BiLight, Rollbare

BiLight: Rollbare Solarmodule revolutionieren CES 2026

10.01.2026 - 10:43:12

Das Unternehmen BiLight präsentierte auf der CES biegsame Solarzellen, die bei Raumlicht Strom erzeugen und in Alltagsgegenstände integriert werden können.

Ein chinesisches Unternehmen stiehlt auf der Technikmesse mit biegsamen Perowskit-Solarzellen die Show. Die Module sind dünn wie Stoff und funktionieren sogar bei Zimmerlicht.

Die weltgrößte Elektronikmesse CES in Las Vegas hat einen klaren Trend für die Zukunft mobiler Energie ausgerufen: Sie wird flexibel, aufrollbar und allgegenwärtig sein. Während Künstliche Intelligenz den Großteil der Messe dominierte, sorgte das chinesische Forschungsunternehmen BiLight Innovations auf dem Green-Tech-Parkett für die größte Überraschung. Das Unternehmen präsentierte eine Reihe biegsamer Perowskit-Solarmodule namens „BiLight“, die das größte Hindernis für Solarenergie im Alltag überwinden sollen: Steifheit und sperriges Design.

Der Durchbruch: Solarzellen so biegsam wie Stoff

Im Mittelpunkt der Präsentation von BiLight stand ein Portfolio von Produkten, die die einzigartigen Eigenschaften von Perowskit nutzen. Diese Materialstruktur ermöglicht im Vergleich zu herkömmlichem Silizium leichtere, effizientere und vor allem flexible Solarzellen. Laut Unternehmensangaben erreichen die Module selbst bei schwachem Indoor-Licht noch hohe Wirkungsgrade – eine entscheidende Voraussetzung für den Einsatz in Elektronikgeräten.

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Das Flaggschiff der Neuheiten ist eine aufrollbare Photovoltaik-Vorhangbahn. Sie ist nur 0,1 Millimeter dick, wiegt weniger als 150 Gramm pro Quadratmeter und lässt sich auf einen Radius von unter 10 Millimetern biegen. Damit verhält sie sich wie ein normales Textil, erzeugt dabei aber Strom. Branchenbeobachter bewerten eine Umwandlungseffizienz von 18 Prozent in dieser flexiblen Form als großen Sprung für die gesamte Industrie.

Drei Säulen für die Integration in den Alltag

Die Strategie von BiLight zielt darauf ab, die Stromerzeugung nahtlos in Alltagsgegenstände zu integrieren. Auf der CES wurden drei konkrete Anwendungsszenarien vorgestellt:

1. Der „unsichtbare“ Stromerzeuger fürs Smart Home
Der Solarvorhang wird an handelsüblichen Vorhangschienen montiert. Neben der Stromproduktion dient er als Wärmedämmung und Sonnenschutz. So verwandelt sich ein passives Möbelstück in eine aktive Energiequelle, die Beleuchtung oder IoT-Geräte speisen kann – ohne das Raumdesign zu stören.

2. Das batterielose Büro
Die wohl disruptivste Anwendung für den Business-Markt ist ein elektronisches Namensschild. Es kombiniert eine Perowskit-Zelle mit einem stromsparenden E-Paper-Display. Das Gerät arbeitet dauerhaft unter normaler Bürobeleuchtung (500 Lux). Es kommt ohne Lithium-Ionen-Akku aus, der regelmäßig geladen werden muss und verschleißt. Die Lösung für Meetingräume und Großraumbüros lautet: installieren und vergessen. Updates erfolgen in Echtzeit per Bluetooth.

3. Tragbare Energie für Outdoor-Fans
Für den mobilen Markt hat BiLight ein tragbares Solar-Tuch entwickelt, das sich wie eine Schriftrolle ausrollen lässt. Es distanziert sich damit deutlich von den schweren, faltbaren Silizium-Panels, die Camper bisher nutzen. Die textile Struktur erlaubt die platzsparende Aufbewahrung im Rucksack und bekämpft so die „Batterie-Angst“ von Outdoor-Enthusiasten.

Marktstrategie: Fertigprodukte statt Rohzellen

Der Zeitpunkt von BiLights Auftritt passt perfekt in den Branchentrend, Elektronik vom Stromnetz zu entkoppeln. Der steigende Energiebedarf von KI-Anwendungen in Geräten vor Ort treibt die Nachfrage nach autonomen Energiequellen.

Anders als viele Wettbewerber setzt BiLight auf „szenariobasierte Adoption“. Statt reine Solarzellen zu verkaufen, vertreibt das Unternehmen fertige Konsumgüter. Diese vertikale Integration könnte die Akzeptanz der Perowskit-Technologie beschleunigen, die trotz hohem Effizienzpotenzial lange mit Stabilitätsproblemen kämpfte.

Die Roadmap des Unternehmens sieht vor, in den nächsten drei Jahren von der Consumer-Elektronik in die Bereiche Automobil-Energiespeicher, gebäudeintegrierte Photovoltaik und schließlich Satellitensysteme zu expandieren.

Was kommt als Nächstes?

Nach dem Messeerfolg muss BiLight nun die Prototypen in marktreife Produkte überführen. Das Unternehmen bestätigte fortgeschrittene Verhandlungen mit Büroausstattern über die Namensschild-Technologie. Auch Gespräche mit führenden Energiespeicherunternehmen laufen, um gemeinsame Lösungen aus flexibler PV und tragbaren Speichern zu entwickeln.

Preise und genaue Veröffentlichungstermine für Endkunden sind noch nicht bekannt. Doch die in Las Vegas gezeigte Technologie macht deutlich: 2026 könnte das Jahr werden, in dem Solarenergie endlich vom Dach in das Wohnzimmer und das Büro einzieht. In einer Welt mit wachsendem Bedarf an unabhängigen, grünen Energiequellen bieten BiLights ultradünne Module einen Vorgeschmack auf eine Zukunft, in der fast jede Oberfläche die Geräte unseres Alltags mit Strom versorgen könnte.

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