Bitcoin stabilisiert sich bei 70.500 USD: Langfristige Halter reduzieren Bestände, Erholung in Sicht für 2026
25.03.2026 - 14:47:23 | ad-hoc-news.de
Bitcoin, die führende Kryptowährung als digitaler Asset, hat sich in den letzten Tagen bei etwa 70.500 US-Dollar stabilisiert. Nach einem starken Rückgang von rund 44 Prozent seit dem Allzeithoch von 126.199 US-Dollar im Oktober 2025 zeigt der Markt erste Anzeichen einer Konsolidierung. Der anhaltende Verkaufsdruck stammt vor allem von langfristigen Haltern, die ihre Bestände reduzieren, doch Prognosen deuten auf eine mögliche Entspannung im Jahr 2026 hin.
Stand: Mittwoch, 25. März 2026, 14:47 Uhr (Europe/Berlin)
Verkaufsdruck durch Long-Term Holders
Langfristige Bitcoin-Halter, sogenannte Long-Term Holders, die ihre Coins seit mindestens einem oder zwei Jahren halten, haben in den vergangenen Monaten signifikante Mengen verkauft. Laut einem Bericht von K33 Research, zitiert von Bloomberg, ist die Menge an Bitcoins, die seit mindestens zwei Jahren gehalten wurden, seit Anfang 2023 um 1,6 Millionen Stück gesunken – das entspricht einem Wert von rund 140 Milliarden US-Dollar. Im Jahr 2025 kamen Bitcoins im Wert von fast 300 Milliarden US-Dollar wieder auf den Markt. Dieser schleichende Abverkauf erzeugt anhaltenden Druck auf den Bitcoin-Kurs als Asset, ohne dass es zu einem abrupten Crash kam.
Analyst Vetle Lunde von K33 Research betont, dass diese Verkäufe zu den zweit- und drittgrößten Reaktivierungen langfristig gehaltener Bitcoins seit 2017 zählen. Die Nachfrage durch US-ETFs und institutionelle Investoren, die 2024 und 2025 noch den Druck abfederten, ist nachgelassen. Dadurch fiel Bitcoin kürzlich von über 93.000 US-Dollar Anfang Dezember 2025 auf unter 87.000 US-Dollar, bevor es sich nun bei 70.500 US-Dollar einpendelt.
Stabilisierung und technische Analyse
Am Dienstag, 24. März 2026, stabilisierte sich der Bitcoin-Kurs bei rund 70.500 US-Dollar, nach einem turbulenten Wochenende mit geopolitischen Spannungen und Einbrüchen bei Edelmetallen. Eine Erholung um fast 5 Prozent folgte aufgrund einer Pause in US-Militäraktionen gegen den Iran, was die Risikobereitschaft an den Märkten steigerte. Technisch bewegt sich Bitcoin in einem Konsolidierungsbereich zwischen 60.000 und 72.000 US-Dollar, wobei der grundlegende Abwärtstrend seit dem November-Hoch 2025 anhält.
Ein Durchbruch unter 60.000 US-Dollar könnte einen stärkeren Bärenmarkt einleiten, während ein Überschreiten von 72.000-74.000 US-Dollar und die 200-Tage-EMA bei 88.000 US-Dollar eine bullische Wende signalisieren würde. Bitcoin behauptet sich stabil über der psychologisch wichtigen Marke von 70.000 US-Dollar, fehlt es jedoch an frischem Kapital für eine nachhaltige Aufwärtsbewegung.
Akkumulation durch neue Wale
Trotz des Drucks von Langfrist-Haltern zeigen Daten eine starke Akkumulation durch neue Wale. Der Zufluss von Whale-Inflows – große Transaktionen von institutionellen oder hochvolumigen Investoren – hat das zweithöchste historische Niveau erreicht. Dies deutet auf anhaltende Nachfrage hin, die den Boden stützt. Historisch pumpt Retail-Investoren in späteren Marktphasen den Kurs weiter, was eine Parallele zu früheren Zyklen andeutet.
Ein Analyst sieht eine explosive Trendwende, falls Bitcoin wöchentlich über 74.400 US-Dollar schließt. Dies würde eine 'Expanded Flat'-Struktur bestätigen und zu einer Rallye bis 200.000 US-Dollar führen, getrieben durch Short-Squeezes und FOMO (Fear Of Missing Out). Solche Szenarien unterscheiden sich von früheren Zyklen wie 2022.
Ausblick für 2026: Abnehmender Druck
Experten wie Vetle Lunde prognostizieren, dass der Verkaufsdruck nachlässt, da rund 20 Prozent des Angebots in den letzten zwei Jahren recycelt wurden. Für 2026 erwarten sie sinkende Verkäufe, steigendes Angebot von Langfrist-Haltern und stärkere institutionelle Käufe. Preisprognosen reichen von 35.000 bis 120.000 US-Dollar, abhängig von geopolitischen Entwicklungen und Makrobedingungen.
Geopolitische Spannungen im Nahen Osten und wirtschaftliche Unsicherheiten verstärken die Volatilität. Für europäische Investoren im DACH-Raum bleibt Bitcoin als digitaler Asset attraktiv durch Euro-Handelspaare und institutionellen Zugang über ETPs, wenngleich der Fokus auf Spot-Bitcoin-ETFs in den USA den globalen Preis beeinflusst.
Unterschied zum breiteren Kryptomarkt
Bitcoin bewegt sich derzeit unabhängig vom breiteren Kryptomarkt, wo Altcoins stärker leiden. Der Druck kommt primär aus on-chain Verkäufen von Langfrist-Haltern, nicht aus ETF- oder Futures-Positionierung. Spot-Bitcoin-ETFs in den USA zeigen nachlassende Zuflüsse, was den Mechanismus erklärt: Geringere institutionelle Nachfrage trifft auf gesteigertes Angebot.
CME-Futures und Options-Positionierung bleiben relevant, doch der dominante Trigger sind die On-Chain-Daten zu Holder-Verhalten. Miner-Aktivitäten oder Bitcoin-Netzwerk-Entwicklungen spielen hier keine primäre Rolle.
Risiken und Chancen für Investoren
Für Anleger im DACH-Raum birgt die Stabilisierung Chancen, birgt aber Risiken durch anhaltende Volatilität. Externe Faktoren wie US-Zinsen, Dollar-Stärke oder Regulierungen könnten den Kurs weiter drücken. Positiv: Whale-Akkumulation und historische Muster deuten auf Erholungspotenzial.
Europäische Regulierungen wie MiCA stärken den Rahmen für Bitcoin als Asset, unabhängig von US-ETFs. Dennoch: Der Preis als digitaler Asset korreliert stark mit globalem Risikoappetit.
Weiterführende Quellen
Finanzen.net: Bitcoin-Abwanderung durch Long-Term Holders
Ad-hoc-News: Bitcoin stabil bei 70.500 USD
Coinspeaker: Entscheidendes Zeitfenster für Bitcoin
Ad-hoc-News: Korrektur seit Allzeithoch
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