Boeing Aktie: FAA-Zulassung für Dreamliner
25.03.2026 - 04:39:29 | boerse-global.deDie FAA hat am Dienstag eine wichtige Zertifizierung für Boeings Widebody-Flotte erteilt — und dennoch geriet die Aktie im Wochenverlauf unter Druck. Das Auseinanderdriften von regulatorischen Fortschritten und Marktreaktion illustriert die schwierige Lage, in der sich der Konzern derzeit befindet.
Was die FAA-Zulassung bedeutet
Die Luftfahrtbehörde genehmigte eine Erhöhung des maximalen Startgewichts für die Modelle 787-9 und 787-10. Konkret bedeutet das: Der 787-9 gewinnt rund 560 Kilometer zusätzliche Reichweite, der 787-10 sogar etwa 740 Kilometer. Für Airlines eröffnet das neue Nonstop-Verbindungen auf bislang zu weit entfernten Strecken.
Die Zulassung gilt für Flugzeuge, die ab Dezember 2025 gefertigt wurden — also Maschinen, die bereits mit den nötigen strukturellen Vorbereitungen gebaut wurden. Mit über 1.200 ausgelieferten Einheiten und mehr als 530 neu erschlossenen Direktrouten bleibt der Dreamliner eine der meistgefragten Plattformen im Langstreckenmarkt.
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Produktion stabilisiert sich — Profitabilität wartet
Parallel läuft die Erholung beim 737 MAX weiter. Nach einer kurzzeitigen Produktionspause Anfang März wegen technischer Befunde an internen Kabeln hat Boeing die Auslieferungen wieder aufgenommen. Das Jahresziel von 500 Auslieferungen für das 737-MAX-Programm hält das Management aufrecht.
Beim Umsatz zeigte das jüngste Quartal mit 23,95 Milliarden US-Dollar einen deutlichen Anstieg gegenüber dem Vorjahr. Dennoch steht die Aktie seit Jahresbeginn mit rund 12 Prozent im Minus und notiert spürbar unterhalb ihrer gleitenden Durchschnitte. Analysten bleiben vorsichtig optimistisch — sie verweisen auf den starken Auftragsbestand und die langfristige Nachfrage nach modernen Großraumflugzeugen, sehen die Profitabilität im Commercials-Segment aber erst für 2027 in Reichweite.
Boeing muss in den kommenden Monaten beweisen, dass Produktionsstabilität und Auslieferungsziele Hand in Hand gehen. Neue Aufträge — zuletzt unter anderem von United Airlines — liefern zumindest Rückenwind für das Orderbuch.
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