BMW Aktie: Klartext zu China
21.02.2026 - 16:50:18 | boerse-global.deBMW-Chef Oliver Zipse bezieht kurz vor der ersten China-Reise von Bundeskanzler Friedrich Merz unmissverständlich Stellung. Ein Ignorieren des wichtigsten Automarktes der Welt würde den künftigen wirtschaftlichen Erfolg massiv gefährden. Damit stellt sich der Top-Manager gegen isolationistische Tendenzen und definiert die bevorstehende Delegation als entscheidendes Signal für Kooperation.
Signalwirkung der Merz-Reise
In der kommenden Woche reist eine hochrangige Wirtschaftsdelegation unter Führung von Bundeskanzler Merz nach Peking. Neben Zipse werden auch die Vorstandsvorsitzenden von Volkswagen und Mercedes-Benz an Bord sein. Diese konzertierte Aktion der deutschen Autoindustrie unterstreicht die Dringlichkeit der Lage: Es geht um die Definition des künftigen Verhältnisses zu Deutschlands wichtigstem Handelspartner.
Zipse betonte im Vorfeld, dass sich komplexe globale Herausforderungen nur gemeinsam lösen ließen. Wer sich dem Innovationspotenzial der Volksrepublik verschließe, verpasse Wachstumschancen. Diese Aussagen sind vor dem Hintergrund des von US-Präsident Donald Trump angestoßenen globalen Handelskonflikts von besonderer Brisanz. Europäische Staaten, zuletzt auch Großbritannien, suchen aktiv nach Wegen, ihre Geschäftsbeziehungen im Fernen Osten zu stabilisieren.
Harter Wettbewerb belastet Kurs
Die strategische Bedeutung Chinas steht im Kontrast zur aktuellen operativen Härte vor Ort. Deutsche Premiumhersteller kämpfen mit rückläufigen Absatzzahlen und einem brutalen Preiswettbewerb, der durch lokale Anbieter von Elektrofahrzeugen angeheizt wird. Diese Marktphasen haben Spuren im Aktienkurs hinterlassen: Seit Jahresanfang verzeichnet das Papier ein Minus von 5,67 Prozent und schloss am Freitag bei 90,48 Euro.
Technologisch geraten die etablierten Autobauer bei Software und autonomen Fahrsystemen unter Zugzwang. Zipse argumentiert hier offensiv: Innovation entstehe nicht durch Isolation, sondern durch den Austausch mit führenden Märkten. Die deutschen Unternehmen haben diesen Worten bereits Taten folgen lassen und 2025 die höchsten Investitionen in China seit vier Jahren getätigt.
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Aktienrückkauf als Stütze
Während die geopolitische Lage komplex bleibt, setzt BMW auf finanzielle Disziplin und Aktionärspflege. Das laufende Aktienrückkaufprogramm wird konsequent fortgesetzt. Allein zwischen dem 9. und 15. Februar 2026 erwarb der Konzern knapp 225.000 eigene Anteile über Xetra. Diese Maßnahme dient der Kurspflege in einem volatilen Umfeld, in dem die Aktie aktuell knapp über ihrem 50-Tage-Durchschnitt von 90,24 Euro notiert.
Der Erfolg der anstehenden China-Reise dürfte für die Stimmung der Anleger kurzfristig ausschlaggebend sein. Gelingt es der Delegation, stabile Rahmenbedingungen für die weitere Zusammenarbeit zu sichern, könnte dies den nötigen Rückhalt für die Aufholjagd im technologischen Wettbewerb bieten.
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