Baugenehmigungen, Zahl

Baugenehmigungen steigen erstmals seit 2021 deutlich

18.02.2026 - 08:23:12

Die Zahl genehmigter Wohneinheiten stieg 2025 um 10,8 Prozent auf 238.500. Experten sehen jedoch weiterhin eine Lücke zwischen Genehmigungen und tatsächlichen Fertigstellungen.

Die Zahl der Baugenehmigungen für Wohnungen ist 2025 wieder kräftig gestiegen. Das Statistische Bundesamt meldet einen Anstieg um 10,8 Prozent auf 238.500 genehmigte Wohneinheiten. Diese Trendwende nährt die Hoffnung auf Entspannung am angespannten Wohnungsmarkt.

Nach Jahren des Rückgangs kehrt damit langsam Vertrauen zurück. Der Anstieg um 23.200 Einheiten gegenüber 2024 deutet darauf hin, dass Investoren und private Bauherren wieder Projekte anstoßen. Getrieben wird die Entwicklung von stabileren Zinsen und staatlichen Förderimpulsen.

Mehrfamilienhäuser treiben den Aufschwung an

Das Segment der Mehrfamilienhäuser war der Hauptmotor für die positive Bilanz. Gerade in Ballungszentren ist dieser Bautyp für neuen Wohnraum entscheidend. Schon im November 2025 verzeichnete Destatis hier ein Plus von 13,5 Prozent.

Auch der Bau von Einfamilienhäusern erholt sich spürbar:
* Von Januar bis Oktober 2025 wurden 37.000 Einfamilienhäuser genehmigt.
* Das entspricht einem Zuwachs von 16,6 Prozent.

Die große Hürde: Von der Genehmigung zum fertigen Bau

Doch Experten warnen vor verfrühter Euphorie. Zwischen Genehmigung und fertiger Wohnung liegen oft Monate, manchmal Jahre. Das Frühjahrsgutachten des Zentralen Immobilien Ausschusses (ZIA) prognostiziert für 2026 sogar einen Rückgang der Fertigstellungen auf rund 215.000 Wohnungen.

Die Realität bleibt also hinter dem Bedarf zurück. Viele Bauunternehmen klagen trotz mehr Genehmigungen weiter über fehlende konkrete Aufträge. Die Lücke zwischen Wunsch und Wirklichkeit am Wohnungsmarkt wächst vorerst weiter.

Staat pumpt Milliarden in den Wohnungsbau

Parallel zu den Genehmigungen stabilisiert sich der Gesamtmarkt. Analysten erwarten für 2026 moderate Preissteigerungen von drei bis vier Prozent. Die Nachfrage übertrifft das Angebot nach wie vor deutlich.

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Die Bundesregierung verstärkt ihre Anstrengungen:
* Das Budget des Bauministeriums wurde für 2026 auf fast 13 Milliarden Euro aufgestockt.
* Allein vier Milliarden Euro sind für die soziale Wohnraumförderung vorgesehen.
* Zusätzliche Programme fördern energieeffiziente Neubauten und die Umwandlung von Gewerbe- in Wohnflächen.

Kann die Politik mit diesen Milliarden die Bauwende beschleunigen? Das Jahr 2026 wird zum Prüfstein. Der Erfolg hängt davon ab, ob die Lücke zwischen Papier und Realität endlich geschlossen wird.

@ boerse-global.de

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