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Brandschutzhelfer: Deutsche Firmen setzen 2026 auf VR-Training

09.02.2026 - 12:56:12

Deutsche Unternehmen müssen ihre Brandschutz- und Evakuierungshelfer neu organisieren, da die Mindestquote häufig zu niedrig ist. Virtual Reality und hybride Trainingsmodelle revolutionieren die Ausbildung.

Die Quote von fünf Prozent reicht oft nicht mehr aus. Deutsche Unternehmen müssen ihre Brandschutz- und Evakuierungshelfer neu organisieren – und setzen dabei zunehmend auf Virtual Reality.

BERLIN – Für deutsche Sicherheitsverantwortliche beginnt das Jahr 2026 mit einer drängenden Aufgabe. Die gesetzlich vorgeschriebenen Brandschutz- und Evakuierungshelfer in Unternehmen stehen auf dem Prüfstand. Experten warnen: Die pauschale Fünf-Prozent-Quote ist häufig zu knapp bemessen. Gleichzeitig revolutionieren Virtual Reality (VR) und hybride Lernmodelle die Ausbildung.

Die Fünf-Prozent-Falle: Warum die Mindestquote oft nicht reicht

Die Technische Regel für Arbeitsstätten ASR A2.2 bildet nach wie vor die rechtliche Grundlage. Sie schreibt vor, dass Arbeitgeber eine „ausreichende Anzahl“ von Beschäftigten zu Brandschutzhelfern ausbilden müssen. Für Betriebe mit normaler Brandgefährdung gilt die bekannte Orientierungshilfe: fünf Prozent der Belegschaft.

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Doch genau diese Zahl wird laut Sicherheitsberatern 2026 zum Problem. Viele Unternehmen behandeln sie fälschlicherweise als Maximum oder Pauschallösung. „Die Fünf-Prozent-Regel ist ein Richtwert, kein Freibrief“, betonen Experten. In der Praxis reicht sie oft nicht aus, um während aller Schichten und bei Urlaubsausfällen stets einen geschulten Helfer vor Ort zu haben.

Moderne Arbeitsformen verschärfen die Lage. Homeoffice, Desk-Sharing und flexible Schichtmodelle machen eine dynamischere Personalplanung nötig. Die Gefährdungsbeurteilung muss diese Faktoren heute zwingend berücksichtigen. Ein weiterer Stolperstein ist die Auffrischungspflicht. Obwohl alle zwei bis fünf Jahre empfohlen, setzt sich der Zwei-Jahres-Rhythmus immer mehr durch – besonders in sich wandelnden Arbeitsumgebungen.

Feuerlöschen im Cyberspace: Der Durchbruch von VR-Training

Die Art der Ausbildung selbst befindet sich im Wandel. Klassische Kurse mit trockener Theorie und Feuerlösch-Übungen auf dem Parkplatz bekommen digitale Verstärkung.

Virtual Reality hat sich etabliert. Trainingsanbieter rollen 2026 realistische VR-Module aus, die spezifische Gefahrenszenarien simulieren – vom Serverraum bis zum Großraumbüro. Die Vorteile liegen auf der Hand: keine echten Flammen, kein Sicherheitsrisiko und eine unmittelbare Lernerfahrung unter Stress.

Parallel boomen hybride Trainingsmodelle. Die Theorie (circa zwei Unterrichtseinheiten à 45 Minuten) wird als interaktives E-Learning absolviert. Die praktische Übung folgt dann in einer kompakten Präsenzveranstaltung. Dieses Modell kommt den Anforderungen moderner, flexibler Arbeitswelten entgegen und erfüllt gleichzeitig die Vorgaben der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV).

Evakuierungshelfer: Die unterschätzten Lotsen in der Krise

Während Brandschutzhelfer Entstehungsbrände bekämpfen, liegt der Fokus ihrer Kollegen auf der Menschenrettung. Die Rolle der Evakuierungshelfer gewinnt 2026 deutlich an Bedeutung.

Ihre Aufgabe ist klar definiert: Sie müssen im Alarmfall sicherstellen, dass ihr zugewiesener Bereich vollständig geräumt wird. In Zeiten von flexiblen Büros ohne feste Plätze ist das eine organisatorische Herausforderung. Moderne Trainings legen daher verstärkt Wert auf Massenführung und Psychologie in Notsituationen.

Immer gefragter sind kombinierte Kurse, die für beide Funktionen qualifizieren. Diese Doppelzertifizierung schafft Flexibilität im Ernstfall: Kann der kleine Brand gelöscht werden? Oder muss sofort zur Evakuierung übergegangen werden? Ausgebildete Mitarbeiter können diese Entscheidung vor Ort treffen.

Blick nach vorn: INTERSCHUTZ 2026 setzt die Trends

Die Branche blickt bereits auf das Großereignis des Jahres: die INTERSCHUTZ 2026 im Juni in Hannover. Schon im Vorfeld zeichnen sich Trends ab, die die Unternehmensstrategien beeinflussen. Die Integration digitaler Zwillinge für das Gebäudesicherheitsmanagement und die bessere Verzahnung von betrieblichem und öffentlichem Bevölkerungsschutz stehen dabei im Fokus.

Die unmittelbare Empfehlung für Sicherheitsfachkräfte lautet jedoch: Überprüfen Sie jetzt Ihre Listen geschulter Mitarbeiter. Angesichts von Grippewellen und Fachkräftemangel ist ein Puffer über der Mindestquote keine Formsache, sondern ein operatives Sicherheitsnetz.

Für das Jahr 2026 zeichnet sich ein klares Bild ab. Der Erfolg im betrieblichen Brandschutz liegt in der Kombination aus regulatorischer Sorgfalt und der intelligenten Nutzung neuer Trainingsmethoden. Unternehmen, die diesen Weg gehen, schaffen nicht nur Rechtssicherheit, sondern auch eine resilientere und selbstbewusstere Belegschaft.

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