Black Sabbath: Geht da 2026 doch noch was?
18.02.2026 - 03:02:52Black Sabbath und Ruhe? Vergiss es. Auch Jahre nach dem offiziellen Abschied schießt 2026 wieder die Gerüchtekurve nach oben: letzte Reunion? Einmalige Festival-Show? Neues Boxset? In Fan-Foren, auf TikTok und Reddit drehen die Spekulationen richtig hoch – vor allem in Deutschland. Viele fragen sich: Habe ich meine letzte Chance auf "Paranoid" und "War Pigs" live schon verpasst, oder kommt da doch noch ein allerletztes Kapitel?
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Genau darum geht es hier: Was sagen Ozzy & Co. aktuell selbst, was flüstert die Szene, und was bedeutet das konkret für dich als Fan in Deutschland? Dazu ein Blick auf typische Setlists, Fan-Theorien und alle harten Daten, die du gerade brauchst, um nicht den Überblick zu verlieren.
Hintergründe: Die aktuellen News im Detail
Offiziell ist die Sache ja eigentlich geklärt: Black Sabbath haben ihre Abschiedstour "The End" bereits 2017 in Birmingham beendet, Ozzy hat immer wieder betont, wie sehr ihn seine Gesundheit einschränkt, und Tony Iommi fokussiert sich eher auf ausgewählte Projekte, Gastauftritte und Studioarbeit. Trotzdem: Die Band kommt 2026 einfach nicht aus den News.
Auslöser dafür sind mehrere Bausteine, die in den letzten Monaten zusammengekommen sind. Zum einen tauchen immer wieder frische Interview-Schnipsel mit Ozzy Osbourne auf, in denen er sinngemäß sagt, dass er einen letzten, würdigen Auftritt in seiner Heimat und mit seinen alten Weggefährten nicht ausschließen will. Wörtliche Zitate variieren je nach Medium, aber der Kern ist: ganz abgeschlossen fühlt sich der Abschied nicht an. Dazu kommt, dass Tony Iommi in Gesprächen mit britischen Musikmagazinen offen über bisher unveröffentlichte Aufnahmen gesprochen hat – Riffs, Fragmente, Songs aus verschiedenen Epochen, die theoretisch für weitere Archiv-Releases taugen.
Parallel dazu hat die Industrie längst verstanden, wie stabil die Nachfrage nach Klassikern wie "Master of Reality", "Heaven and Hell" oder "Sabbath Bloody Sabbath" bleibt. Anniversary-Boxen, Remaster, Live-Konserven – der Backkatalog von Black Sabbath ist Gold wert. 2026 stehen wieder runde Jubiläen einzelner Alben im Raum, was Spekulationen über weitere Deluxe-Reissues mit bisher ungehörtem Material anfeuert. Für deutsche Fans ist das vor allem in zweierlei Hinsicht spannend: Erstens, weil limitierte Vinyl-Editionen hier extrem schnell ausverkauft sind, zweitens, weil Label und Promoter erfahrungsgemäß jede größere Reissue-Welle mit Sampler-Abenden, Listening-Sessions oder Tribute-Shows begleiten.
Ein weiterer Grund für den neuen Buzz: die anhaltende Präsenz der Band in Popkultur und Social Media. Auf TikTok ballern junge Creator Sabbath-Riffs unter Clips, die mit Metal eigentlich gar nichts zu tun haben; auf Reddit tobt die Diskussion, ob eine kurze, einmalige Reunion – selbst nur für zwei oder drei Songs – gesundheitlich und logistisch überhaupt noch machbar wäre. Und immer wieder fällt dabei das Stichwort Europa: Viele Fans, gerade auch aus Deutschland, fühlen sich um einen "sauberen" Abschied gebracht, weil die letzten Stationen der Abschiedstour bei uns schon einige Jahre zurückliegen.
Offiziell bestätigt ist Stand jetzt (Februar 2026) keine neue Tour und auch kein einzelnes Konzert der vollzähligen Original-Formation. Aber: Weder Ozzy noch Iommi schließen in Interviews kategorisch aus, dass es irgendwann eine besondere, einmalige Sache geben könnte – sei es ein All-Star-Tribute mit Gastmusiker:innen, eine Special-Performance bei einem großen Festival oder ein Studio-Projekt, das unter dem Banner Black Sabbath läuft, auch wenn nicht alle Gründungsmitglieder beteiligt sind. Für deutsche Fans bedeutet das: Es ist alles andere als sicher, dass noch mal etwas passiert – aber die Tür ist eben auch nicht komplett zu.
Dazu kommen die typischen Hinweise, die die Gerüchtekultur befeuern: kleine Teaser in Social-Media-Posts, Fotos aus Studios, lose Andeutungen von Produzenten und befreundeten Musiker:innen. Gerade Metal-Festivals in Europa, allen voran in Deutschland, gelten traditionell als starke Kandidaten für exklusive Shows. Die Veranstalter halten sich naturgemäß bedeckt, aber inoffiziell fällt der Name Black Sabbath immer noch auffällig häufig, wenn von "Traum-Headlinern" die Rede ist.
Heißt konkret: Die Faktenlage bleibt dünn, die Stimmung dafür umso elektrischer. Und genau diese Mischung aus Hoffnung, Realismus und Nostalgie macht den aktuellen Hype um Black Sabbath aus – besonders in einer Generation, die die Band zum Teil nur über Meme-Kultur, Streaming-Playlists und die Storys ihrer Eltern kennt.
Die Setlist & Show: Was dich erwartet
Auch wenn es aktuell keine bestätigte neue Tour gibt, ist ziemlich klar, wie eine hypothetische Black-Sabbath-Setlist aussehen würde – und wie sie in den letzten Jahren ausgesehen hat. Wer sich alte Setlisten aus Europa-Shows der "The End"-Tour anschaut, erkennt ein klares Muster: Die Band setzt voll auf Klassiker.
Typische Opener der letzten Tourneen waren Songs wie "Black Sabbath" oder "After Forever", um direkt die düstere Grundstimmung zu setzen. Sehr häufig tauchten folgende Tracks auf:
- "War Pigs" – fast immer ein Highlight und oft weit nach hinten im Set gepackt, weil der Song live riesig funktioniert.
- "Into the Void" – besonders bei europäischem Publikum beliebt, da der Groove auf Festivals brutal zündet.
- "Snowblind" – die Fans schreien jede Zeile mit, obwohl der Song nie ein klassischer Charts-Hit war.
- "N.I.B." – seit Jahrzehnten ein fixer Bestandteil, live gerne mit verlängertem Intro.
- "Iron Man" – unvermeidlich, egal wie oft Ozzy den Song schon angesungen hat.
- "Children of the Grave" – oft später im Set, um noch mal richtig Energie zu ziehen.
- "Paranoid" – traditionell das Finale oder Zugabe, der Song ist einfach das ultimative Singalong.
Was Sabbath live immer ausgezeichnet hat, ist der Kontrast zwischen tonnenschweren Riffs und Ozzys fast kindlicher Bühnenpräsenz. Er rennt, klatscht, feuert das Publikum an, während Iommi stoisch seine Gitarrenwände baut und Geezer Butler (oder bei späteren Shows sein Ersatz) das Fundament legt. In Deutschland war die Stimmung dabei stets extrem familiär: Du stehst neben Leuten, die Sabbath schon in den 70ern gesehen haben, und neben Teenagern, die sich ihr erstes Bandshirt gerade frisch gekauft haben.
Je nach Festival oder Hallenshow variierten Struktur und Länge der Konzerte leicht, aber die Grundidee blieb gleich: keine Experimente, dafür ein Best-of der frühen Jahre mit Fokus auf den Alben "Black Sabbath", "Paranoid", "Master of Reality" und "Vol. 4". Spätere Phasen – etwa die Dio-Ära mit Songs wie "Heaven and Hell" oder "Neon Knights" – spielten auf den letzten Touren eine deutlich kleinere Rolle, wenn überhaupt. Die Band wusste genau, was die Mehrheit der Fans hören will.
Für eine mögliche Special-Show 2026/2027 ist daher ziemlich sicher, dass genau dieses Konzept greifen würde: maximaler Fan-Service. Denkbar wäre eine Setlist, die ungefähr so aussieht:
- "Black Sabbath"
- "Fairies Wear Boots"
- "Into the Void"
- "Snowblind"
- "War Pigs"
- "N.I.B."
- "Behind the Wall of Sleep"/"Bassically"
- "Rat Salad" (mit Drum-Part – je nach Besetzung)
- "Children of the Grave"
- "Iron Man"
- "Sabbath Bloody Sabbath" (verkürzte Version oder Medley)
- "Paranoid" (Zugabe)
Was die Show-Atmosphäre angeht, brauchst du keine riesigen LED-Wände oder ablenkende Effekte erwarten. Black Sabbath haben immer auf eine ziemlich klassische Metal-Inszenierung gesetzt: große Backdrops, düstere Lichtstimmungen, Visuals mit Kreuzen, Feuer, gelegentlich Pyro, dazu Ozzys typische Ansagen: "Let me see your hands!" und der ständige Kontakt zur Crowd. In deutschen Hallen war der Sound erfahrungsgemäß dicht, aber nicht überproduziert – es ging immer darum, die Riffs von "Iron Man" oder "Children of the Grave" fett, aber nachvollziehbar in den Raum zu drücken.
Für Fans, die Sabbath nie live erlebt haben, ist wichtig zu wissen: Selbst in den letzten Jahren, als Ozzys Stimme hörbar gealtert war, lebte die Show vor allem von Energie, History und diesem Gefühl: "Ich bin gerade Teil eines Kapitels Musikgeschichte." Genau dieses Gefühl wäre auch bei einer einmaligen Rückkehr der Band wieder der Kern – selbst wenn die Vocals nicht mehr perfekt sitzen und ein Teil der Original-Besetzung fehlen sollte.
Das sagt das Netz:
Die Gerüchteküche: Was Fans vermuten
Wenn du dich auf Reddit, in deutschen Metal-Foren oder TikTok-Kommentarspalten umschaust, kommt dir schnell ein Muster entgegen: Die Hoffnung stirbt zuletzt. Viele Fans sind überzeugt, dass Black Sabbath in irgendeiner Form noch einmal offiziell in Erscheinung treten – die Frage ist nur, wie.
Ein heiß diskutiertes Szenario: eine einmalige Abschiedsshow in Europa, idealerweise in Großbritannien, die aber weltweit übertragen wird – per Livestream, Kinoevent oder später auf Blu-ray. Die Theorie dahinter: Für Ozzy und Iommi wäre der physische Aufwand überschaubarer als eine komplette Tour, gleichzeitig könnten Millionen Fans zugeschaltet werden, auch in Deutschland. Auf TikTok kursieren zusammengeschnittene Clips aus älteren BBC-Interviews, in denen Ozzy davon spricht, dass er "einen letzten richtigen Moment" mit dem Publikum will – viele interpretieren das als Hinweis auf so ein Event.
Andere Fans gehen weiter und spekulieren über eine Art "Black Sabbath & Friends"-Show. In dieser Version würden neben den verbliebenen Original-Mitgliedern moderne Metal- und Rockgrößen auf der Bühne stehen, etwa Mitglieder von Metallica, Slipknot, Ghost oder jüngeren Stoner-/Doom-Bands, die ohne Sabbath gar nicht existieren würden. Der Gedanke: Selbst wenn nicht die komplette Original-Besetzung dauerhaft durchhält, könnte man einzelne Songs mit Gästen abwechselnd besetzen. In deutschen Kommentarspalten fällt dabei oft der Wunsch, dass diese Show entweder auf einem der ganz großen Festivals landet – Wacken, Rock am Ring – oder zumindest eine fette Public-Viewing-Kultur auslöst.
Ein weiteres Thema, das die Community triggert, sind mögliche Archiv-Veröffentlichungen. Auf einschlägigen Subreddits tauchen immer wieder angebliche Tracklisten von "unveröffentlichten Sessions" auf – etwa aus den "Sabbath Bloody Sabbath"- oder "Sabotage"-Zeiten. Manche User behaupten, von Personen aus dem Umfeld der Band gehört zu haben, dass noch komplette Takes mit alternativen Vocals und Arrangements in irgendwelchen Archivkellern liegen. Ob das alles stimmt, ist schwer zu verifizieren, aber der Druck ist klar: Die Fans wollen mehr als nur ein weiteres Remaster.
Auch Ticketpreise spielen in den Diskussionen eine Rolle, selbst wenn alles noch hypothetisch ist. Viele Deutsche erinnern sich an die letzten Runden von VIP-Packages, Early-Entry-Optionen und Premium-Sitzplätzen, die schnell in den dreistelligen Bereich gingen. In Zeiten steigender Konzertpreise ist die Stimmung gespalten: Auf der einen Seite Leute, die sagen, dass sie für eine echte, finale Sabbath-Show praktisch jeden Preis zahlen würden. Auf der anderen Seite einige, die argumentieren, dass eine Band, die aus einer Arbeiterklasse-Realität kommt, am besten ein möglichst niederschwelliges Abschiedskonzept anbieten sollte – etwa gestreamte Events oder normal bepreiste Open-Air-Shows.
Auf TikTok ist das Ganze oft leichter und memelastiger. Sound-Snippets von "Paranoid" werden unter POV-Clips gelegt, in denen sich Leute ausmalen, wie sie in 30 Jahren ihren Kids erzählen, dass sie "die letzte echte Sabbath-Show" gesehen haben. Ein anderer Trend: junge Gitarrist:innen posten Riff-Challenges zu "Iron Man" oder "Children of the Grave" und fragen ihre Community: "Welche Band von heute wird in 50 Jahren so behandelt wie Black Sabbath?" Die Antworten gehen quer durch die Genres, aber fast immer kommt in den Kommentaren: "Ohne Sabbath gäbe es die eh nicht."
Unterm Strich ist die Gerüchteküche also eine Mischung aus realistischer Einschätzung (Ozzys Gesundheitszustand, Alter der Band, Aufwand einer Tour) und völligem Fandom, das sich die perfekte letzte Show malt. Ob das am Ende passiert, steht in den Sternen. Was aber klar ist: Der kollektive Wunsch nach einem runden, emotionalen Schlusspunkt für Black Sabbath ist gerade bei deutschen Fans extrem stark – und genau diese Emotion hält den Buzz am Leben.
Alle Daten auf einen Blick
Konkrete Deutschland-Tourdaten gibt es Stand Februar 2026 nicht. Um dir trotzdem Orientierung zu geben, findest du hier eine Übersicht mit wichtigen Eckpunkten zu Black Sabbath, die für aktuelle Diskussionen relevant sind – inklusive historisch wichtiger Deutschland-Dates und Releases.
| Kategorie | Datum | Ort/Release | Hinweis |
|---|---|---|---|
| Letztes offizielles Tourende (The End) | 04. Februar 2017 | Birmingham, UK | Finale Show der Abschiedstour in der Heimatstadt der Band. |
| Letzte bekannte Europa-Shows | 2016–2017 | u.a. London, Birmingham | Keine Deutschland-Termine mehr in den allerletzten Monaten. |
| Typisch diskutierte Wunsch-Location Deutschland | Spekulativ 2026/2027 | Wacken Open Air | In Fan-Foren häufig genannter Traum-Headliner. |
| Alternativer Wunsch-Standort | Spekulativ 2026/2027 | Rock am Ring / Rock im Park | Viele jüngere Fans würden Sabbath gern im Festival-Kontext erleben. |
| Album "Black Sabbath" | 13. Februar 1970 (UK) | Debütalbum | Gilt als Startschuss für Heavy Metal. |
| Album "Paranoid" | 18. September 1970 (UK) | Studioalbum | Mit Klassikern wie "War Pigs", "Iron Man" und "Paranoid". |
| Album "Master of Reality" | 21. Juli 1971 (UK) | Studioalbum | Grundlage für Doom- und Stoner-Metal. |
| Album "Heaven and Hell" | 25. April 1980 (UK) | Studioalbum | Erstes Album mit Ronnie James Dio am Gesang. |
| Letztes Studioalbum mit Ozzy | 10. Juni 2013 | "13" | Comeback-Album mit Iommi, Butler und Ozzy, produziert von Rick Rubin. |
| Mögliche nächste Archiv-Release-Phase | 2026–2027 (erwartet) | Deluxe-/Anniversary-Editionen | Fans rechnen mit weiteren Boxsets zu Alben der 70er. |
| Offizielle Website | laufend | blacksabbath.com | Erste Anlaufstelle für bestätigte News und Releases. |
Häufige Fragen zu Black Sabbath
Die wichtigsten Fragen, die sich Fans in Deutschland gerade stellen, drehen sich um Zukunft, Historie und Praxisthemen wie Tickets oder Einstieg in die Diskografie. Hier findest du ausführliche Antworten.
Kommt Black Sabbath 2026 noch einmal nach Deutschland?
Stand Februar 2026 gibt es keinerlei offiziell bestätigte Tourdaten oder Einzelshows von Black Sabbath in Deutschland – oder irgendwo sonst. Die Band gilt seit Ende der "The End"-Tour als beendet. Was aber die Gerüchte immer wieder anfeuert: Ozzy Osbourne und Tony Iommi schließen in Interviews eine besondere, einmalige Aktion nicht kategorisch aus. Das kann vieles heißen – von einem gemeinsamen Auftritt bei einem Tribute-Konzert bis hin zu einer großen, gestreamten Show.
Für dich heißt das: Du solltest niemandem Geld für angebliche "Pre-Sale-Codes" oder inoffizielle Ankündigungen geben, solange nicht auf der offiziellen Website oder bei etablierten Veranstaltern etwas auftaucht. Gleichzeitig lohnt es sich, Newsletter großer deutscher Festivals und Promoter im Auge zu behalten, falls tatsächlich ein Sonderkonzert oder eine Kooperation angekündigt wird.
Wie stehen die Chancen auf eine echte Reunion-Tour?
Ehrlich gesagt: sehr gering. Alle Kernmitglieder von Black Sabbath sind inzwischen im Alter, in dem lange Tourstrecken körperlich extrem fordernd wären. Ozzy kämpft seit Jahren mit gesundheitlichen Problemen, unter anderem nach Stürzen und Operationen. In Interviews spricht er offen darüber, dass er nicht mehr die Energie hat wie früher. Eine komplette Welttour über mehrere Monate ist deshalb eher unwahrscheinlich.
Deutlich realistischer wären einzelne, sehr selektive Auftritte – zum Beispiel Festival-Headliner-Slots mit stark reduziertem Pensum, bei denen technische Unterstützung und Gastmusiker:innen für Entlastung sorgen. Oder ein Studio-/Livestream-Projekt, das unter dem Namen Black Sabbath läuft, aber keinen klassischen Tourbetrieb voraussetzt. Trotzdem solltest du für dich einplanen: Es kann sein, dass du Sabbath in voller Besetzung nie mehr live sehen wirst – und das macht alte Mitschnitte und bisher veröffentlichte Live-Alben umso wertvoller.
Welche Alben sollte ich als neuer Fan zuerst hören?
Wenn du gerade erst in die Welt von Black Sabbath einsteigst, ist es sinnvoll, dich an ein paar Eckpfeilern entlangzuhangeln:
- "Black Sabbath" (1970): das Debüt, roh und dunkel, mit dem Titelsong "Black Sabbath" und "The Wizard". Hier hörst du, wie alles angefangen hat.
- "Paranoid" (1970): das wohl wichtigste Album für Einsteiger, mit "Paranoid", "War Pigs" und "Iron Man" – mehr Klassiker auf einer Platte geht kaum.
- "Master of Reality" (1971): langsamer, schwerer, intensiver. Songs wie "Sweet Leaf", "Children of the Grave" und "Into the Void" sind Pflicht, wenn du Doom- und Stoner-Sound magst.
- "Sabbath Bloody Sabbath" (1973): etwas progressiver, komplexere Arrangements, aber immer noch voll mit harten Riffs.
- "Heaven and Hell" (1980): neues Kapitel mit Ronnie James Dio am Gesang. Der Titeltrack gehört zu den größten Metal-Songs überhaupt.
- "13" (2013): späte Rückkehr mit Ozzy, produziert wie eine moderne Version der 70er-Klassiker. Gut geeignet, um zu hören, wie die Band ihren eigenen Sound Jahrzehnte später interpretiert.
Wenn du rein über Streaming gehst, kannst du mit einer Best-of-Playlist starten, aber die Alben funktionieren auch als Gesamtwerke sehr gut. Gerade in Deutschland lieben viele Fans das Vinyl-Format bei Sabbath, weil Artwork und Sound so stark zusammenwirken.
Warum gelten Black Sabbath als so wichtig für Metal?
Black Sabbath werden von vielen als die Erfinder des Heavy Metal angesehen, weil sie mehrere entscheidende Elemente zusammengebracht haben: tiefer gestimmte Gitarren, düstere Themen, langsame, bedrohliche Riffs und eine generell schwere Stimmung, die sich klar von Blues- und Psychedelic-Rock der späten 60er abhob.
Tony Iommi entwickelte durch einen Arbeitsunfall an den Fingern seine typische Spielweise mit dickerem Sound und Powerchords, Ozzy Osbournes Stimme setzte sich scharf und eigenwillig über die Riffs, und die Texte handelten von Krieg, Drogen, gesellschaftlichen Ängsten und spirituellen Fragen. Ohne Sabbath gäbe es weder klassischen Heavy Metal noch Doom, Stoner, großen Teile des Thrash-Sounds und vermutlich auch viele Spielarten des modernen Metalcore nicht in der Form, in der wir sie heute kennen. Für deutsche Bands von den 80ern bis heute – von Kreator bis Kadavar – sind Sabbath ein direkter oder indirekter Ausgangspunkt.
Wie hoch waren Ticketpreise früher, und was ist für die Zukunft zu erwarten?
Bei den letzten Tourneen von Black Sabbath vor 2017 lagen reguläre Ticketpreise in Deutschland grob im mittleren zweistelligen bis unteren dreistelligen Bereich, je nach Kategorie, Stadt und Anbieter. VIP-Pakete konnten deutlich teurer werden, teilweise inklusive Merch-Bundles, Early Entry und separaten Bereichen.
Wenn es in Zukunft tatsächlich noch einmal zu einer exklusiven Show kommt, musst du – realistisch betrachtet – mit sehr hohen Preisen rechnen. Die Nachfrage wäre gigantisch, das Angebot extrem begrenzt. Gleichzeitig gibt es in der Szene immer wieder Stimmen, die sich für fairere Modelle stark machen, etwa gestaffelte Preissysteme, Kontingente für Fans mit kleinerem Budget oder Streaming-Optionen, die deutlich billiger sind als ein physisches Ticket. Sicher ist nur: Eine mögliche "letzte" Sabbath-Show wäre kein günstiger Clubgig, sondern ein Premium-Event.
Wo bekomme ich verlässliche Infos zu Black Sabbath?
In Zeiten von Fake-Leaks und Clickbait lohnt es sich, ein paar Grundregeln zu beachten. Verlässliche Quellen sind in der Regel:
- Die offizielle Website der Band: blacksabbath.com.
- Offizielle Social-Media-Accounts von Black Sabbath, Ozzy Osbourne, Tony Iommi und dem jeweiligen Label.
- Große, etablierte Musikmedien und die Websites von bekannten Veranstaltern/Festivals in Deutschland.
Alles, was zuerst auf random Screenshots, anonymen Leaks oder dubiosen Ticketplattformen auftaucht, solltest du kritisch hinterfragen. Gerade bei so einer legendären Band sind Betrugsversuche keine Seltenheit. Wenn jemand dir "exklusive" Sabbath-Tickets anbietet, bevor irgendwo offiziell etwas steht, ist das ein riesiges Warnsignal.
Wie lebendig ist die Fan-Szene in Deutschland noch?
Sehr lebendig. Du siehst es an mehreren Punkten: Black-Sabbath-Shirts sind auf deutschen Festivals nach wie vor überall, egal ob du auf einem Metal-Event oder bei einem gemischten Rock-Festival bist. Auf Social Media posten viele jüngere Fans Coverversionen, Riff-Tutorials und Reaction-Videos zu Klassikern wie "War Pigs". In Großstädten gibt es regelmäßig Tribute-Bands, die komplette Sabbath-Abende spielen, oft vor sehr gut gefüllten Clubs.
Auch die Vinyl-Kultur trägt ihren Teil dazu bei: Limitierte Reissues, farbige Pressungen und Boxsets sind in deutschen Plattenläden und Online-Shops oft schnell weg. Dazu kommen Kneipen- und Bar-Abende, an denen 70er-Hardrock und Metal laufen – dort tauchen Sabbath-Songs wie selbstverständlich zwischen Motörhead, Judas Priest und AC/DC auf. Selbst wenn Black Sabbath nie wieder live auf einer deutschen Bühne stehen sollten, wird ihr Einfluss hier so schnell nicht verschwinden.
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