Beyond Burger im Deutschland-Check: Hype oder echte Fleisch-Alternative?
17.02.2026 - 13:10:53BLUF: Wenn du in Deutschland eine pflanzliche Burger-Alternative suchst, die möglichst nah an Fleisch erinnert, kommst du am Beyond Burger kaum vorbei – aber Preis, Zutatenliste und Nachhaltigkeit werden zunehmend kritischer diskutiert. In Supermärkten, Lieferdiensten und Burgerketten taucht der Burger wieder verstärkt auf, während Beyond Meat global um Profitabilität kämpft. Genau das macht den Beyond Burger jetzt so spannend: Produkt, Marke und Markt stehen an einem Wendepunkt.
Ob sich der Beyond Burger für dich lohnt, hängt weniger vom Hype ab – sondern von drei Fragen: Schmeckt er dir besser als andere Veggie-Patties? Ist dir der relativ hohe Preis wert? Und: Wie wichtig sind dir Zutaten und Klima-Bilanz? Was Nutzer jetzt wissen müssen, fassen wir hier zusammen.
Offizielle Infos zum Beyond Burger direkt bei Beyond Meat
Analyse: Das steckt hinter dem Hype
Der Beyond Burger ist ein rein pflanzliches Patty, das klassisches Rinderhack in Optik, Konsistenz und Brataroma imitieren soll. Statt Fleisch stecken vor allem Erbsenprotein, pflanzliche Öle und Aroma-Komponenten im Patty. Zielgruppe sind nicht nur Veganer, sondern vor allem Fleischesser, die ihren Konsum reduzieren wollen, ohne auf das typische Burger-Gefühl zu verzichten.
In Deutschland ist der Beyond Burger inzwischen fester Bestandteil des Kühlregals: Er taucht regelmäßig bei Ketten wie Rewe, Edeka, Kaufland und in diversen Bio- und Online-Supermärkten auf, oftmals als Aktionsware. Parallel dazu nutzen Burgerläden und Lieferdienste das Patty als Premium-Upgrade für ihre veganen oder flexitarischen Burger-Optionen.
Wichtig: Beyond Meat hat die Rezeptur in den letzten Jahren mehrmals angepasst – mal mit Fokus auf besseres Nährwertprofil, mal auf besseren Geschmack. Deshalb fallen aktuelle Tests und ältere Reviews oft unterschiedlich aus. Viele deutsche Food-Blogs und YouTube-Kanäle betonen inzwischen: Geschmacklich ist der Beyond Burger näher an Fleisch als die meisten Soja-Burger, aber nicht mehr so klar allein auf dem Thron wie früher.
| Merkmal | Beyond Burger (aktuelle EU-Variante, ca.) | Zum Vergleich: Rindfleisch-Patty (20 % Fett, ca.) |
|---|---|---|
| Hauptprotein | Erbsenprotein, teils ergänzt durch Reis-/Bohnenprotein | Rindfleisch |
| Portionsgröße | ca. 113 g pro Patty | ca. 125 g pro Patty |
| Kalorien pro Patty | rund 230–260 kcal | rund 280–300 kcal |
| Eiweiß | ca. 17–19 g | ca. 18–20 g |
| Fettgehalt | ähnlich wie fetteres Rinderhack, inkl. Kokos-/Rapsöl | abhängig vom Fettanteil, meist etwas höher |
| Cholesterin | 0 mg (pflanzlich) | deutlich vorhanden |
| Ballaststoffe | enthalten | praktisch keine |
| Typischer Preis im deutschen Handel | deutlich über Discounter-Veggie-Patties; oft 2er-Pack im Premiumsegment | günstiger pro kg als Marken-Beyond-Burger, stark je nach Fleischqualität |
So schmeckt der Beyond Burger im deutschen Alltag
Wenn man aktuelle deutsche Reviews durchgeht – von Food-YouTubern über Veggie-Blogs bis hin zu Reddit-Threads – zeichnet sich ein gemischtes, aber klar strukturierte Bild:
- Optik & Handling: Aus der Packung erinnert das Patty stark an rohes Hack. Beim Braten bräunt es schnell, bildet eine Kruste und „spritzt“ ähnlich wie Fleisch – das gefällt vielen Nutzer:innen.
- Textur: Viele beschreiben die Konsistenz als überraschend „fleischig“, deutlich weniger bröselig als klassische Gemüsepatties. Einige finden sie etwas weicher oder „teigiger“ im Kern, vor allem wenn man das Patty zu kurz brät.
- Geschmack: Häufig genannt wird eine kräftige Umami-Note, die – mit Sauce und Toppings im Burger – sehr nah an Fast-Food-Ketten-Burger herankommt. Pur gegessen fällt der „künstliche“ Charakter manchen empfindlichen Esser:innen stärker auf.
- Geruch: Hier scheiden sich die Geister: Manche loben das „grillige“ Aroma, andere stören sich an einer leicht süßlich-rauchigen Note, die als „zu künstlich“ empfunden wird.
Spannend für den deutschen Markt: In Blindtests von Food-Magazinen lag der Beyond Burger oft im oberen Feld, wurde aber zunehmend von Eigenmarken der Supermärkte unter Druck gesetzt – die teilweise günstiger sind und geschmacklich aufholen.
Wo du den Beyond Burger in Deutschland bekommst
Die Verfügbarkeit schwankte in den letzten Jahren deutlich, weil Beyond Meat seine Vertriebsstrategie angepasst hat. Aktuell gilt im DACH-Raum:
- Lebensmitteleinzelhandel: Rewe, Edeka, Hit, Kaufland und ausgewählte Bio- und Spezialmärkte führen den Beyond Burger immer wieder – teils dauerhaft, teils als Aktionsartikel. Online-Lebensmittelshops bieten oft ein stabileres Sortiment.
- Gastro & Lieferdienste: Verschiedene Burgerläden, Dark Kitchens und Delivery-Plattformen setzen auf Beyond-Patties, häufig explizit als „Beyond Burger“ gekennzeichnet, manchmal aber auch nur als „Plant-Based Patty“.
- Preislevel: Der Beyond Burger bleibt ein Premiumprodukt: Pro Patty zahlst du in Deutschland im Schnitt deutlich mehr als für Standard-Rinderhack und auch mehr als für viele Eigenmarken-Veggie-Burger.
Für den Erfolg in Deutschland ist diese Premium-Positionierung Fluch und Segen zugleich: Sie zahlt auf den Markenmythos ein, sorgt aber zunehmend für Kritik, wenn gleichzeitig günstige Alternativen ähnliche Ergebnisse liefern.
Gesund oder nur „weniger schlecht“?
Die zentrale Frage vieler deutscher Konsument:innen lautet: Ist der Beyond Burger wirklich gesünder als Fleisch? Die Antwort der meisten Ernährungsexperten ist differenziert: Ja und nein.
- Pro: Kein Cholesterin, Ballaststoffe, kein Tierleid, meist bessere Klima-Bilanz als Rindfleisch. Für Menschen mit erhöhtem Cholesterinspiegel oder ethischen Motiven ist das ein klarer Pluspunkt.
- Contra: Relativ viel Fett, hoher Verarbeitungsgrad („Ultraprocessed Food“), viele Zusatzstoffe und Aromen. Gesundheitlich ist der Beyond Burger eher als „Fast Food in pflanzlich“ zu sehen – nicht als Diätprodukt.
Deutsche Verbraucherzentralen und Ernährungsportale kommen daher häufig zum Fazit: Wer von einem Double-Cheeseburger kommt, macht einen Schritt in die richtige Richtung. Wer aber von Hülsenfrüchten, Gemüse und Vollkorn kommt, geht mit dem Beyond Burger eher ein paar Schritte zurück.
Nachhaltigkeit & Tierwohl: Der große Pluspunkt
Bei der Umweltbilanz sticht der Beyond Burger klassische Rindfleisch-Burger in den meisten Studien klar aus: Deutlich geringerer CO?-Fußabdruck, weniger Wasserverbrauch, kein Tierleid. Genau das treibt den Hype insbesondere in urbanen Zentren wie Berlin, Hamburg oder München.
Allerdings: Einige deutsche Konsument:innen erwarten von „nachhaltig“ automatisch auch „clean“ – und sind irritiert, wenn sie dann eine lange Zutatenliste sehen. Für Beyond Meat entsteht hier ein Kommunikationsproblem: Ökologisch sinnvoll, aber technologisch hochverarbeitet.
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Das sagen die Experten (Fazit)
Schaut man sich aktuelle Tests deutscher Fach- und Verbrauchermedien an, ergibt sich ein klares Muster: Der Beyond Burger bleibt einer der geschmacklich überzeugendsten Fleischersatz-Burger – aber er ist nicht mehr konkurrenzlos. Gerade Handelsmarken holen auf, oft zu deutlich niedrigeren Preisen.
- Geschmack & Textur: Weiterhin stark, vor allem im fertig belegten Burger. In Blindtests landet der Beyond Burger häufig in der Spitzengruppe oder knapp dahinter. Für viele Flexitarier:innen ist er „das“ Einstiegsprodukt in pflanzliche Burger.
- Preis: Aus Expertensicht das größte Manko im deutschen Markt. Im Vergleich zu Rindfleisch und zu anderen pflanzlichen Patties müssen Käufer:innen einen echten Markenaufpreis zahlen.
- Gesundheit: Ernährungsexpert:innen ordnen den Beyond Burger klar als Genussprodukt ein – besser als Fleisch in einigen Aspekten, aber weit entfernt von „gesundem Alltagsessen“.
- Nachhaltigkeit: Im Klima- und Tierwohl-Vergleich punktet der Burger zuverlässig. Wer seinen CO?-Fußabdruck reduzieren will, fährt mit einem pflanzlichen Patty deutlich besser als mit Rind.
- Markenperspektive: Analysten beobachten Beyond Meat kritisch: wirtschaftlich unter Druck, aber mit starkem Markennamen. Für deutsche Konsument:innen heißt das: Angebot, Aktionen und Preise können sich dynamisch verändern.
Unterm Strich: Wenn du Fleisch liebst, aber deinen Konsum reduzieren willst, ist der Beyond Burger eine der überzeugendsten Brückenoptionen im deutschen Handel – besonders dann, wenn du ihn im Angebot erwischst. Bist du bereits an Hülsenfrüchte, Tofu & Co. gewöhnt und suchst vor allem nach einem sauberen, möglichst unverarbeiteten Produkt, wirst du mit einfacheren, günstigeren Alternativen wahrscheinlich glücklicher.
Für den deutschen Markt bleibt der Beyond Burger damit ein spannender Indikator: Wie viel sind wir bereit, für Geschmack, Marke und Klima-Versprechen extra zu zahlen? Genau an dieser Antwort entscheidet sich, ob Beyond Meat hierzulande ein Nischenphänomen oder ein echter Mainstream-Player bleibt.
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