BaFin warnt vor unerlaubtem Krypto-Banking von wefi.co
03.02.2026 - 10:16:12Die Plattform wefi.co bietet in Deutschland Bank- und Kryptodienstleistungen ohne die erforderliche Lizenz an. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) warnt Verbraucher eindringlich vor den Risiken.
Frankfurt – Die BaFin schlägt Alarm: Die Online-Plattform wefi.co operiert nach ihren Erkenntnissen mit unerlaubten Bank- und Krypto-Geschäften auf dem deutschen Markt. Die Aufsicht warnte am Dienstag, 3. Februar 2026, öffentlich vor dem Angebot. Demnach wirbt die Plattform aktiv um deutsche Kunden, unter anderem durch Veranstaltungen im Land. Eine notwendige Genehmigung nach dem Kreditwesengesetz (KWG) oder dem Kryptomärkteaufsichtsgesetz (KMAG) liege nicht vor.
Komplexes Offshore-Geflecht hinter der Plattform
Hinter dem Angebot vermutet die BaFin ein internationales Netzwerk. In ihrer Warnung nennt sie explizit vier verantwortliche Unternehmen: Wefi Payments Limited aus Kanada, S.R.L. aus Costa Rica sowie Nordpal Holding Limited und Quantum Capital Holdings Limited, beide mit Sitz in Hongkong. Keines dieser Unternehmen verfüge über eine deutsche Banklizenz.
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Die Plattform selbst bewirbt sich mit Schlagworten wie „dezentrales Banking“ und Blockchain-Technologie. Sie verspricht hohe Renditen und innovative Anlagestrukturen – klassische Lockmittel für Privatanleger. Doch der fehlende Aufsichtsrahmen ist ein massives Problem: Kunden haben bei Insolvenz oder Fehlverhalten keinerlei regulatorischen Schutz. Auch die gesetzlichen Einlagensicherungssysteme greifen nicht.
Deutschland setzt auf klare Regeln – auch für Krypto
Die Maßnahme unterstreicht Deutschlands strikten Kurs in der Krypto-Regulierung. Während andere Länder noch ringen, hat Deutschland mit dem KMAG einen klaren Rechtsrahmen geschaffen. Krypto-Assets gelten hier als Finanzinstrumente. Das Gesetz gibt der BaFin weitreichende Befugnisse, bei Verdacht auf illegale Geschäfte die Öffentlichkeit zu warnen – so wie jetzt geschehen.
„Diese Warnung ist ein klares Signal an den Markt“, kommentiert eine Finanzrechtsexpertin. „Die BaFin lässt sich kein passives ‚Passporting‘ gefallen, bei dem ausländische Firmen EU-Kunden umwerben, ohne sich den hiesigen Regeln zu unterwerfen.“ Besonders brisant: Unlizenzierte Plattformen unterliegen oft nicht den strengen deutschen Geldwäscheprüfungen (AML), was Risiken für das gesamte Finanzsystem birgt.
Was Verbraucher jetzt tun sollten
Die BaFin rät dringend davon ab, Geld über wefi.co anzulegen oder dort Dienstleistungen in Anspruch zu nehmen. Die oberste Verbraucherregel lautet: Vor jeder Geschäftsbeziehung die offizielle BaFin-Unternehmensdatenbank prüfen. Steht ein Anbieter nicht darin, ist er mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht zugelassen.
Für Verbraucher, die bereits Geld investiert haben, wird es schwierig. Verbraucherschützer empfehlen, umgehend alle weiteren Zahlungen zu stoppen und rechtlichen Rat einzuholen. Die Rückholung von Geldern bei Offshore-Firmen ohne Aufsicht gestaltet sich jedoch meist äußerst problematisch.
Ausblick: Der regulatorische Druck wächst
Mit der öffentlichen Warnung landet wefi.co auf der BaFin-Liste unerlaubter Unternehmen. Diese Liste wird von Zahlungsdienstleistern beobachtet. Die Folge: Die Plattform dürfte bald keine Einzahlungen mehr von deutschen Bankkonten mehr erhalten können.
Marktbeobachter rechnen damit, dass die BaFin ihre KMAG-Befugnisse 2026 weiter intensiv nutzen wird. Plattformen, die von laschen Offshore-Standards aus das streng regulierte Deutschland umwerben, geraten zunehmend unter Druck. Die Ära der regulatorischen Arbitrage neigt sich in Europa dem Ende zu. Ob die BaFin im Fall wefi.co bereits mit Aufsichtsbehörden in Kanada oder Hongkong kooperiert, ist bisher nicht bekannt. Internationale Zusammenarbeit ist bei solchen grenzüberschreitenden Konstrukten jedoch längst Standard.
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