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BG Wealth / DSJ EX: Internationale Warnung vor neuer Anlagebetrugs-Welle

09.02.2026 - 16:24:12

Finanzaufsichten warnen vor dem Ponzi-System TXEX, das über soziale Medien ahnungslose Anleger um hohe Summen prellt. Weltweit verursachen solche Betrugsmaschen Milliardenschäden.

Internationale Ermittler schlagen Alarm: Eine neue Welle digitaler Anlagebetrügereien mit ausgeklügelten Methoden fordert weltweit Opfer. Die Täter nutzen soziale Medien, verschlüsselte Messenger und psychologische Tricks, um ahnungslose Anleger um hohe Summen zu prellen.

Gemeinsame Warnung vor Ponzi-System TXEX

Ein koordinierter Alarm kommt von Neuseelands Finanzmarktaufsicht (FMA) und der National Reserve Bank of Tonga. Sie warnen am 9. Februar 2026 vor dem Hochrisiko-System BG Wealth/DSJ EX, das Teil eines größeren Betrugsnetzwerks namens TXEX ist. Das Ponzi-ähnliche System zielt gezielt auf Gemeinschaften in Neuseeland, Tonga, Australien und den USA ab und hat bereits erhebliche finanzielle Verluste verursacht. Parallel dazu melden Behörden weltweit Erfolge gegen Betrugsringe: Indische Polizei zerschlug ein riesiges Fake-Aktien-System über Messenger-Apps, während Australien und die USA vor einer Zunahme von Romance-Scams warnen, die in betrügerische Anlageangebete münden – teilweise unterstützt durch Künstliche Intelligenz.

So funktionieren die modernen Betrugsmaschen

Das TXEX-System zeigt das typische Vorgehen: Opfer werden in Investment-Gruppen auf WhatsApp, Viber oder Bon Chat gelockt. Dort geben sich Täter als „Professor“ und Assistent aus und versprechen unrealistische Renditen von bis zu 100 Prozent. Ein zentrales Element sind Multi-Level-Marketing-Techniken: Opfer werden gedrängt, Familie und Freunde anzuwerben, was die Masche in geschlossenen Gemeinschaften viral verbreitet.

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Die Teilnehmer müssen ein Konto bei einer Kryptobörse eröffnen und Geld von ihrer Bank überweisen. Die FMA hat bereits 813 Websites und 30 Entitäten mit diesem einen Betrugsnetzwerk in Verbindung gebracht – ein Beleg für dessen schiere Größe und Komplexität.

Ein ähnlich aufwendiges System deckte die Polizei in Aligarh, Indien, auf. Hunderte WhatsApp-Gruppen mit Namen wie „VIP Profit Club“ sollten Seriosität vortäuschen. Falsche Börsenexperten nutzten gefälschte Testimonials, manipulierte Gewinn-Dashboards und psychologische Tricks, um Vertrauen aufzubauen, bevor sie Opfer zu immer höheren Einzahlungen drängten. Der Ring, der zu 12 Festnahmen in sieben Bundesstaaten führte, soll über 150.000 Menschen ins Visier genommen haben.

Gefährliche Fusion: Romance- und Investmentbetrug

Besorgniserregend ist die zunehmende Vermischung verschiedener Betrugsarten. Das FBI-Büro in San Diego warnte am 6. Februar 2026 vor „Confidence Fraud“: Täter bauen online emotionale Beziehungen auf, nur um ihr Opfer später finanziell auszubeuten. Dies gipfelt oft in der Lenkung auf eine betrügerische Investment-Plattform.

Auch Australien beobachtet diesen Trend. Investmentbetrug verursacht dort die höchsten finanziellen Gesamtschäden, die häufig aus Online-Kontakten entstehen. Die Betrüger schaffen eine schnelle emotionale Bindung, verlagern das Gespräch in private Messenger, um Entdeckung zu vermeiden, und bringen dann die finanzielle Forderung ins Spiel – verpackt als lukrative Anlagechance. Experten warnen: Die Weigerung, sich persönlich zu treffen, und das Erzeugen von Dringlichkeit sind klare Warnsignale.

Die Betrüger werden dabei immer raffinierter: Einige nutzen bereits KI-generierte Inhalte wie Bilder, Videos und Stimmen, um Fake-Profile glaubwürdiger zu machen und Sprachbarrieren zu überwinden.

Krypto und Fake-Apps als zentrale Werkzeuge

Ein gemeinsamer Nenner ist die Nutzung von Kryptowährungen und gefälschten Trading-Apps. Die Polizei in Mangaluru, Indien, beschrieb kürzlich einen internationalen Betrug, der auf gefälschten Apps basierte. Diese zeigten anfangs überhöhte Gewinne und erlaubten sogar kleine, frühe Auszahlungen, um Vertrauen aufzubauen.

Sobald jedoch größere Summen investiert waren, wurden die Opfer informiert, sie müssten mehr Geld für „Steuern“ oder „Gebühren“ hinterlegen, um ihre vermeintlichen Gewinne abheben zu können. Eine klassische Falle, um maximale Summen abzuschöpfen, bevor die Täter verschwinden. Das FBI warnt: Jede Forderung nach solchen Gebühren zur Freischaltung von Geldern ist ein klares Betrugszeichen. Das Geld ist danach so gut wie nie wiederzubekommen. Kryptowährungen ermöglichen zudem schnelle, oft irreversible und für Strafverfolger schwer nachvollziehbare Transfers.

Milliardenschäden und konkrete Schutzmaßnahmen

Die finanziellen Schäden sind immens. In Australien verursachten Investmentbetrügereien 2025 Verluste von 172,2 Millionen Euro – der höchste Wert aller Betrugskategorien. Im Raum San Diego verloren über 250 Opfer mehr als 9,6 Millionen Euro durch Romance-Scams. Malaysische Polizei meldete für den Bundesstaat Sabah im letzten Jahr Schäden in Höhe von umgerechnet etwa 5,8 Millionen Euro durch Fake-Investments.

Ermittler und Finanzaufsichten geben daher einheitliche Ratschläge:
* Druck zurückweisen: Betrüger erzeugen künstliche Dringlichkeit. Widerstehen Sie dem Druck, sofort handeln zu müssen.
* Quellen prüfen: Überprüfen Sie die Seriosität eines Investment-Unternehmens unabhängig. Nutzen Sie keine Links oder Apps von Online-Kontakten.
* Krypto-Zahlungen meiden: Seien Sie misstrauisch, wenn jemand Zahlungen in Kryptowährung für „Gebühren“ verlangt.
* Vertraute Personen einbeziehen: Besprechen Sie eine potenzielle Anlage mit Familie, Freunden oder einem Finanzberater.

Ausblick: Ein nie endender Kampf

Der Kampf gegen digitalen Anlagebetrug eskaliert. Die Polizei führt komplexe, länderübergreifende Operationen durch, um die Netzwerke zu zerschlagen. Die Beamten in Aligarh kontaktierten proaktiv über 500 potenzielle Opfer aus den Chat-Gruppen der Betrüger – eine Maßnahme, die nach ihrer Einschätzung weitere Verluste von umgerechnet etwa 55 Millionen Euro verhinderte.

Doch die Methoden der Täter entwickeln sich ständig weiter. Der zunehmende Einsatz von KI und die Verschmelzung von Betrugstaktiken deuten darauf hin, dass diese Maschinen künftig noch persönlicher und schwerer zu erkennen sein werden. Die Behörden betonen: Öffentliche Aufmerksamkeit und Wachsamkeit sind die wirksamste Verteidigung. Verdächtige Angebote sollten umgehend bei lokaler Polizei, nationalen Cybercrime-Stellen und Finanzaufsichten gemeldet werden.

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