Baugenehmigungen, Höhere

Baugenehmigungen werden ab Februar deutlich teurer

01.02.2026 - 04:53:12

Höhere Verwaltungsgebühren für Bauvorhaben belasten den angespannten Wohnungsmarkt zusätzlich. Sie sind Teil einer Kostenlawine aus Material, Fachkräftemangel und Bürokratie.

Bauherren in Deutschland müssen ab sofort tiefer in die Tasche greifen. In zahlreichen Regionen treten neue Gebührenordnungen in Kraft, die die Kosten für Baugenehmigungen spürbar erhöhen. Das trifft den ohnehin angespannten Wohnungsbau zusätzlich.

Die Erhöhungen sind Teil eines Trends: Kommunen passen ihre Gebührensätze an die gestiegenen Baukosten an. Kombiniert mit hohen Zinsen, Fachkräftemangel und teuren Materialien entsteht so eine toxische Mischung für neue Projekte.

Neue Richtsätze treiben die Gebühren in die Höhe

Ein konkretes Beispiel ist der Landkreis Würzburg. Hier gelten seit dem 1. Februar neue Richtsätze zur Berechnung der Gebühren. Sie basieren auf den voraussichtlichen Baukosten eines Vorhabens.

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Da die allgemeinen Baukosten im Vorjahr um etwa drei Prozent stiegen, wurden die Berechnungsgrundlagen angehoben. Dieser Mechanismus sorgt dafür, dass die Inflation im Bausektor direkt auf die Verwaltungsgebühren durchschlägt. Betroffen sind Wohn- und Gewerbebauten sowie Werbeanlagen.

Ein weiterer Puzzlestein in der Kostenlawine

Die teureren Genehmigungen sind nur ein Problem von vielen. Die Baupreise sind in den letzten Jahren erheblich stärker gestiegen als die allgemeine Inflation. Dafür gibt es mehrere Gründe:
* Nach wie vor hohe Preise für Baumaterialien
* Ein akuter Fachkräftemangel, der die Lohnkosten treibt
* Hohe Energiekosten bei der Herstellung von Zement und Stahl

Branchenverbände wie der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie warnen seit Langem vor diesen Rahmenbedingungen. Sie hemmen Investitionen und bremsen den dringend benötigten Wohnungsbau aus.

Droht das Aus für bezahlbare Wohnungen?

Die steigenden Gesamtkosten haben direkte Folgen: Die politischen Neubauziele werden immer unrealistischer. Vor allem im Segment des bezahlbaren Wohnraums werden Projekte schnell unrentabel.

Die Branche fordert daher klare Gegenmaßnahmen von der Politik. Im Fokus stehen:
* Eine deutliche Entschlackung der Bürokratie
* Deutlich schnellere Genehmigungsverfahren
* Die Einführung des Gebäudetyps E für einfacheres und günstigeres Bauen

Ohne solche Reformen, so der Tenor, droht die Wohnungskrise in vielen Städten eskalieren.

Düstere Aussichten für das Baujahr 2026

Für das laufende Jahr blickt die Bauwirtschaft mit Skepsis nach vorn. Zwar könnte es ein moderates Umsatzwachstum geben – getragen von Infrastruktur- und Energieprojekten. Der Wohnungsbau jedoch bleibt das Sorgenkind.

Die Nachfrage wird durch hohe Zinsen und Baukosten gedämpft. Analysten erwarten, dass die Baupreise auch 2026 weiter leicht ansteigen werden. Die neuen, höheren Gebühren sind da nur ein weiterer Dämpfer für jede Hoffnung auf eine schnelle Erholung.

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