Boeing, Aktie

Boeing Aktie: Turnaround gewinnt Fahrt

30.01.2026 - 19:09:31

Der Flugzeugbauer Boeing meldet starke Umsatzzahlen und sichert sich neue Großaufträge von Air India und Ethiopian Airlines. Die operative Wende gewinnt an Substanz, auch wenn die Margen weiterhin unter Druck stehen.

Boeing beendet den Januar mit einem deutlichen operativen Ausrufezeichen. Kurz nach der Veröffentlichung starker Umsatzzahlen sichert sich der Flugzeugbauer neue Großaufträge von Air India und Ethiopian Airlines. Die operative Wende scheint nach Jahren der Krise endlich an Substanz zu gewinnen, auch wenn Anleger nach den jüngsten Quartalszahlen und dem leichten Kursrücksetzer der letzten Woche noch Details sortieren.

Neue Aufträge stützen Lieferziele

Am Freitag bestätigten Marktberichte, dass Air India eine Bestellung über 30 weitere 737 MAX Jets finalisiert hat. Der Auftrag umfasst 20 Maschinen des Typs 737-8 sowie zehn der größeren 737-10-Modelle und unterstreicht die aggressive Expansionsstrategie der Airline in Südasien. Flankiert wird diese Nachricht von einer Verpflichtung der Ethiopian Airlines, die neun 787 Dreamliner abnehmen wird.

Diese kommerziellen Erfolge sind mehr als nur positive Schlagzeilen; sie untermauern die ambitionierten Auslieferungsziele für das Jahr 2026 ganz konkret. Das Management plant, in diesem Jahr rund 500 Jets der 737-Reihe auszuliefern. Die neuen Aufträge signalisieren, dass das Vertrauen der Airlines in die Lieferfähigkeit und die Produkte von Boeing zurückkehrt.

Umsatzsprung mit Sondereffekten

Investoren bewerten derzeit noch die komplexen Zahlen des vierten Quartals, die am 27. Januar veröffentlicht wurden. Der Umsatz kletterte im Jahresvergleich um 57 Prozent auf 23,9 Milliarden US-Dollar. Dieser Zuwachs wurde primär durch das wieder hochgefahrene Auslieferungsvolumen getrieben – allein im letzten Quartal übergab Boeing 160 Verkehrsflugzeuge an Kunden.

Beim Gewinn ist jedoch ein genauerer Blick notwendig. Zwar lag der Gewinn je Aktie deutlich über historischen Durchschnittswerten, doch ist diese Zahl durch einen massiven Einmaleffekt verzerrt: Der Verkauf der Sparte Digital Aviation Solutions spülte einen Sondergewinn von 9,6 Milliarden US-Dollar in die Kassen. Bereinigt um diesen Verkauf merken Analysten an, dass die operativen Margen aufgrund der hohen Kosten für den Produktionshochlauf weiterhin unter Druck stehen.

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Fokus auf Produktion und Qualität

Die wichtigste Kennzahl für langfristig orientierte Anleger ist die Produktionsstabilität. Hier verzeichnet Boeing messbare Fortschritte: Die monatliche Rate für die 737 MAX hat sich auf 42 Jets erholt und soll im Jahresverlauf weiter steigen. CEO Kelly Ortberg betonte, dass der Fokus 2026 auf der Integration von Spirit AeroSystems liegen wird. Die Übernahme des Rumpfherstellers wurde im Dezember 2025 abgeschlossen, um die Qualitätskontrolle wieder vollständig unter das eigene Dach zu holen und vergangene Engpässe zu beseitigen.

Für das Gesamtjahr 2026 stellt das Management einen positiven freien Cashflow zwischen einer und drei Milliarden US-Dollar in Aussicht. Diese Prognose markiert – sofern keine neuen regulatorischen Hürden auftreten – den definitiven Übergang von der Kapitalverbrennung hin zur Cash-Generierung. Die Lieferkettenproblematik im Sektor gilt inzwischen als handhabbar, womit die Kursentwicklung in den kommenden Quartalen fast ausschließlich von der exakten Ausführung der Produktionspläne abhängen wird.

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