Büromarkt, Spitzenmieten

Berliner Büromarkt: Spitzenmieten klettern auf Rekordhoch

24.01.2026 - 01:13:12

Der Berliner Büromarkt polarisiert sich: Spitzenmieten erreichen neue Höchstwerte, während die Leerstandsquote steigt. Die Nachfrage konzentriert sich auf moderne, nachhaltige Premiumflächen.

Der Berliner Büromarkt startet 2026 polarisiert: Während die Leerstände steigen, erreichen die Mieten in Top-Lagen neue Rekorde. Das zeigt eine aktuelle Analyse des Immobilienberaters Savills.

Premium-Flächen sind heiß begehrt

Trotz eines insgesamt verhaltenen Marktes zahlen Unternehmen bereitwillig mehr für erstklassige Adressen. Die Spitzenmiete stieg zuletzt auf 48,00 Euro pro Quadratmeter – ein Plus von 7,3 Prozent. Gleichzeitig sank die Medianmiete um sechs Prozent. Die Botschaft ist klar: Die Nachfrage konzentriert sich auf moderne, nachhaltige und zentral gelegene Büros.

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  • Spitzenmiete: 48,00 €/m² (+7,3 %)
  • Medianmiete: 23,50 €/m² (-6,0 %)

Leerstand steigt, aber die Aktivität bleibt

Im Gesamtjahr 2025 gingen in Berlin 537.500 Quadratmeter Bürofläche neu unter Vertrag. Das liegt etwa ein Drittel unter dem langjährigen Durchschnitt. Parallel kletterte die Leerstandsquote auf 7,9 Prozent. Getrieben wird dieser Anstieg durch neu fertiggestellte Projekte und freigewordene Bestandsflächen.

Dennoch bleibt das Geschäft mit kleineren und mittleren Flächen bis 1.500 Quadratmeter robust. Viele Unternehmen nutzen auslaufende Verträge, um in moderne Arbeitsumgebungen umzuziehen.

Die Qualitätslücke wird zum Problem

Experten sehen eine wachsende Kluft zwischen Angebot und Nachfrage. Mieter suchen gezielt nach flexiblen, nachhaltigen und hochwertig ausgestatteten Flächen. Ältere Immobilien, die diese ESG-Standards nicht erfüllen, haben es zunehmend schwer.

Für Eigentümer wird die Modernisierung ihrer Bestände deshalb zur Überlebensfrage. Um noch zu vermieten, setzen sie vermehrt auf Anreize wie mietfreie Zeiten oder flexible Vertragsgestaltungen.

Flight to Quality prägt den Markt

Hinter der Polarisierung steckt ein grundlegender Wandel. Durch hybride Arbeitsmodelle brauchen viele Firmen zwar weniger, aber dafür hochwertigere Fläche. Das Büro wird zum Ort für Teamarbeit und Unternehmenskultur.

Diese „Flucht in die Qualität“ sorgt für stabile Preise in Top-Lagen und bei Neubauten. Gleichzeitig geraten veraltete Gebäude in zweitklassigen Lagen immer stärker unter Druck.

Ausblick: Der Trend setzt sich fort

Für 2026 rechnet Savills mit einer Fortsetzung dieser Entwicklung. Die Spitzenmieten dürften stabil bleiben, getragen von der anhaltenden Nachfrage nach Premium-Immobilien. Der Gesamtumsatz mit Büroflächen wird dagegen voraussichtlich leicht zurückgehen.

Die Leerstandsquote könnte weiter moderat steigen, da weitere Neubauprojekte auf den Markt kommen. Langfristig könnte sich das Angebot an modernen Flächen jedoch wieder verknappen, wenn die Bautätigkeit nachlässt. Der Berliner Büromarkt bleibt ein Markt für Qualität.

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