Bankbetrüger nutzen gefälschte Anrufe für Millionenschäden
16.02.2026 - 00:20:11Eine Welle professioneller Telefonbetrügereien überzieht Deutschland. Die Täter geben sich als Bankmitarbeiter aus und verursachen teils immense finanzielle Schäden. Polizeidienststellen warnen aktuell vor einer Zunahme und Weiterentwicklung der perfiden Maschen.
Die Kriminellen kombinieren vermehrt Phishing-E-Mails mit gezielten Anrufen, um ihre Opfer unter Druck zu setzen. In einem kürzlich gemeldeten Fall aus Nordrhein-Westfalen lockte eine E-Mail einen Kunden auf eine gefälschte Bank-Website. Kurz darauf rief ein falscher Mitarbeiter an und drängte zur Freigabe von Transaktionen – mit hohem finanziellen Verlust.
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Die perfiden Tricks: Anruf-Spoofing und Fernzugriff
Die Methoden werden immer ausgefeilter. Ein zentraler Trick ist das „Call ID Spoofing“. Dabei erscheint im Telefondisplay des Opfers die echte Rufnummer der Hausbank. Dieser Kniff untergräbt das Misstrauen selbst bei technikaffinen Menschen.
Im Gespräch konfrontieren die Täter ihre Opfer dann mit erfundenen Geschichten:
* Verdächtige Kontobewegungen
* Ein angebliches Sicherheitsproblem
* Die Notwendigkeit eines dringenden System-Updates
Das Ziel ist stets, an sensible Informationen wie PINs oder Transaktionsnummern (TANs) zu gelangen. In anderen Fällen überreden die Anrufer zur Installation einer Fernwartungssoftware. So erhalten die Kriminellen direkten Zugriff auf Computer oder Smartphone – und damit auf das Online-Banking.
Psychologie des Betrugs: Wie Druck und Angst wirken
Der Erfolg basiert auf gezielter psychologischer Manipulation. Die Betrüger erzeugen ein Gefühl extremer Dringlichkeit und Angst, um rationales Denken auszuschalten. Sie treten rhetorisch geschult und autoritär auf und lassen kaum Zeit für Nachfragen.
Die Geschichten sind oft so plausibel, dass Opfer im Schockzustand kooperieren. Eine häufige Masche: Die Täter geben vor, bei der Stornierung einer betrügerischen Überweisung zu helfen. In Wirklichkeit leiten sie ihre Opfer an, eine von den Betrügern selbst angelegte Transaktion freizugeben. Diese Taktik zielt gezielt auf Hilfsbereitschaft und Bankvertrauen ab.
Behörden schlagen Alarm: Ein flächendeckendes Problem
Landeskriminalämter, Polizei und Verbraucherzentralen warnen bundesweit. Die Vorfälle sind kein Einzelfall, sondern ein landesweites Phänomen, das zu Schäden in Millionenhöhe führt. In den vergangenen Tagen wurden Fälle aus zahlreichen Regionen gemeldet.
Die Bandbreite der Maschen ist groß. Manchmal überzeugen die Täter ihr Opfer, dass auch die EC-Karte kompromittiert sei. Ein angeblicher Sicherheitsmitarbeiter müsse sie abholen. Kurz darauf erscheint ein Komplize an der Haustür, nimmt die Karte samt PIN entgegen – und hebt sofort Bargeld ab.
So schützen Sie sich: Klare Regeln gegen Betrug
Der wirksamste Schutz ist gesundes Misstrauen. Experten und Behörden geben klare Verhaltensregeln:
- Grundsatz: Ihre Bank fordert nie am Telefon PINs, TANs oder Passwörter an.
- Reaktion: Beenden Sie verdächtige Anrufe sofort, ohne Diskussion.
- Kontakt: Rufen Sie Ihre Bank nur über eine bekannte, offizielle Nummer zurück – etwa aus dem Online-Banking.
- Links: Klicken Sie niemals auf Links in unaufgeforderten E-Mails oder SMS.
- Aufklärung: Sprechen Sie mit Familie und Bekannten, besonders mit älteren Angehörigen, über die Masche.
Wer bereits Opfer geworden ist, sollte umgehend seine Bank informieren, um Konten und Karten sperren zu lassen, und Anzeige bei der Polizei erstatten.
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