Bauwirtschaft startet mit neuen Vergaberegeln in 2026
25.02.2026 - 00:48:34 | boerse-global.deDer deutsche Bausektor profitiert seit Jahresbeginn von deutlich höheren Wertgrenzen für öffentliche Aufträge. Die Neuregelung soll Bürokratie abbauen und Verfahren beschleunigen – ein willkommener Impuls für eine Branche im Aufwind.
Freihändig bis 100.000 Euro: So entfesselt die Reform die Bauwirtschaft
Die neuen Wertgrenzen erleichtern die Auftragsvergabe, doch im operativen Geschäft lauern oft andere rechtliche Fallstricke, etwa bei der Dokumentation von Fremdfirmen. Dieser kostenlose Leitfaden zeigt Ihnen, wie Sie Haftungsrisiken minimieren und den Einsatz von externem Personal rechtssicher organisieren. 13 Fragen zur rechtssicheren Unterweisung von Fremdfirmen entdecken
Im Zentrum steht die VOB/A-Novelle. Sie erlaubt freihändige Vergaben nun bis zu einem Netto-Auftragswert von 100.000 Euro. Bisher lag die Grenze bei nur 10.000 Euro. Auch die Schwelle für besonders schnelle Direktaufträge wurde auf 50.000 Euro angehoben.
Zudem gilt für die beschränkte Ausschreibung jetzt ein einheitlicher Grenzwert von 150.000 Euro netto. Diese Vereinfachung schafft Klarheit und soll vor allem kleinere und mittlere Bauprojekte zügiger voranbringen. Die Hoffnung: weniger Papierkram, mehr gebaute Infrastruktur.
Leichter Rückenwind: Baukonjunktur zeigt erste Erholungszeichen
Die Erleichterungen treffen auf einen vorsichtig optimistischen Markt. Nach harten Jahren prognostizieren Wirtschaftsinstitute wie das DIW für 2026 wieder Wachstum. Der Zentralverband Deutsches Baugewerbe rechnet mit einer leichten Belebung, besonders im Wohnungsbau.
Passt das zusammen? Die Stimmung im Bauhauptgewerbe verbessert sich laut ifo-Index weiter. Unternehmen bewerten ihre aktuelle Lage und Erwartungen positiver. In diesem Umfeld könnten die neuen Regeln wie ein Katalysator wirken und die erhoffte Erholung beschleunigen.
Digital und grün: So verändert sich die Ausschreibungspraxis
Unabhängig von den Wertgrenzen schreitet die Digitalisierung voran. E-Vergabe-Plattformen von Bund und Ländern sind heute Standard. Sie erhöhen die Transparenz und machen Prozesse effizienter – eine Grundvoraussetzung, um die neuen Freiräume voll auszunutzen.
Effiziente Prozesse enden nicht bei der E-Vergabe, sondern erfordern auch im Baubüro ein modernes Dokumentenmanagement. Erfahren Sie in diesem kostenlosen Spezialreport, wie Sie Papierberge bändigen und Ihre Ablagesysteme für die digitale Transformation fit machen. Kostenlosen Leitfaden zur Büroorganisation sichern
Parallel gewinnt Nachhaltigkeit an Gewicht. Getrieben vom EU Green Deal und nationalen Klimazielen fließen ökologische Kriterien immer stärker in die Bewertung ein. Unternehmen konkurrieren zunehmend mit nachhaltigen Materialien und Konzepten, nicht nur mit dem Preis.
Mehr Spielraum daheim, mehr Wettbewerb in Europa
Die Reform reagiert auf lange Klagen von Kommunen und Betrieben über zu viel Bürokratie. Vor allem für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) soll der Zugang zu öffentlichen Aufträgen leichter werden.
Gleichzeitig wurden die EU-Schwellenwerte für europaweite Ausschreibungen leicht gesenkt. Bauleistungen müssen nun schon ab 5.404.000 Euro netto EU-weit ausgeschrieben werden. Die Botschaft ist klar: Bei Großprojekten gilt mehr europäischer Wettbewerb, bei kleineren Vorhaben mehr nationale Flexibilität.
Hol dir den Wissensvorsprung der Aktien-Profis.
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Trading-Empfehlungen – dreimal die Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt kostenlos anmelden
Jetzt abonnieren.


