Bitdefender und ESET führen globales Sicherheitsranking an
12.02.2026 - 01:40:12Eine neue globale Studie zeigt: Nutzer setzen trotz wachsender Cybergefahren vor allem auf etablierte Bezahllösungen. Das IT Security Survey 2026 des unabhängigen Testlabors AV-Comparatives offenbart aber auch massive Sicherheitslücken bei Mobilgeräten und wachsende Ängste vor staatlichen Cyberangriffen.
Die Umfrage unter mehr als 1.300 Nutzern aus 87 Ländern liefert eine Momentaufnahme der digitalen Sicherheitslage zu Beginn des Jahres 2026. Sie erscheint zu einem Zeitpunkt, an dem die Bedrohung durch raffinierte Cyberangriffe und gezielt ausgenutzte Schwachstellen weltweit zunimmt.
Bezahlsicherheit dominiert – Regionale Vorlieben deutlich
Das Vertrauen der Nutzer konzentriert sich auf wenige große Anbieter. Bitdefender, ESET und Kaspersky gehören global zu den meistgenutzten Sicherheitslösungen für Desktop-Computer. Auch die eingebauten Microsoft-Tools spielen eine bedeutende Rolle.
Die Präferenzen unterscheiden sich jedoch regional deutlich: Während ESET in Nordamerika und Europa führt, ist Kaspersky die erste Wahl in Asien und Südamerika. Ein klares Signal senden die Nutzer beim Thema Kosten: Drei Viertel aller Befragten (75 %) zahlen für ihre Desktop-Sicherheitssoftware.
Besonders erfahrene Nutzer setzen fast ausnahmslos auf kommerzielle Tools. Die Botschaft ist eindeutig: Je komplexer die Bedrohungen werden, desto wichtiger werden die erweiterten Funktionen und der professionelle Support von Premium-Suiten.
Windows 11 auf dem Vormarsch – Mobilgeräte als Schwachstelle
Die Studie beleuchtet auch die zu schützenden Plattformen. Windows 11 hat sich unter den Befragten zum meistgenutzten Desktop-Betriebssystem entwickelt. Der Abschied von Windows 10 ist für viele mit Investitionen verbunden: Über 76 % der Nutzer benötigten neue Hardware für den Umstieg.
Eine alarmierende Lücke klafft jedoch im Mobilbereich. Obwohl Android mit 74 % Nutzungsanteil dominiert, verzichtet mehr als jeder dritte Befragte (40,3 %) auf jeglichen Virenschutz für sein Smartphone. Selbst unter IT-Profis schützen sich 43 % nicht mit mobiler Sicherheitssoftware.
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Diese Nachlässigkeit ist riskant, denn Smartphones sind heute Zentren des digitalen Lebens – für Banking, Kommunikation und Datenspeicherung. Die weitverbreitete Schutzlosigkeit stellt ein massives Sicherheitsrisiko dar.
Geopolitische Ängste prägen Bedrohungswahrnehmung
Die größten Ängste der digitalen Bürger spiegeln die aktuellen geopolitischen Spannungen wider. Als Hauptquellen für Cyberangriffe fürchten die Befragten vor allem Russland (60 %) und China (57 %). Auch die USA (41 %) und Nordkorea (36 %) werden als signifikante Bedrohungen wahrgenommen.
Jeder vierte Teilnehmer (24 %) äußerte zudem die Sorge vor Überwachung durch den eigenen Staat. Diese Wahrnehmung unterstreicht das wachsende öffentliche Bewusstsein für staatlich geförderte Cyberaktivitäten. Die Rolle einer Sicherheitssuite wandelt sich damit vom simplen Virenscanner zur essenziellen Abwehr gegen gut finanzierte Angreifer.
Die Anforderungen an Sicherheitssuiten steigen
Die Studienergebnisse und aktuelle Bedrohungsanalysen zeichnen einen klaren Weg für Verbraucher und Unternehmen. Der eklatante Mangel an Mobilgeräteschutz erfordert Lösungen mit robustem, plattformübergreifendem Schutz für Desktops, Tablets und Smartphones.
Die Marken, denen Nutzer am meisten vertrauen – Bitdefender, ESET, Microsoft und Kaspersky – werden den Markt voraussichtlich weiter prägen. Moderne Sicherheitssuiten müssen heute mehr können als nur Malware abfangen. Gefragt sind mehrschichtige Verteidigungssysteme mit fortschrittlichen Firewalls, Anti-Phishing-Technologien, Ransomware-Schutz und Datenschutztools wie VPNs.
Angesichts hunderttausender neuer Schadprogramme täglich ist die Fähigkeit einer Sicherheitslösung, in Echtzeit auf neue Bedrohungen zu reagieren, entscheidend. Das Jahr 2026 verlangt einen proaktiven und umfassenden Ansatz für digitale Sicherheit.
@ boerse-global.de
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