Baidu und IVECO starten autonome Flotten in Abu Dhabi und Spanien
20.01.2026 - 07:54:12Die globale Mobilitätswende beschleunigt sich: Vollautonome Taxis und Lkw nehmen in neuen Weltregionen den Betrieb auf. Während der chinesische Tech-Riese Baidu in Abu Dhabi seinen fahrerlosen Dienst Apollo Go startet, eröffnet der europäische Nutzfahrzeughersteller IVECO mit Partnern die erste Teststrecke für autonome Lkw in Südeuropa. Diese parallelen Schritte markieren einen strategischen Wendepunkt – weg von isolierten Tests, hin zur weltweiten Kommerzialisierung.
Der Mittlere Osten wird zum neuen Schauplatz der Mobilitätsrevolution. Baidus autonomes Ridehailing-Service Apollo Go hat auf Yas Island in Abu Dhabi den vollständig fahrerlosen kommerziellen Betrieb aufgenommen. Nutzer können dort erstmals im Nahen Osten per App ein Taxi ohne Sicherheitsfahrer am Steuer rufen.
Die Expansion ist ein Meilenstein für Baidus globale Strategie. Nach dem Start auf der Freizeitinsel soll der Dienst schrittweise auf weitere Schlüsselgebiete wie Reem Island und Saadiyat Island ausgeweitet werden. Die schnelle Umsetzung folgt auf die Erteilung der kommerziellen Genehmigungen im November 2025. Für die Vereinigten Arabischen Emirate ist der Schritt ein klares Signal, in der Technologieführerschaft mitzuspielen.
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Südeuropa: Erster Korridor für autonome Lkw
Während die Robotaxis rollen, macht der Güterverkehr einen großen Sprung nach vorn. IVECO hat zusammen mit dem Software-Spezialisten PlusAI und dem spanischen Logistiker Sesé ein Pilotprojekt gestartet. Ab 2026 werden zwei mit der SuperDrive-Technologie ausgerüstete IVECO S-Way-Lkw auf der 300 Kilometer langen Strecke zwischen Madrid und Saragossa getestet.
Ein Sicherheitsfahrer bleibt während der Testphase zwar an Bord, doch das Projekt zielt auf den späteren fahrerlosen Güterverkehr zwischen Logistikzentren ab. Die spanische Region Aragon unterstützt die Initiative. Für IVECO ist sie ein zentraler Baustein der Strategie hin zu nachhaltigem und automatisiertem Transport.
Globaler Wettlauf: USA und China ziehen nach
Die Dynamik bleibt nicht auf diese Regionen beschränkt. In den USA hat das Joint Venture Motional von Hyundai angekündigt, bis Ende 2026 einen fahrerlosen Robotaxi-Dienst in Las Vegas zu starten. Damit würde man in direkte Konkurrenz zu etablierten US-Anbietern treten.
Parallel meldet das chinesische Unternehmen WeRide, dass seine globale Robotaxi-Flotte die Marke von 1.000 Fahrzeugen überschritten hat. Der Dienst läuft bereits fahrerlos in Peking, Guangzhou und – in Kooperation mit lokalen Partnern – ebenfalls in Abu Dhabi. Zur einfacheren Nutzung ist die Buchungsfunktion in den All-in-one-Messenger WeChat integriert.
Analyse: Vom Labor auf die Straßen der Welt
Die gleichzeitigen Ankündigungen zeigen einen fundamentalen Wandel. Die Branche verlässt die Phase der Forschung und begrenzten Testgebiete. Der Fokus liegt jetzt auf skalierbarem, profitablen Betrieb in unterschiedlichsten Märkten.
Treiber sind hochentwickelte KI und strategische Partnerschaften, wie die zwischen Beijing Hyundai und Momenta für Fahrassistenzsysteme ab 2026. Die größten Herausforderungen sind nun nicht mehr technischer, sondern regulatorischer und gesellschaftlicher Natur: internationale Zulassungen und der Aufbau öffentlichen Vertrauens werden zum entscheidenden Wettbewerbsvorteil.
Ausblick: Sicherheit und Skalierung im Fokus
Die kommenden 12 bis 24 Monate werden zeigen, welche Unternehmen die neue Ära anführen werden. Der Erfolg hängt davon ab, ob die ambitionierten globalen Pläne sicher und zuverlässig umgesetzt werden können. Unvorhergesehene Vorfälle – wie ein kleiner Zwischenfall mit einem Zoox-Robotaxi in San Francisco am 17. Januar 2026 – werden dabei stets im Rampenlicht stehen.
Die Pionierarbeit in Abu Dhabi und auf spanischen Autobahnen liefert wertvolle Daten und operative Erfahrung. Sie ebnet den Weg für eine Zukunft, in der autonome Technologie nicht mehr auf wenige Teststädte beschränkt ist, sondern weltweit in die Verkehrssysteme integriert wird.
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