Berner, Forscher

Berner Forscher messen erstmals direkten Hirn-Signalfluss

19.02.2026 - 22:48:12

Eine Schweizer Studie misst erstmals direkt die Kommunikation im Gehirn. Die Erkenntnisse könnten Therapien für neurologische Krankheiten verbessern, während Bewegung und Ernährung präventiv wirken.

Ein Forschungsteam aus Bern hat den direkten Signalfluss im menschlichen Gehirn über 24 Stunden gemessen. Diese bahnbrechende Studie liefert fundamentale Einblicke in die Kommunikation zwischen Hirnregionen. Sie könnte langfristig den Weg für gezieltere Therapien bei neurologischen Erkrankungen ebnen.

Ein neues Fenster zum Gehirn

Wissenschaftlern des Inselspitals und der Universität Bern gelang der Durchbruch mit vorübergehend implantierten Elektroden. Sie verfolgten den Austausch zwischen tieferen Hirnregionen und der Großhirnrinde im Schlaf- und Wachzustand – mit Millisekunden-Genauigkeit. „Wir können erstmals direkt messen, wie diese zentralen Netzwerke miteinander sprechen“, erklärt das Team.

Störungen in genau diesen Kommunikationswegen werden mit Krankheiten wie Alzheimer oder Parkinson in Verbindung gebracht. Die neuen Erkenntnisse könnten es ermöglichen, Therapien künftig präzise auf spezifische Signaldefizite abzustimmen.

Bewegung: Der Turbo fürs Denken

Während die Grundlagenforschung neue Wege aufzeigt, bestätigen aktuelle Studien die Macht der Prävention. Körperliche Aktivität bleibt einer der wirksamsten Ansätze. Eine Metaanalyse mit über 258.000 Teilnehmern zeigt: Sport steigert die Hirnleistung in jedem Alter.

Die Vorteile sind vielfältig: schnelleres Denken, ein stärkeres Gedächtnis und bessere Konzentration. Die positive Wirkung kann bis zu 24 Stunden anhalten. Dabei profitieren sowohl Ausdauer- als auch Krafttraining das Gehirn auf zellulärer Ebene.

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Kaffee und Nüsse als Gehirn-Booster?

Auch die Ernährung rückt in den Fokus. Eine große US-Studie deutet an: Zwei bis drei Tassen koffeinhaltiger Kaffee pro Tag könnten das Demenzrisiko um bis zu 18 Prozent senken. Da entkoffeinierter Kaffee diesen Effekt nicht zeigte, vermuten Forscher eine schützende, entzündungshemmende Rolle des Koffeins.

Ebenfalls vielversprechend: Walnüsse. Ihr regelmäßiger Verzehr könnte die Gedächtnisleistung im Alter verbessern und die Durchblutung des Gehirns fördern.

Eine globale Herausforderung

Die Dringlichkeit, die Gehirngesundheit zu priorisieren, ist enorm. Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind neurologische Erkrankungen wie Schlaganfall, Demenz und Migräne die häufigste Ursache für Krankheiten und Behinderungen weltweit. Sie sind für über eleven Millionen Todesfälle pro Jahr verantwortlich.

Trotz dieser Belastung klaffen massive Versorgungslücken. In ärmeren Ländern gibt es bis zu 80-mal weniger Neurologen pro Kopf als in reichen Nationen. Die WHO fordert daher massive Investitionen und die Integration der Gehirngesundheit in die allgemeine Gesundheitsversorgung.

Die Berner Studie markiert einen Meilenstein im Verständnis unseres Denkorgans. Sie zeigt: Die Zukunft der Neurologie liegt in der Kombination aus präziser Grundlagenforschung und der Stärkung alltäglicher Schutzfaktoren.

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