Basivertebrale Nervenablation: Neue Hoffnung bei chronischen Rückenschmerzen
03.03.2026 - 13:24:48 | boerse-global.de
Ein minimalinvasives Verfahren lindert chronische Rückenschmerzen an der Wurzel. Die sogenannte Basivertebrale Nervenablation (BVN-Ablation) zielt dabei nicht auf Bandscheiben, sondern auf Nerven in den Wirbelkörpern selbst. Für eine spezifische Patientengruppe könnte das der lang ersehnte Durchbruch sein.
Ein Paradigmenwechsel in der Schmerztherapie
Der Ansatz stellt die bisherige Behandlung auf den Kopf. Er adressiert den sogenannten vertebrogenen Schmerz, der von geschädigten Wirbelkörper-Endplatten ausgeht. Diese Schäden, im MRT als "Modic-Veränderungen" sichtbar, führen zu chronischen Entzündungen. Der basivertebrale Nerv leitet die Schmerzsignale dann ans Gehirn weiter – genau diese Leitung unterbricht die Ablation.
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Herkömmliche Therapien wie Physio oder Spritzen erreichen diese tiefe Schmerzquelle oft nicht. Die BVN-Ablation setzt dagegen gezielt an. Klinische Studien belegen die Wirksamkeit: Patienten berichten von signifikanter Schmerzlinderung und besserer Beweglichkeit.
So funktioniert der gezielte Eingriff
Das Verfahren ist minimalinvasiv und wird meist ambulant durchgeführt. Unter Röntgenkontrolle führt der Arzt eine dünne Sonde durch einen winzigen Zugang im Rücken in den betroffenen Wirbelkörper ein. An der richtigen Position verödet Radiofrequenzenergie die Enden des basivertebralen Nervs. Die Schmerzleitung ist unterbrochen, die umliegende Struktur der Wirbelsäule bleibt intakt.
Wer kommt infrage? Typischerweise Patienten mit chronischen Schmerzen im unteren Rücken, die länger als sechs Monate andauern und auf konservative Therapien nicht ansprechen. Entscheidend ist der MRT-Nachweis von Modic-Veränderungen zwischen den Wirbeln L3 und S1.
Die richtige Diagnose ist der Schlüssel
Die BVN-Ablation schließt eine wichtige Lücke. Sie ist keine Allzweckwaffe, sondern eine präzise Lösung für ein spezifisches Problem – den vertebrogenen Schmerz. Für andere Ursachen wie Bandscheibenvorfälle sind andere Verfahren besser geeignet.
Experten betonen daher die Bedeutung einer exakten Diagnostik. Nur wenn die wahre Schmerzquelle identifiziert ist, kann die passende Therapie gewählt werden. Die Methode fügt sich in den Trend zur zielgerichteten, schonenden Medizin ein und ersetzt in vielen Fällen größere Eingriffe wie Wirbelversteifungen.
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Wohin entwickelt sich die Behandlung?
Die BVN-Ablation steht exemplarisch für die Zukunft der Wirbelsäulentherapie: personalisiert und präzise. Die Forschung arbeitet daran, die Patientenauswahl weiter zu verfeinern. Gleichzeitig schreiten andere Innovationen voran, etwa intelligente Neurostimulationssysteme oder regenerative Therapien für Bandscheibengewebe.
Für Patienten wächst die Hoffnung, dem Teufelskreis chronischer Schmerzen zu entkommen. Die Zukunft liegt im multimodalen Ansatz – der maßgeschneiderten Kombination der besten Verfahren für jeden Einzelfall.
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