BP Aktie: Strategiewechsel kostet Milliarden
27.01.2026 - 18:18:32BP vollzieht eine fundamentale Kehrtwende, die in der Bilanz zunächst tiefe Spuren hinterlässt. Der Energiekonzern schreibt für das vierte Quartal schätzungsweise 4 bis 5 Milliarden Dollar ab, um sich strategisch wieder stärker auf das traditionelle Kerngeschäft mit Öl und Gas zu konzentrieren. Während diese Neuaufstellung und die Abwertung grüner Energie-Assets kurzfristig belasten, sendet das Management durch fortgesetzte Aktienrückkäufe ein deutliches Signal der Zuversicht.
Teure Rückbesinnung auf den Kern
Der britische Energieriese korrigiert seinen Kurs weg von aggressiven Zielen im Bereich der erneuerbaren Energien. Stattdessen rückt die Förderung fossiler Brennstoffe wieder in den Mittelpunkt. Diese strategische Neuausrichtung hat ihren Preis: Die angekündigten Wertberichtigungen resultieren größtenteils aus der Abwertung von Anlagen im Bereich der Energiewende sowie dem Ausstieg aus weniger rentablen Geschäftszweigen.
Operativ untermauert BP diesen Fokuswechsel jedoch mit konkreten Fortschritten im traditionellen Sektor. Bereits im Jahr 2025 konnten sieben große neue Projekte vor dem Zeitplan in Betrieb genommen werden, was die Verpflichtung zur Kohlenwasserstoffproduktion unterstreicht.
Aktienrückkauf stützt den Kurs
Trotz der bilanziellen Belastungen treibt das Management die Pflege des Aktienkurses aktiv voran. Daten der Londoner Börse bestätigen, dass das Unternehmen sein Rückkaufprogramm konsequent fortsetzt. Allein am gestrigen Montag wurden fast 3 Millionen eigene Aktien eingezogen.
Dieser Schritt reduziert die Anzahl der im Umlauf befindlichen Papiere und dient als mechanischer Hebel, um den Gewinn pro Aktie zu stützen. Mit mittlerweile über 760 Millionen Aktien im eigenen Bestand signalisiert BP, dass man die aktuelle Bewertung für attraktiv hält und an die Cashflow-Stärke des neu fokussierten Portfolios glaubt.
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Analysten sehen Potenzial
Der Markt reagiert auf die Mischung aus hohen Abschreibungen und disziplinierter Kapitalverwendung verhalten positiv. Die Aktie notiert aktuell bei 5,16 Euro und konnte seit Jahresanfang leicht um 1,60 Prozent zulegen. Marktbeobachter sehen in der Rückbesinnung auf margenstarke Ölprojekte und der gleichzeitigen Ausgabendisziplin durchaus Chancen.
Analysten sehen im Durchschnitt ein Aufwärtspotenzial von rund 15 Prozent vom aktuellen Niveau. Zusätzlich bietet der Titel eine Dividendenrendite von etwa 5,5 Prozent, was für Anleger eine attraktive Warteprämie darstellt, bis die strategische Neuausrichtung ihre volle Wirkung entfaltet.
Entscheidend für die weitere Entwicklung wird sein, ob die stabilen Einnahmen aus dem Öl- und Gasgeschäft die Investoren dauerhaft über die kostspieligen Abschreibungen der „grünen Ära“ hinwegtrösten können.
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