Betrüger nutzen KI für perfekte Inkasso-Fakes
09.02.2026 - 14:15:12Eine neue Welle gefälschter Mahnungen und Inkasso-Nachrichten überflutet deutsche Smartphones. Verbraucherschützer und Behörden warnen aktuell vor einer neuen Qualität der Betrugsversuche. Dank Künstlicher Intelligenz und psychologischem Druck sind die Nachrichten kaum noch von echten Forderungen zu unterscheiden.
Seit Anfang Februar nutzen Kriminelle gezielt die Angst vor Schulden und Gerichtsvollziehern. Statt fehlerhafter Texte erhalten Betroffene nun juristisch formuliert klingende Drohungen. Diese geben vor, von bekannten Institutionen wie der „Creditreform“ oder sogar dem „Bundesamt für Justiz“ zu stammen.
„Smishing“ auf neuem Niveau
Polizei und Verbraucherzentralen registrieren eine starke Zunahme des sogenannten „Smishing“ – einer Kombination aus SMS und Phishing. Laut einer Warnung der Polizeidirektion Landau zielen die Täter darauf ab, Menschen in alltäglichen Routinen zu erwischen.
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Die Nachrichten suggerieren extreme Dringlichkeit mit Formulierungen wie „Letzte Mahnung“ oder drohen mit sofortiger Kontopfändung. Die thematische Vielfalt ist dabei neu:
* Gefälschte Gewinnspiel-Abos: Die Verbraucherzentrale Brandenburg warnte vor Forderungen aus angeblichen „Euromillion-Gewinnspiel-Abonnements“.
* Behörden-Fakes: Im Umlauf sind auch Nachrichten, die vorgeben, vom „Amtsgericht Berlin“ zu stammen und gefälschte Wappen nutzen.
* Bank-Migrationen: Unter dem Vorwand einer „EasyBank Migration“ versuchen Betrüger im Namen von Banken wie Barclays, Daten abzugreifen.
Hohe Beschwerdezahlen trotz Gegenmaßnahmen
Das Ausmaß der Belästigung bleibt groß. Die Bundesnetzagentur meldete über 85.000 Meldungen zu Rufnummernmissbrauch im vergangenen Jahr. Das ist ein leichter Rückgang, das Niveau ist aber weiterhin hoch.
Mobilfunkanbieter reagieren mit Schutzmechanismen. Vodafone versendete 2025 knapp 50 Millionen automatische Betrugswarnungen. Auch die Deutsche Telekom hat ähnliche Filter implementiert. Betrüger umgehen diese jedoch oft durch ständigen Wechsel der Absenderrufnummern.
So erkennen Sie die Fälschungen
Da KI heute oft fehlerfreie Texte generiert, reichen Rechtschreibfehler als Erkennungsmerkmal nicht mehr aus. Verbraucherschützer raten zu diesen Checks:
- Der Absender: Seriöse Inkassounternehmen kommunizieren Erstforderungen fast immer per Briefpost, nicht ausschließlich per SMS.
- Die Bankverbindung: Eine ausländische IBAN (z.B. „LT“ für Litauen) bei einem angeblichen deutschen Unternehmen ist ein klares Betrugszeichen.
- Fehlende Transparenz: Echte Schreiben müssen den ursprünglichen Gläubiger und den genauen Grund der Forderung nennen. Vage Angaben wie „Dienstleistung“ sind alarmierend.
- Druckaufbau: Extrem kurze Zahlungsfristen von wenigen Stunden sind unseriös und sollen zu unüberlegten Handlungen verleiten.
Warum die Masche gerade jetzt funktioniert
Experten sehen einen Zusammenhang zur aktuellen Wirtschaftslage. In Zeiten gestiegener Lebenshaltungskosten löst eine Nachricht über finanzielle Belastungen schneller Panik aus. Diesen psychologischen Hebel nutzen die Täter gezielt aus.
Hinzu kommen technische Entwicklungen. Betrüger experimentieren mit RCS (Rich Communication Services), um Firmenlogos und verifizierte Häkchen vorzutäuschen. Das erschwert die Unterscheidung zwischen echten und gefälschten Nachrichten auf dem Smartphone-Display weiter.
KI als Waffe und Schutzschild
Für 2026 erwarten Sicherheitsanalysten ein „Wettrüsten“. Während KI genutzt wird, um Phishing-Nachrichten individueller zuzuschneiden, setzen Netzbetreiber zunehmend auf KI-gestützte Filter.
Verbrauchern bleibt vorerst die gesunde Skepsis. Wer eine dubiose Forderung erhält, sollte niemals auf Links in der SMS klicken. Stattdessen gilt: Das Unternehmen über dessen offizielle Webseite verifizieren, im Zweifel nicht zahlen und Anzeige erstatten.
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