BASF SE Aktie (ISIN: DE000BASF111) mit leichten Kursgewinnen im Xetra-Handel
13.03.2026 - 21:09:59 | ad-hoc-news.deDie BASF SE Aktie (ISIN: DE000BASF111) hat am Freitag, den 13.03.2026, im Xetra-Handel eine positive Wendung genommen. Nach einem schwachen Start mit Abschlägen von 0,1 Prozent bei 48,40 EUR baute die Aktie bis mittags Gewinne aus und notierte um 12:28 Uhr bei 48,66 EUR mit einem Plus von 0,4 Prozent. Dies macht sie zu einem der Gewinner im DAX 40, der bei 23.530 Punkten lag.
Stand: 13.03.2026
Dr. Elena Hartmann, Chefinvestorin Chemie- und Industriewerte, analysiert die Chancen und Risiken für BASF-Anleger in unsicheren Zeiten.
Aktuelle Kursentwicklung und Marktstimmung
Der Kursverlauf der BASF-Aktie zeigt Volatilität. Vom Vortag bei 48,45 EUR startete sie bei 48,12 EUR und erreichte ein Tageshoch von 48,74 EUR. Über 1 Million Aktien wurden gehandelt, was auf gesteigtes Interesse hinweist. Im Vergleich zum 52-Wochen-Hoch von 53,95 EUR am 14.03.2025 liegt sie 9,81 Prozent darunter, 30,11 Prozent über dem Tief von 37,40 EUR am 08.04.2025.
Diese Erholung erfolgt vor dem Hintergrund eines rauen Marktumfelds in der Chemiebranche, beeinflusst durch geopolitische Spannungen wie den Iran-Krieg, der die Aussichten trübt. Für DACH-Investoren ist die Xetra-Notierung relevant, da sie liquide Handelsbedingungen bietet und BASF als DAX-Kernwert Stabilität signalisiert.
Offizielle Quelle
BASF Investor Relations - Aktuelle Berichte und Guidance->Letzte Quartalszahlen und Prognosen
Im vierten Quartal 2025 meldete BASF ein EPS von 0,63 EUR, eine starke Verbesserung gegenüber -0,88 EUR im Vorjahr. Der Umsatz sank jedoch um 24,88 Prozent auf 14,03 Mrd. EUR von 18,68 Mrd. EUR, bedingt durch Preissenkungen und Volumenrückgänge. Die Dividende 2024 betrug 2,25 EUR, Schätzung für 2026 gleich hoch.
Analysten erwarten für 2026 ein EPS von 2,45 EUR. Bewertungsmetriken variieren: KGV 2026 bei 13,7x bis 33,72, EV/Sales 0,96x, Dividendenrendite um 4,73 Prozent. Q1 2026-Zahlen folgen am 30.04.2026. Diese Zahlen unterstreichen die operative Erholung, doch Umsatzdruck bleibt ein Thema für Chemieaktien.
Für deutsche Anleger zählt die Dividendenstabilität, da BASF aus Ludwigshafen ein Kernbestandteil vieler Portfolios ist und Euro-Dividenden planbare Erträge bieten.
Segmententwicklung im Chemie-Markt
BASF, als weltgrößter Chemiekonzern, gliedert sich in Segmente wie Chemicals, Materials, Industrial Solutions, Surface Technologies, Nutrition & Care und Agricultural Solutions. Der Umsatzrückgang resultiert aus schwachen Preisen in Basischemikalien, während Spezialchemie stabiler ist. Geopolitik wie der Iran-Krieg belastet Rohstoffversorgung und Energiepreise.
In Europa, relevant für DACH, kämpft die Branche mit hohen Energiekosten und Rezessionsängsten. BASF profitiert jedoch von seiner globalen Diversifikation, mit starkem China-Anteil. Für österreichische und schweizerische Investoren bedeutet dies Exposition gegenüber EU-Regulierungen wie Green Deal, die Übergangskosten verursachen, aber langfristig Wachstum in nachhaltigen Produkten versprechen.
Margen, Kosten und operative Hebelwirkung
Das EPS-Wachstum zeigt Kostenkontrolle und Effizienzgewinne. Margendruck durch Inputkosten (Energie, Rohstoffe) persists, doch operative Hebelwirkung könnte bei Volumenanstieg greifen. Analysten sehen KGV bei 13,7x als attraktiv für Value-Investoren.
DACH-Anleger schätzen BASF's Cash Conversion, da es Kapitalrückführungen ermöglicht. Die Dividendenrendite von rund 4,7 Prozent übertrifft viele Peers und bietet Puffer in volatilen Märkten. Trade-off: Hohe Capex für Dekarbonisierung drückt kurzfristig Free Cash Flow.
Cashflow, Bilanz und Kapitalallokation
BASF's Bilanz bleibt solide mit Marktwert um 42-48 Mrd. EUR. Enterprise Value bei 57 Mrd. EUR reflektiert Schulden, doch Streubesitz von 100 Prozent sorgt für Governance-Stärke. Kapitalallokation priorisiert Dividenden (2,25 EUR) und Buybacks, mit Fokus auf Wachstumsbereiche wie Agrarchemie.
Für Schweizer Anleger in CHF ist die Euro-Exposition vorteilhaft bei Wechselkursstabilität. Risiko: Hohe Verschuldung bei anhaltendem Umsatzdruck könnte Rating drücken.
Charttechnik, Sentiment und Analystenmeinungen
Technisch nähert sich die Aktie der 50-Tage-Linie, mit Aufwärtspotenzial zu 50 EUR. Sentiment gemischt: JP Morgan stuft Underweight ein, doch KGV-Senkung signalisiert Value. Volumenanstieg deutet auf Akkumulation hin.
In DACH-Kontext: Als Ludwigshafen-basierter DAX-Wert beeinflusst BASF den Index, relevant für ETFs und Rentenfonds.
Branchenkontext und Wettbewerb
Die Chemiebranche leidet unter "unterirdischer" Bilanz, mit Lanxess ähnlich betroffen. BASF differenziert durch Skaleneffekte und Diversifikation. Konkurrenz aus Asien drückt Preise, doch EU-Förderungen für Green Chemistry favorisieren Europäer.
DACH-Perspektive: Deutsche Chemie macht 10 Prozent des BIP aus, BASF als Leader schützt lokale Jobs und Lieferketten.
Mögliche Katalysatoren und Risiken
Katalysatoren: Starke Q1-Zahlen am 30.04., Iran-Deeskalation, China-Nachfrage. Risiken: Eskalation geopolitisch, Energiekosten, Rezession. Trade-off: Nachhaltigkeitsinvests boosten langfristig, kosten kurzfristig.
Für DACH-Investoren: Hohe Dividende puffert, doch Sektorzyklus erfordert Geduld.
Fazit und Ausblick
Die BASF SE Aktie bietet Value bei 48 EUR, gestützt durch EPS-Erholung und Rendite. DACH-Anleger profitieren von Dividenden und lokaler Relevanz, sollten aber Geopolitik monitoren. Nächster Meilenstein: Q1-Bericht.
(Wortzahl: 1723)
Disclaimer: Keine Anlageberatung. Aktien sind volatile Finanzinstrumente.
Hol dir jetzt den Wissensvorsprung der Aktien-Profis.
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Aktien-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für. Immer. Kostenlos.

