Betrüger fluten Postfächer mit gefälschten Bußgeld-Bescheiden
14.02.2026 - 08:11:12Eine neue Welle betrügerischer E-Mails überrollt Deutschland. Cyberkriminelle verschicken massenhaft gefälschte Bußgeldbescheide im Namen von Polizei und Behörden. Ihr Ziel: schnelle Zahlungen oder sensible Daten. Polizeidienststellen wie im Märkischen Kreis warnen aktuell eindringlich vor dieser perfiden Masche.
Die Mails wirken täuschend echt. Sie sind mit offiziellen Logos, korrekten Adressen und Aktenzeichen versehen. Die Vorwürfe reichen von Geschwindigkeits- über Parkverstöße bis zu Urheberrechtsverletzungen. Durch die Androhung von erhöhten Strafen bauen die Täter gezielt Druck auf, um ihre Opfer zu unüberlegten Handlungen zu verleiten.
So erkennen Sie die Fälschung
Die wichtigste Regel lautet: Echte Behörden versenden keine Bußgeldbescheide per E-Mail. Offizielle Zahlungsaufforderungen kommen grundsätzlich per Post. Wer eine entsprechende Mail erhält, sollte auf diese Alarmzeichen achten:
- Der Absender: Die E-Mail-Adresse wirkt oft nur auf den ersten Blick echt. Bei genauer Prüfung entpuppt sie sich als Fantasieadresse oder weicht subtil von echten Behörden-Domains ab.
- Die Anrede: Unpersönliche Anreden wie „Sehr geehrter Bürger“ sind ein Warnsignal. Echte Bescheide sind personalisiert.
- Die Zahlungsaufforderung: Enthält die Mail einen Link oder QR-Code zur sofortigen Begleichung, ist Vorsicht geboten. Diese führen auf gefälschte Websites zum Abgreifen von Bankdaten oder installieren Schadsoftware.
Verbraucherschützer und Polizei raten einstimmig: Klicken Sie niemals auf Links, öffnen Sie keine Anhänge und geben Sie auf keinen Fall Daten preis oder leisten Sie eine Zahlung.
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Breite Warnung von offiziellen Stellen
Die Betrugswelle ist kein regionales Phänomen. Neben der Polizei in Nordrhein-Westfalen hat auch das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) klarstellt: Es versendet keine Bußgeldbescheide per E-Mail. Selbst im europäischen Ausland, etwa in Spanien, warnen Behörden vor identischen Mascheren im Namen der Verkehrsbehörden.
Verbraucherzentralen sammeln verdächtige E-Mails über Phishing-Radare. So können sie schnell vor neuen Varianten warnen. Besonders gefährdet sind laut Experten ältere oder weniger technikaffine Menschen.
Was tun, wenn eine Betrugs-Mail landet?
Bleiben Sie ruhig und handeln Sie nicht unter Druck. So gehen Sie im Ernstfall vor:
- Löschen oder verschieben: Die verdächtige E-Mail unbeantwortet löschen oder in den Spam-Ordner verschieben.
- Nicht die Kontakte der Mail nutzen: Bei Unsicherheit kontaktieren Sie die vermeintliche Behörde nie über die Daten in der E-Mail. Suchen Sie die offizielle Telefonnummer oder Webseite selbst heraus.
- Bei Fehlhandlung schnell reagieren: Falls Sie bereits auf einen Link geklickt, Daten eingegeben oder gezahlt haben, informieren Sie umgehend Ihre Bank und erstatten Sie Anzeige bei der Polizei.
Diese Betrugsmasche ist Teil eines größeren Trends, bei dem Kriminelle die Identität von Autoritäten missbrauchen. Ähnliche Phishing-Versuche kursieren auch im Namen von Banken, Paketdiensten oder Finanzämtern.
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