Bertelsmann-Studie: Deutschlands Innovationskraft schwindet dramatisch
16.03.2026 - 00:00:25 | boerse-global.de
Nur noch 13 Prozent der deutschen Unternehmen gelten als innovationsstark. Das zeigt die aktuelle Studie „Innovative Milieus 2026“ der Bertelsmann Stiftung. Vor sieben Jahren lag dieser Anteil noch bei rund einem Viertel. Gleichzeitig stieg der Anteil der innovationsschwachen Betriebe auf fast 40 Prozent.
Die Basis bröckelt
Für die repräsentative Erhebung des IW-Zukunftspanels wurden 1.146 Unternehmen befragt. Die Ergebnisse sind alarmierend: Die Innovationsbasis des Landes schrumpft, während der internationale Wettbewerb härter wird. „Die Innovationskraft Deutschlands steht unter Druck“, warnt Armando García Schmidt, Innovationsexperte der Bertelsmann Stiftung.
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Als Hauptgründe für die abnehmende Dynamik nennen die befragten Geschäftsleitungen unsichere politische Rahmenbedingungen und fehlende Marktanreize. Doch die Studienautoren sehen auch die Unternehmen selbst in der Pflicht. Sie müssen ihre internen Strukturen überdenken.
KI als Hoffnungsträger
Trotz des negativen Trends gibt es Lichtblicke. Digitale Schlüsseltechnologien durchdringen die Wirtschaft rasant. Laut Studie nutzen bereits 70 Prozent der Unternehmen Künstliche Intelligenz und Maschinelles Lernen. Ein Viertel integriert diese Technologien sogar intensiv in den Arbeitsalltag.
KI-gestützte Systeme übernehmen repetitive Aufgaben und schaffen so Freiräume. Genau diese Freiräume sind entscheidend für kreative Prozesse und strategisches Denken. Können sich Mitarbeiter auf komplexe Problemlösungen konzentrieren, hebt das die Innovationsfähigkeit der gesamten Belegschaft.
Kulturwandel statt Softwarekauf
Doch neue Software allein reicht nicht aus. Die Studienautoren fordern eine stärkere strategische verankerung des Themas in den Chefetagen. Kern ist die Schaffung einer echten Innovationskultur. Das bedeutet: Weg von einer fehlervermeidenden Perfektionskultur, hin zu einer agilen Arbeitsweise, die Experimente ausdrücklich erlaubt.
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Unternehmen müssen ihre „Beta-Phobie“ ablegen. Mitarbeiter sollten ermutigt werden, unfertige Konzepte frühzeitig zu testen. Das erfordert Vertrauen der Führungskräfte und flache Hierarchien. Niedrigschwellige Zugänge zu Testbudgets und Infrastruktur sind ebenso wichtig.
Inklusion bringt frische Ideen
Ein oft unterschätzter Innovationsmotor ist die Inklusion. Eine diverse Belegschaft gilt als starker Treiber für unkonventionelle Lösungsansätze. Wenn alle digitalen Werkzeuge barrierefrei zugänglich sind, vergrößert sich der Pool an Ideengebern automatisch.
Die Einbindung unterschiedlichster Perspektiven verhindert eine einseitige Technologieentwicklung. Sie führt zu robusteren, marktfähigeren Produkten. Eine rücksichtsvolle Arbeitsumgebung steigert zudem die psychologische Sicherheit – eine Grundvoraussetzung für mutige Ideen.
IT überholt die Industrie
Die Studie offenbart eine deutliche Spreizung in der Wirtschaft. Klassische Industriebranchen verlieren an Dynamik, während IT-Unternehmen und wissensintensive Dienstleister zu technologischen Vorreitern aufrücken. Innovation bedeutet heute weniger physische Produktverbesserungen, sondern datengetriebene Geschäftsmodelle.
Kritisch bleibt die Adaption von Umwelttechnologien. Green-Tech-Anwendungen wie CO2-Abscheidung werden bislang nur von einer kleinen Minderheit der Technologieführer als essenziell betrachtet. In konservativen Milieus bleibt Nachhaltigkeit oft ein Nischenthema. Wer hier nur kleine Schritte wagt, riskiert den Anschluss an globale Megatrends wie die Dekarbonisierung.
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