BLKB, Aktie

BLKB Aktie: Finma-Verfahren eröffnet

22.02.2026 - 11:18:26 | boerse-global.de

Die Basellandschaftliche Kantonalbank steht nach dem Scheitern ihrer Neobank-Tochter unter Aufsicht. Die Finma leitete ein Enforcement-Verfahren ein, während die Bank Radicant liquidiert.

Die Basellandschaftliche Kantonalbank (BLKB) steht vor einer harten Bewährungsprobe. Nach dem kostspieligen Scheitern der Neobank-Tochter Radicant hat die Finanzmarktaufsicht Finma nun ein offizielles Enforcement-Verfahren gegen das Institut eingeleitet. Anleger und Politik warten gleichermaßen auf Antworten: Wie tief greifen die regulatorischen Versäumnisse bei der BLKB wirklich?

Das Millionenloch bei Radicant

Der Auslöser für die aufsichtsrechtliche Untersuchung ist eine Transaktion zwischen der Tochter Radicant und dem Fintech Numarics. Das Abenteuer im digitalen Banking kommt die Kantonalbank teuer zu stehen: Insgesamt reißt das Projekt Radicant ein Loch von über 200 Millionen CHF in die Bilanz. Bereits im Sommer 2025 musste das Institut eine Wertberichtigung von 105,5 Millionen CHF vornehmen.

Nun folgt der radikale Schnitt. Die BLKB bereitet die geordnete Liquidation der Tochtergesellschaft vor und gibt die Banklizenz der Radicant Bank AG zurück. Für das laufende Geschäftsjahr 2025 wird erwartet, dass das Jahresergebnis um bis zu 60 Millionen CHF niedriger ausfällt. Die rund 20.000 verbliebenen Kunden der Neobank sollen bis April 2026 zum Konkurrenten Alpian migrieren.

Personelle Konsequenzen und PUK

Das regulatorische Verfahren der Finma ist nicht die einzige Baustelle der Bankführung. Parallel dazu arbeitet eine Parlamentarische Untersuchungskommission (PUK) die Vorgänge politisch auf. Im Zentrum der Kritik steht unter anderem die späte Offenlegung der finanziellen Schieflage des Projekts.

Die Krise hat bereits zu einem personellen Kahlschlag in der Teppichetage geführt. Der ehemalige CEO John Häfelfinger und Bankratspräsident Thomas Schneider verließen die Bank bereits Ende Juli 2025. Auch bei Radicant selbst kam es zu Abgängen; CEO Anton Stadelmann verlässt das Unternehmen noch in diesem Monat. Der interimistische Bankratspräsident Thomas Bauer betonte zuletzt, dass das Institut vollumfänglich mit den Behörden kooperiere.

Anzeige

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Basellandschaftliche Kantonalbank?

Blick auf das Jahresergebnis

Trotz der schweren Turbulenzen zeigt sich die BLKB Aktie an der Börse bisher widerstandsfähig. Mit einem Schlusskurs von 1.170,00 CHF am vergangenen Freitag notiert das Papier nur rund 2,5 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von 1.200,00 CHF. Die Marktteilnehmer scheinen die bisher bekannten Sonderbelastungen weitgehend verarbeitet zu haben, was sich auch in einer positiven 12-Monats-Performance von über 35 Prozent widerspiegelt.

Klarheit über die endgültigen bilanziellen Auswirkungen der Radicant-Liquidation wird die Publikation des Jahresergebnisses 2025 am 26. März 2026 bringen. Bis dahin dürfte die Aufmerksamkeit vor allem auf den Zwischenberichten der Finma liegen, da diese über mögliche systemische Schwächen in der Governance des Kantonalinstituts entscheiden könnten.

Anzeige

Basellandschaftliche Kantonalbank-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Basellandschaftliche Kantonalbank-Analyse vom 22. Februar liefert die Antwort:

Die neusten Basellandschaftliche Kantonalbank-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Basellandschaftliche Kantonalbank-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 22. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Basellandschaftliche Kantonalbank: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

CH0001473559 | BLKB