Brent, Crude

Brent Crude: Eskalation im Golf!

02.03.2026 - 16:51:17 | boerse-global.de

Der Ölpreis stieg nach Angriffen im Golf um bis zu 13 Prozent, beruhigte sich aber wieder. Die Straße von Hormus ist blockiert, doch Märkte sehen vorerst keinen systemischen Schock.

Brent Crude: Eskalation im Golf! - Foto: über boerse-global.de
Brent Crude: Eskalation im Golf! - Foto: über boerse-global.de

Der Ölpreis explodiert. Brent Crude schoss heute Morgen um bis zu 13 Prozent auf 82,37 Dollar pro Barrel hoch – der höchste Stand seit Januar 2025. Grund ist eine dramatische Zuspitzung im Nahen Osten: Israelische und US-amerikanische Angriffe auf Iran sowie Vergeltungsschläge Teherans haben Öl- und Gasanlagen in der gesamten Region lahmgelegt. Die Straße von Hormus, durch die an einem normalen Tag ein Fünftel der weltweiten Ölnachfrage fließt, ist faktisch blockiert.

Gegen Mittag europäischer Zeit beruhigte sich der Markt etwas. Brent notierte zuletzt bei 78,43 Dollar, ein Plus von 7,6 Prozent. Die US-Sorte WTI kletterte um 7,2 Prozent auf 71,82 Dollar. Analysten hatten am Wochenende noch mit einem Sprung über 90 Dollar gerechnet – manche gar in Richtung 100 Dollar.

Saudi-Raffinerie unter Beschuss

Saudi-Arabien musste seine größte inländische Raffinerie nach einem Drohnenangriff stilllegen. Mindestens drei Tanker wurden beschädigt, ein Seemann starb, rund 150 Schiffe sitzen in der Region fest. Teheran erklärte, die Navigation durch die Straße von Hormus sei geschlossen – eine existenzielle Bedrohung für die globale Energieversorgung. Durch die Meerenge werden täglich nicht nur gewaltige Mengen Rohöl transportiert, sondern auch etwa 20 Prozent des weltweiten Flüssiggases.

James Hosie von Shore Capital ordnet ein: „Die jüngste Bewegung spiegelt die Unsicherheit über Ausmaß und Dauer des Konflikts wider. Irans politische Zukunft könnte massive Auswirkungen auf die Stabilität des Nahen Ostens haben."

Warum der Preisanstieg moderater ausfällt

Trotz der dramatischen Lage blieb der erwartete Preisschock aus. Ein Grund: Anleger hatten bereits eine Risikoprämie eingepreist. Brent war bis Freitag schon um 19 Prozent gestiegen, WTI um 17 Prozent. Priyanka Sachdeva von Phillip Nova erklärt: „Die Märkte erkennen den Ernst der Lage an, signalisieren aber, dass dies vorerst ein geopolitischer Schock ist – keine systemische Krise."

Die OPEC+ beschloss am Sonntag eine Produktionserhöhung um 206.000 Barrel pro Tag für April. Doch die Kapazitäten sind praktisch ausgereizt. Nur Saudi-Arabien verfügt noch über Reserven, wie RBC-Analystin Helima Croft betont. Die Internationale Energieagentur steht in Kontakt mit den wichtigsten Produzenten im Nahen Osten – und könnte im Notfall strategische Reserven freigeben.

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Goldman Sachs verweist auf die globalen Lagerbestände: Mit 7,827 Millionen Barrel sind diese ausreichend für 74 Tage Nachfrage – nahe dem historischen Median. Citi-Analysten erwarten für diese Woche eine Handelsspanne zwischen 80 und 90 Dollar. Ihr Basisszenario: Die iranische Führung ändert sich innerhalb von ein bis zwei Wochen oder Washington deeskaliert nach erfolgten Schlägen gegen Irans Raketen- und Atomprogramm.

US-Benzinpreise vor dem Durchbruch

In den USA könnten die Tankstellenpreise heute erstmals seit November 2025 wieder über drei Dollar pro Gallon steigen. Für Präsident Donald Trump wird das vor den Zwischenwahlen im November zur Belastung. Er hatte sich wiederholt – teils wahrheitswidrig – niedrige Benzinpreise als eigenen Verdienst zugeschrieben.

Patrick De Haan von GasBuddy warnt: „Öl bewegt sich zuerst. Benzin folgt – aber schrittweise." Bereits vor der Eskalation hatten Raffinerien auf den teureren Sommerkraftstoff umgestellt, die Nachfrage zieht saisonal an. Tom Kloza von Gulf rechnet vor: Fünf Dollar mehr beim Rohöl bedeuten etwa zwölf Cent Aufschlag beim Benzin – manche Zulieferer haben die Großhandelspreise aber bereits um 25 Cent erhöht.

Ein Puffer könnte die hohen Lagerbestände bieten. US-Benzinreserven lagen am 20. Februar bei 254,8 Millionen Barrel – so hoch wie seit der Corona-Pandemie nicht mehr. Das entspricht einer Reichweite von 30 Tagen.

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