Berlin, Kontrolldruck

Berlin erhöht Kontrolldruck bei Arbeitsschutz

23.03.2026 - 00:00:13 | boerse-global.de

Die Berliner Arbeitsschutzbehörde LAGetSi erhöht die Betriebsprüfungen auf 5.000 jährlich. Der Fokus liegt auf psychischer Gesundheit, neuen EU-Vorschriften und digitalen Prozessen.

Die Berliner Arbeitsschutzbehörde LAGetSi fährt ihre Betriebskontrollen massiv hoch. Grund ist eine gesetzliche Mindestquote: Ab diesem Jahr müssen fünf Prozent aller Berliner Unternehmen jährlich überprüft werden. Bei rund 100.000 Betrieben sind das 5.000 Vor-Ort-Besichtigungen – eine Mammutaufgabe.

Um diese Quote zu erfüllen, hat die Senatsverwaltung in den letzten zwei Jahren das Personal beim LAGetSi deutlich aufgestockt. Der Fokus der Kontrollen liegt auf Hochrisikosektoren wie dem Baugewerbe, der Logistik und der Pflege. Betriebe mit früheren Mängeln müssen mit häufigeren Besuchen rechnen.

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Nicht nur Maschinen, sondern auch Psyche im Blick

Die Prüfer schauen längst nicht mehr nur auf technische Sicherheit. Ein zentraler Punkt ist die Gefährdungsbeurteilung. Viele Unternehmen haben die Dokumente, scheitern aber an der Umsetzung. Besonders im Fokus: Werden neue Arbeitsformen wie Homeoffice angemessen berücksichtigt?

Ein prägendes Thema ist die psychische Gesundheit. In einer Dienstleistungsmetropole wie Berlin gelten Stress und Burnout als größte Risiken. Die Behörden kontrollieren deshalb verstärkt, ob Firmen die mentale Belastung ihrer Mitarbeiter systematisch erfassen und gegensteuern. Verstöße können teuer werden, denn die Bußgelder sind deutlich gestiegen.

Neue EU-Regeln und eine reformierte Betreuung

Zusätzlich zum Kontrolldruck kommen neue Vorschriften. Seit Januar gilt eine reformierte Regelung für die betriebsärztliche Betreuung. Sie erlaubt flexiblere Modelle, fordert aber mehr Qualität in der Prävention.

Im Mai steht der nächste große Termin an: Dann werden neue EU-Gefahrenklassen für chemische Stoffe verbindlich. Lacke, Kleber oder Reinigungsmittel müssen bis dahin neue Sicherheitsdatenblätter und Etiketten haben. Das LAGetSi kündigte an, die Einhaltung besonders streng zu überwachen.

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Vom Kostenfaktor zum Wettbewerbsvorteil

Für den Berliner Senat ist Arbeitsschutz heute mehr als eine Pflicht. Angesichts des Fachkräftemangels wird ein sicheres Arbeitsumfeld zum Standortfaktor. Die Behörden argumentieren: Wer gute Bedingungen bietet, hat bessere Chancen im Wettbewerb um Talente.

Deshalb fördert das LAGetSi auch Projekte zur "Guten Arbeit". Aktuell wird etwa der "DGB-Index Gute Arbeit" für Berlin ausgewertet. Ziel ist es, gezielte Hilfen für besonders belastete Berufsgruppen zu entwickeln.

Digital und hitzefest: So sieht die Zukunft aus

Für den weiteren Verlauf des Jahres plant die Behörde ein neues Online-Portal. Unternehmen sollen Gefährdungsbeurteilungen und Unfallmeldungen dann digital einreichen können. Das soll Bürokratie abbauen und datengestützte Kontrollen ermöglichen.

Ein weiteres Zukunftsthema ist der Hitzeschutz. Wegen des Klimawandels bereitet das LAGetSi spezielle Kampagnen für den Sommer vor. Der Fokus liegt auf Außenbeschäftigten im Bau oder in der Logistik. Klare Regeln für maximale Raumtemperaturen werden erwartet.

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