Baugenehmigungen, Deutschland

Baugenehmigungen in Deutschland steigen erstmals seit Jahren

21.02.2026 - 01:48:12 | boerse-global.de

Die Zahl der Baugenehmigungen in Deutschland ist 2025 um 10,8 Prozent gestiegen. Experten sehen einen potenziellen Wendepunkt, warnen aber vor langen Umsetzungszeiten und anhaltendem Wohnungsmangel.

Die Zahl der Baugenehmigungen in Deutschland ist 2025 erstmals wieder gestiegen. Nach aktuellen Daten des Statistischen Bundesamtes genehmigten die Behörden den Bau von 238.500 Wohnungen – ein Plus von 10,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dieser Anstieg nährt Hoffnungen auf eine Trendwende im kriselnden Wohnungsbau.

Mehrfamilienhäuser bleiben der entscheidende Motor

Besonders stark legten die Genehmigungen für Einfamilienhäuser zu, mit einem Plus von 17,2 Prozent. Der Löwenanteil des Neubaus entfällt aber nach wie vor auf Mehrfamilienhäuser. Hier stieg die Zahl der genehmigten Wohnungen um 12,1 Prozent auf 128.100 Einheiten. Das entspricht fast zwei Dritteln aller geplanten Neubauwohnungen. Auffällig: Der Aufwärtstrend beschleunigte sich in der zweiten Jahreshälfte deutlich.

Warum die Branche trotzdem skeptisch bleibt

Führende Bauverbände mahnen zur Vorsicht. Eine Genehmigung ist noch keine fertige Wohnung. Bis zur Fertigstellung vergehen oft zwei bis drei Jahre. Experten rechnen deshalb damit, dass die Zahl der fertiggestellten Wohnungen 2026 zunächst weiter sinkt. Der Druck auf den Wohnungsmarkt bleibt enorm. Um das geschätzte Defizit von 1,4 Millionen Wohnungen abzubauen, wären jährlich über 400.000 Neubauten nötig.

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Diese Großprojekte sind bereits in der Pipeline

Trotz aller Herausforderungen schreiten bundesweit konkrete Projekte voran. In Berlin soll das Kolping-Jugendwohnhaus in Mitte ab Juni bezugsfertig sein. Landeseigene Gesellschaften planen zudem Hunderte neue geförderte Wohnungen, etwa in Marzahn oder am Wilhelmsruher Damm. In Wolfsburg wird über das Nordkopfquartier entschieden, in Frankfurt wachsen neue Hochhäuser wie der Central Business Tower.

Ein Wendepunkt – oder nur ein Strohfeuer?

Die neuen Zahlen markieren einen potenziellen Wendepunkt nach Jahren steigender Zinsen und Baukosten. Die Politik wertet sie als Erfolg ihrer Förderprogramme. Die größte Hürde bleibt jedoch die Umsetzung: Werden die genehmigten Projekte auch realisiert? Das hängt von Baukosten, Fachkräftemangel und Finanzierungsbedingungen ab. Die aktuellen Daten sind ein Hoffnungsschimmer, aber noch keine Entwarnung für den angespannten Wohnungsmarkt.

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