Botshare, Roboter

Botshare vermietet humanoide Roboter für 145 Euro

10.02.2026 - 12:30:12

Das Startup Botshare vermietet humanoide Roboter für private und geschäftliche Events zu einem Bruchteil früherer Preise und plant eine rasche Expansion in China.

Shanghai – Ein chinesisches Startup will humanoide Roboter für jedermann erschwinglich machen. Die Plattform Botshare vermietet die Hightech-Assistenten jetzt für umgerechnet nur 145 Euro an Privatpersonen – für Partys, Hochzeiten oder Firmenevents.

Roboter mieten wie ein Taxi

Der Dienst zielt bewusst auf den Massenmarkt. Kunden können über eine WeChat-App einen Roboter für 90 Minuten buchen. Ein Techniker ist inklusive, er übernimmt Aufbau und Steuerung. Verfügbar sind Modelle wie der kompakte X2 oder die größere A2-Einheit von AgiBot, dem Hauptinvestor.

Der Preis ist revolutionär. Bislang kostete die Tagesmiete für solche Roboter bis zu 2.800 Euro. Die drastische Senkung auf unter 150 Euro zeigt: Die Hersteller drängen auf breite Akzeptanz. „Wir wollen das Mieten so einfach machen wie das Bestellen einer Fahrt“, sagt Botshare-Chef Jiang Qingsong.

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Tanzende Roboter auf Hochzeiten und Galas

Zum Start am vergangenen Sonntag präsentierte Botshare die vielfältigen Einsatzzwecke. Die Roboter führten Choreografien vor, moderierten als Host oder zeigten Kung-Fu-Einlagen.

Konkret bewirbt die Plattform drei Szenarien:
* Hochzeiten: Als Ringträger überreichen die Roboter die Trauringe.
* Firmenevents: Sie performen Gruppentänze auf Galas oder begrüßen Gäste.
* Private Feiern: Auf Geburtstagen oder am Valentinstag bieten sie individuelle Interaktionen und Fotomotive.

Botshare agiert als Vermittler. Das Unternehmen bündelt Roboter verschiedener Hersteller – darunter Unitree und Limx – und funktioniert wie ein „Didi für Roboter“. So wird Technik zugänglich, die sich kaum jemand kaufen könnte.

RaaS-Modell als Schlüssel zum Massenmarkt

Der Vorstoß in den Privatkundenbereich baut auf einer bestehenden Infrastruktur auf. Seit Ende 2025 ist die Plattform in Metropolen wie Shanghai und Hangzhou aktiv. Das Netzwerk umfasst bereits über 600 Dienstleister und mehr als 1.000 Roboter.

Analysten sehen im „Robot-as-a-Service“-Modell (RaaS) den entscheidenden Trend. Bei weltweit nur 18.000 ausgelieferten Humanoiden 2025 müssen Hersteller teure Prototypen in profitable Produkte verwandeln. Kurzzeitvermietungen generieren nicht nur Cashflow, sondern liefern auch wertvolle Daten aus dem realen Einsatz.

Die Pläne sind ambitioniert: Bis Ende 2026 will Botshare in über 200 chinesischen Städten präsent sein und 400.000 Kunden bedienen. Die Hoffnung: Die niedrige Preisschwelle weckt eine riesige Nachfrage.

Wann kommen die Roboter nach Europa?

Der chinesische Vorstoß könnte Schule machen. Sollte sich das Modell der günstigen On-Demand-Vermietung bewähren, könnten ähnliche Plattformen auch in Europa und Nordamerika entstehen. Dort haben bisher strenge Regularien und hohe Lohnkosten den Durchbruch von Consumer-Robotern gebremst.

Doch es gibt Hürden. Die Sicherheit der Roboter in unvorhersehbaren Alltagssituationen ist eine große Frage. Dass im Basispaket stets ein Techniker vor Ort ist, zeigt: Von echter Autonomie oder „Plug-and-Play“ ist die Branche noch weit entfernt.

Botshare plant bereits speziellere Dienstleistungen. Während das 999-Yuan-Paket (145 Euro) Unterhaltung bietet, kosten maßgeschneiderte Lösungen für komplexe Events bis zu 99.000 Yuan. Mit fortschreitender Technik könnte der Bedarf an menschlichen Aufpassern sinken – und die Mietpreise weiter purzeln. Bis 2030 könnten Roboter-Assistenten auf Festen dann zum Alltag gehören.

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