massiv zu. Trotz hoher Investitionen der Institute gelingen Betrugsversuche immer häufiger.

„Die Kurve der Cyberkriminalität zeigt aktuell steil nach oben“, warnte BSI-Präsidentin Claudia Plattner am Donnerstagabend auf einer Veranstaltung des Bankenverbands in Frankfurt. Die Angriffe seien so ausgeklügelt, dass technische Schutzmaßnahmen allein nicht mehr ausreichten. Plattner appellierte an die Wachsamkeit jedes Einzelnen: Jede unerwartete E-Mail oder Anruf sollte kritisch hinterfragt werden, bevor man Links anklickt oder zurückruft. Diese Kommunikationswege blieben die Haupteinfallstore für Kriminelle.

Die Banken teilen diese düstere Einschätzung. „Die Betrüger von heute sind enorm raffiniert“, bestätigte Ingrid Hengster, Deutschland-Chefin von Barclays und zuständiges Vorstandsmitglied für Cyberbetrug im Bankenverband. Ihre Tricks würden immer ausgefeilter, um Sicherheitsprotokolle zu umgehen.

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Jeder vierte Bankkunde bereits betroffen

Wie akut die Gefahr ist, zeigen aktuelle Zahlen. Eine Umfrage des Bankenverbands vom Herbst 2025 ergab: Fast ein Viertel der mehr als 1.000 Befragten war in den vergangenen zwei Jahren Opfer eines erfolgreichen oder versuchten Online-Betrugs geworden.

Die Methoden der Kriminellen sind vielfältig:
* Betrug beim Online-Shopping führt die Liste mit 34 Prozent der Fälle an.
* Phishing über gefälschte E-Mails und Websites macht 30 Prozent aus.
* Identitätsdiebstahl betraf etwa 22 Prozent der Befragten.

Die Angriffe treffen alle Altersgruppen – sowohl digital affine junge Menschen als auch ältere Generationen werden erfolgreich ins Visier genommen.

KI macht Betrug persönlicher und gefährlicher

Hinter dem „massiven Anstieg“, den das BSI beobachtet, steht ein technologischer Wandel. Cyberkriminelle setzen zunehmend auf Automatisierung und künstliche Intelligenz (KI). Diese ermöglicht es, Phishing-Angriffe massenhaft zu personalisieren. Solche maßgeschneiderten Betrugsversuche sind für Nutzer schwerer zu erkennen als die generischen Massenmails früherer Jahre.

Die Banken stehen vor einer doppelten Herausforderung: Sie müssen einerseits benutzerfreundliche digitale Dienste anbieten, gleichzeitig aber ihre Infrastruktur gegen diese sich ständig weiterentwickelnden Bedrohungen härten. Hengster räumte ein, dass hundertprozentiger Schutz nicht möglich sei. Die Institute schulen zwar ihre Mitarbeiter intensiv – teilweise mit simulierten Angriffen auf Kundenkonten – und setzen Echtzeit-Warnsysteme für verdächtige Überweisungen ein. Doch letztlich liege ein großer Teil der Verantwortung beim Kunden: Passwörter müssten streng gehütet und niemals an Dritte weitergegeben werden.

Was Verbraucher 2026 erwartet

Experten rechnen damit, dass das Katz-und-Maus-Spiel zwischen Banken und Cyberkriminellen 2026 weiter an Schärfe gewinnt. Zwar könnte die Wachstumsrate der Angriffe in einigen Bereichen etwas nachlassen, das Gesamtvolumen und die Erfolgsquote bleiben jedoch kritisch hoch.

Verbraucher müssen sich auf schärfere Verifikationsmaßnahmen einstellen. Dazu gehören wahrscheinlich häufigere biometrische Checks und „dynamische Reibung“ in Transaktionsprozessen – zusätzliche Sicherheitsabfragen, die genau dann erscheinen, wenn ein Zahlungsvorgang verdächtig erscheint. Ziel ist es, Betrug zu stoppen, bevor Geld das Konto verlässt.

Die Botschaft aus Frankfurt ist eindeutig: In der digitalen Welt ist gesundes Misstrauen der beste Schutz.

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