Baugenehmigungen steigen erstmals seit drei Jahren
20.02.2026 - 23:10:12 | boerse-global.deNach drei Jahren des Rückgangs steigen die Baugenehmigungen in Deutschland wieder. Neue Daten zeigen für 2025 einen Zuwachs um 10,8 Prozent auf 238.500 Wohnungen. Doch Experten warnen: Die Trendwende ist fragil.
Der Neubau hinkt dem Bedarf dramatisch hinterher
Die Zahl der Genehmigungen ist ein positives Signal, löst die Wohnungskrise aber nicht. Für 2026 prognostizieren Experten nur etwa 215.000 Fertigstellungen. Das liegt weit unter dem Regierungsziel von 400.000 neuen Wohnungen pro Jahr. Hohe Baukosten, gestiegene Zinsen und Fachkräftemangel bremsen die Projekte weiter aus.
Der Branchenverband ZIA beziffert den jährlichen Bedarf bis 2040 auf knapp 258.000 Wohnungen. Die Versorgungslücke wird sich also vorerst weiter vergrößern. Besonders in den Metropolen bleibt die Situation angespannt.
Preisspirale bei Mieten und Kauf dreht sich weiter
Die anhaltende Knappheit treibt die Preise. Wohnimmobilien verteuerten sich 2025 im Schnitt um 4,2 Prozent. In Frankfurt stiegen sie sogar um 5,7 Prozent. Auch für dieses Jahr rechnen Analysten mit weiteren moderaten Steigerungen.
Parallel ziehen die Mieten ungebremst an. Bundesweit lagen die Angebotsmieten Ende 2025 rund 4,1 Prozent über dem Vorjahreswert. In Köln und Hamburg fielen die Zuwächse mit bis zu 7,6 Prozent noch deutlicher aus. Spitzenreiter bleibt München mit 22,62 Euro pro Quadratmeter.
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Bauzinsen stabilisieren sich auf hohem Niveau
Nach den turbulenten Vorjahren geben die Finanzierungskosten jetzt Planungssicherheit. Zehnjährige Bauzinsen bewegen sich derzeit um 3,7 Prozent. Experten erwarten für die erste Jahreshälfte eine Seitwärtsbewegung.
Das historisch immer noch attraktive Niveau hat eine Folge: Potenzielle Käufer warten nicht länger auf sinkende Zinsen. Stattdessen investieren sie wieder vermehrt in Wohneigentum.
Von der Genehmigung bis zum Einzug vergehen Jahre
Bundesbauministerin Verena Hubertz (SPD) wertet die neuen Zahlen als Erfolg der Politik. Doch von der Genehmigung bis zur Fertigstellung können 34 Monate vergehen. Die jetzt bewilligten Wohnungen entlasten den Markt also erst mit erheblicher Verzögerung.
Gleichzeitig zeigt der Deutsche Hypo Immobilienklima-Index: Die Stimmung in der Branche bleibt anfällig. Geopolitische Unsicherheiten und neue Vorgaben zur Energieeffizienz dämpfen die Erwartungen.
Fokus verschiebt sich zum Bestand
Was bedeutet das für die Zukunft? Die Kluft zwischen Bedarf und Angebot wird sich vor allem in den Ballungsräumen weiter zuspitzen. Entscheidende Verbesserungen brauchen strukturelle Reformen: einfachere Genehmigungen, niedrigere Baukosten, mehr Bauland.
Für Kaufinteressenten wird die Hoffnung auf sinkende Preise wohl unrealistisch. Dafür bieten die stabilen Zinsen ein berechenbares Umfeld. Der Fokus des Marktes verschiebt sich zunehmend – hin zu Bestandsimmobilien und deren Sanierung.
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