Brandschutz setzt auf lineare Wärmemelder
16.02.2026 - 09:30:12Deutschlands Brandschutzbranche befindet sich im Umbruch. Neue Bauvorschriften und der Trend zum Holzbau fordern innovative Lösungen. Lineare Wärmemelder rücken dabei in den Fokus.
VdS-Konferenz: Holzbau braucht neue Lösungen
Auf der Fachkonferenz „Urbanes Bauen und Holzbau“ in Köln war die Sicherheit im modernen Holzbau zentrales Thema. Architekten, Brandschützer und Versicherer diskutierten eine zentrale Herausforderung: Wie schützt man Hohlräume und komplexe Geometrien in Holzgebäuden?
Der Konsens der Experten ist klar. Herkömmliche Punktmelder stoßen hier an Grenzen. Luftströmungen behindern sie, der Wartungszugang ist schwierig. Die Lösung heißt lineare Wärmeerkennung (LHD). Diese Systeme erkennen Hitzeentwicklung entlang eines gesamten Sensor-Kabels. Sie überwachen so versteckte Bereiche in Holzmodulen und sanierten Altbauten zuverlässig.
Marktstudie prophezeit Milliarden-Wachstum
Parallel zu den Fachdiskussionen veröffentlichte Astute Analytica neue Marktdaten. Die Prognose: Der globale Markt für verteilte faseroptische Sensoren wird bis 2033 auf rund 3,65 Milliarden Euro wachsen.
Für Deutschland bedeutet das steigende Nachfrage. Großprojekte im Bereich erneuerbare Energien und Verkehrsinfrastruktur treiben die Nachfrage nach Präzisionstechnik an. Besonders faseroptische LHD-Systeme profitieren. Sie überwachen lange Strecken in Tunneln oder entlang von Stromnetzen – eine Schlüsseltechnologie für die Energiewende.
Produkt-Innovationen erleichtern die Praxis
Die Industrie reagiert auf den Bedarf mit konkreten Entwicklungen. Das britische Unternehmen Signaline brachte Anfang Februar einen verbesserten Kabeltragdraht auf den Markt. Der mehrdrähtige Stahlseilzug vereinfacht die Installation von LHD-Kabeln in schwierigem Gelände, etwa an Freiluft-Transformatoren.
Ebenfalls Anfang Februar startete eine strategische Partnerschaft. AP Sensing und Ampacimon bündeln ihre Expertise für die Überwachung von Stromnetzen. Sie nutzen dieselbe faseroptische Sensortechnologie, die auch Hochleistungs-Wärmeerkennung ermöglicht. Ziel ist ein widerstandsfähigeres Stromnetz.
Medienberichte heben zudem AP Sensings N45-Serie hervor. Das LHD-System überwacht Strecken bis zu 16 Kilometern. Damit adressiert es exakt die Anforderungen, die der Marktbericht vorhersagt.
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Strengere Regeln treiben die Nachfrage
Die Branche blickt auf weitere wichtige Termine. Securiton Deutschland wird auf der Enforce Tac 2026 (23.-25. Februar) seine Sonderbrandmeldetechnik präsentieren. Das Unternehmen hat seit Jahresbeginn mit Volker Benz einen neuen CEO.
Ein weiterer Treiber ist die Musterbauordnung 2025. Sie ist seit Ende 2025 vollständig in Kraft und verschärft die Anforderungen. Brandschutznachweise und die Zuverlässigkeit von Meldesystemen in Sonderbauten stehen stärker im Fokus. Zertifizierte LHD-Lösungen gewinnen dadurch weiter an Bedeutung.
Die Kombination aus strengeren Vorschriften und robusterer Technik prägt das Jahr 2026. Die lineare Wärmeerkennung festigt ihre Rolle als unverzichtbare Sicherheitstechnologie für Deutschlands moderne Infrastruktur.
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