Bitcoin: Iran-Hoffnung treibt Erholung
01.04.2026 - 16:14:09 | boerse-global.deDer Iran-Konflikt hatte den Kryptomarkt wochenlang unter Druck gesetzt. Nun kommt Bewegung in die Sache — und Bitcoin spürt es als Erstes.
Trumps Ankündigung, die US-Militäroperationen gegen den Iran innerhalb von zwei bis drei Wochen einzustellen, hat risikobehaftete Anlagen weltweit beflügelt. Bitcoin legte daraufhin knapp zwei Prozent auf rund 68.800 Dollar zu. Für eine Kryptowährung, die den März größtenteils auf der Stelle trat, ist das ein bemerkenswertes Lebenszeichen.
Relativer Sieger eines schwierigen Quartals
Ein Blick auf das erste Quartal 2026 zeigt das ganze Ausmaß des Gegenwinds: Bitcoin verlor im Dreimonatszeitraum rund 22,5 Prozent — und war damit noch einer der widerstandsfähigsten Werte im gesamten Krypto-Universum. Altcoins wie Solana, Cardano und Ripple büßten zwischen 35 und 38 Prozent ein. Manche kleineren Token verloren sogar mehr als die Hälfte ihres Wertes.
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Dass Bitcoin trotz energiegetriebener Inflationssorgen und einer spürbar hawkisheren Notenbankrhetorik besser abschnitt als die breite Masse, spricht für seine anhaltende Rolle als relatives Qualitätsinvestment innerhalb der Assetklasse.
Quantencomputing als neues Risiko am Horizont
Abseits des geopolitischen Narrativs sorgt ein Google-Forschungspapier für Aufmerksamkeit. Die Forscher kommen zu dem Schluss, dass die elliptische Kurven-Kryptografie, auf der Bitcoin basiert, mit rund 500.000 physischen Qubits auf einem supraleitenden Quantenrechner gebrochen werden könnte — etwa zwanzigmal weniger als bisher angenommen. Praktisch umsetzbar ist das heute nicht, doch die Forscher warnen, dass entsprechende Systeme bis 2029 entstehen könnten.
Für den Moment bleibt das ein Zukunftsrisiko ohne unmittelbare Kursrelevanz. Mittelfristig könnte die Frage, ob die Branche rechtzeitig auf Post-Quanten-Kryptografie umstellt, aber durchaus an Bedeutung gewinnen.
Vorerst dürften Anleger den Blick auf den weiteren Verlauf der Iran-Verhandlungen richten. Ob die Straße von Hormus tatsächlich wieder uneingeschränkt passierbar wird, ist noch offen — und damit auch, wie dauerhaft die aktuelle Entspannung an den Energiemärkten wirklich ist.
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