BME-Partnerschaft, Büroausstattung

BME-Partnerschaft treibt nachhaltige Büroausstattung voran

11.02.2026 - 20:00:12 | boerse-global.de

Neue Standards für Transparenz und Nachhaltigkeit verändern den deutschen Büroimmobilienmarkt. Eine Partnerschaft zwischen dem Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik (BME) und ESG-Score.org soll die Beschaffung nachhaltiger Büroausstattung radikal vereinfachen. Gleichzeitig zeigt das Frühjahrsgutachten des Zentralen Immobilien Ausschusses (ZIA) die tiefgreifenden Krisen der Baubranche auf.

Der BME stellt seinen rund 13.000 Mitgliedern künftig ESG-Score-Daten für Millionen von Standardprodukten zur Verfügung. Die Daten reichen von IT-Zubehör bis zu Büromöbeln und werden direkt in den digitalen Katalogen der Unternehmen sichtbar sein. Branchenbeobachter sehen darin einen Paradigmenwechsel.

Die Mitglieder beschaffen jährlich Waren und Dienstleistungen im Wert von etwa 1,25 Billionen Euro. Nachhaltige Kaufentscheidungen werden so schnell und transparent möglich – das erhöht den Druck auf Hersteller. Für Büroimmobilien bedeutet dies: Die Nachhaltigkeit muss sich bis in die Möblierung erstrecken, um Top-Mieter zu halten.

Zertifizierte Gebäude dominieren den Markt

Die Fokussierung auf ESG-Kriterien ist längst kein Nischenthema mehr, sondern der zentrale Treiber. Investoren und bonitätsstarke Mieter fordern nachweisbar nachhaltige Gebäude. Das führt zu einer klaren Zweiteilung des Marktes.

Für zertifizierte Büroflächen sind Mietaufschläge von bis zu 11 Prozent möglich.

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In den sieben größten deutschen Immobilienhochburgen ist bereits ein erheblicher Teil der Neubauten nachhaltig zertifiziert. Frankfurt am Main gilt als Spitzenreiter: Rund zwei Drittel des Büroflächenumsatzes entfallen dort auf „Green Buildings“.

Baukrise verschärft Marktspaltung

Die hohe Nachfrage nach grünen Büroflächen steht im scharfen Kontrast zur Lage der Bauwirtschaft. Laut ZIA-Gutachten liegt das Produktionsniveau 25 Prozent unter dem von 2022. Der Spitzenverband fordert tiefgreifende Strukturreformen anstelle kurzfristiger Maßnahmen.

Hohe Finanzierungskosten, gestiegene Materialpreise und anspruchsvolle regulatorische Rahmenbedingungen belasten Projektentwicklungen. Die Krise verschärft die Marktspaltung: Während Neubauprojekte in Top-Lagen Abnehmer finden, wird die Sanierung des Gebäudebestands zur enormen Herausforderung.

Flucht in die Qualität bestimmt den Trend

Der Markt ist von einer ausgeprägten „Flucht in die Qualität“ geprägt. Investoren konzentrieren sich fast ausschließlich auf ESG-konforme Objekte in Top-Lagen. Innenstädte verzeichnen steigende Spitzenmieten, während ältere Immobilien in peripheren Lagen mit Leerstand kämpfen.

Initiativen wie die des BME beschleunigen diesen Trend. Unternehmen, die ihre ESG-Ziele ernst nehmen, mieten nicht nur ein zertifiziertes Gebäude, sondern wählen auch die Ausstattung nach strengen Kriterien. Für ältere Bestandsimmobilien ohne Nachhaltigkeitszertifikat wird es dadurch immer schwieriger, am Markt zu bestehen.

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