Birmingham sucht die perfekte Fitness-Dosis fürs Gehirn
18.02.2026 - 01:30:12 | boerse-global.deEine neue Millionenförderung soll klären, wie viel Bewegung das alternde Gehirn wirklich braucht. Die Universität Birmingham startet eine großangelegte Studie, um den optimalen Trainingsreiz für die kognitive Gesundheit zu finden.
Die Suche nach der „Goldilocks“-Zone
Mit 1,9 Millionen Pfund vom Biotechnology and Biological Sciences Research Council (BBSRC) finanziert, geht das Projekt einer zentralen Frage nach: Wo liegt der Punkt, an dem Bewegung maximalen Nutzen fürs Gehirn bringt, ohne den Körper zu überlasten? Bisherige Empfehlungen sind oft pauschal. „Zu intensives Training kann zu Verletzungen und Frust führen“, erklärt die Logik hinter der Forschung, „aber zu lockere Einheiten bringen vielleicht nicht den gewünschten Effekt.“
Das Team aus Psychologen und Sportwissenschaftlern will mit modernsten Gehirnscans vier Kernfragen beantworten:
* Welche Aktivitäts-Level verbessern Kognition und Hirndurchblutung optimal?
* Wie müssen nachhaltige Programme für Ältere gestaltet sein?
* Welche neurobiologischen Mechanismen – wie die Produktion von Blutlaktat – sind entscheidend?
* Wie lassen sich daraus praktikable Richtlinien entwickeln?
In Zusammenarbeit mit Age UK Birmingham werden die neuen Empfehlungen direkt mit der Zielgruppe erarbeitet.
Warum die präzise Dosis so wichtig wird
Die Dringlichkeit des Themas belegen demografische Zahlen. Bis 2050 wächst die ältere Bevölkerung im Vereinigten Königreich voraussichtlich um sieben Millionen Menschen. Gleichzeitig erfüllt derzeit weniger als ein Drittel die allgemeinen Bewegungsempfehlungen. Zahlreiche Studien verbinden geringe Aktivität bereits klar mit einem höheren Risiko für Demenz und kognitiven Abbau.
Die Birmingham-Studie will über die pauschale Botschaft „Bewegung ist gut“ hinausgehen. Könnte eine präzise Dosierungsempfehlung die Akzeptanz von Trainingsprogrammen steigern und die öffentliche Gesundheit deutlich verbessern?
Was heute schon das Gehirn fit hält
Während nach der optimalen Dosis gesucht wird, sind einige Strategien zur kognitiven Fitness bereits gut belegt. Schlüssel ist die Neuroplastizität – die Fähigkeit des Gehirns, sich lebenslang durch neue Nervenverknüpfungen umzubauen. Dieser Prozess lässt sich aktiv fördern:
- Regelmäßige Bewegung steht ganz oben auf der Liste.
- Ernährung und Schlaf: Eine ausgewogene, nährstoffreiche Kost und sieben bis acht Stunden qualitativer Schlaf pro Nacht senken das Risiko für Schlaganfall und Demenz erheblich.
- Lebenslanges Lernen: Neue Fähigkeiten zu erlernen oder sich kognitiven Herausforderungen zu stellen, stärkt die Reserven des Gehirns.
Während die Forscher an der optimalen Trainingsintensität tüfteln, können ältere Menschen schon heute aktiv werden: Ein kostenloses E‑Book zeigt sechs einfache Kraftübungen, die Muskulatur stärken, Rücken- und Gelenksbeschwerden vorbeugen und damit wichtige Grundlagen für körperliche und geistige Fitness legen — speziell entwickelt für Über-50‑Jährige und leicht zu Hause umsetzbar. Gratis-Ratgeber „Krafttrainings-Übungen“ jetzt sichern
Gezieltes Training am Computer
Neben körperlicher Aktivität gewinnt gezieltes kognitives Training an Bedeutung. Die bahnbrechende ACTIVE-Studie zeigte, dass ein spezielles „Speed of Processing“-Training, das die Informationsverarbeitungs-Geschwindigkeit schult, das Demenzrisiko noch Jahre später signifikant reduzieren konnte. Diese Erkenntnis treibt heute eine ganze Branche digitaler Anwendungen an, die Gedächtnis, Aufmerksamkeit und Verarbeitung trainieren.
Vom Pauschal-Tipp zur präzisen Prävention
Die Birmingham-Initiative spiegelt einen Trend in der Medizin wider: den Weg weg von allgemeinen Ratschlägen hin zu evidenzbasierten, maßgeschneiderten Strategien. Die genaue Rolle der Trainingsintensität zu verstehen, könnte revolutionieren, wie Ärzte und Therapeuten Bewegung für die Gehirngesundheit empfehlen. In einer alternden Gesellschaft sind solche kostengünstigen und skalierbaren Präventionsansätze von höchstem Wert.
Die Ergebnisse der Studie werden mit Spannung erwartet. Gelingt die Definition der „Goldilocks“-Zone, könnte das klare, umsetzbare Leitlinien für Millionen Menschen bedeuten – und helfen, geistige Fitness und Unabhängigkeit bis ins hohe Alter zu erhalten.
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