BaFin, WhatsApp-Betrugswelle

BaFin warnt vor neuer WhatsApp-Betrugswelle

25.02.2026 - 15:18:24 | boerse-global.de

Die Finanzaufsicht warnt vor einer professionellen Betrugsmasche, bei der Kriminelle über WhatsApp Kontakt aufnehmen und Opfer in eine gefälschte Handels-App locken.

BaFin warnt vor neuer WhatsApp-Betrugswelle - Foto: über boerse-global.de
BaFin warnt vor neuer WhatsApp-Betrugswelle - Foto: über boerse-global.de

Die Finanzaufsicht BaFin warnt deutsche Anleger vor einer hochprofessionellen Betrugsmasche über WhatsApp. Kriminelle geben sich als Mitarbeiter der Bank of America aus und locken Opfer in eine gefälschte Handels-App namens "IB-KundenDienst". Das teilte die Behörde aktuell mit.

Gefälschte Bankberater ködern per WhatsApp

Der Kontakt beginnt meist mit einer Einladung in eine WhatsApp-Gruppe oder einer direkten Chat-Nachricht. Die Betrüger nennen echte Namen ehemaliger Bank-of-America-Mitarbeiter und täuschen so Seriosität vor. In den Gruppen preisen sie exklusive Anlagechancen und "todsichere" Strategien an.

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Dabei bauen sie das Vertrauen ihrer Opfer oft über Wochen systematisch auf. Verbraucherschützer betonen: Seriöse Banken bieten niemals unaufgefordert Beratung per Messenger an. Doch die Methode wirkt – die ständige Kommunikation senkt die Hemmschwelle für spätere Investitionen.

Die tückische Falle: App "IB-KundenDienst"

Ist das Vertrauen gewonnen, fordern die Täter zum Download der App "IB-KundenDienst" auf. Tückisch: Die Anwendung war teilweise in offiziellen App-Stores verfügbar, was vielen Nutzern eine falsche Sicherheit vermittelt.

Die App simuliert täuschend echte Handelsplattformen mit Kursverläufen und fiktiven Gewinnen. Doch die BaFin stellt klar: Die Anbieter unterliegen keiner Aufsicht und haben keine Erlaubnis für den deutschen Markt. Eingezahltes Geld landet direkt bei den Kriminellen. Auszahlungsversuche scheitern regelmäßig – oft wird dann der Kontakt abgebrochen oder es werden zusätzliche "Gebühren" verlangt.

So schützen Sie sich vor den Betrügern

Verbraucherschützer raten zu äußerster Skepsis bei unerbetenen Finanzkontakten per Messenger. Ignorieren und blockieren Sie Einladungen in unbekannte WhatsApp-Gruppen zu Investment-Themen.

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Laden Sie niemals Apps auf Anweisung von Chat-Kontakten herunter. Prüfen Sie vor jeder Transaktion den Anbieter in der BaFin-Unternehmensdatenbank. Fehlt der Eintrag, handelt es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um Betrug. Opfer sollten Chatverläufe sichern, keine weiteren Zahlungen leisten und sofort Anzeige erstatten.

Immer professionellere Methoden

Die aktuelle Masche zeigt eine neue Dimension der Cyberkriminalität. IT-Experten warnen vor einer weiteren Professionalisierung. Künftig könnten Kriminelle sogar KI-generierte Sprachnachrichten oder Videoanrufe nutzen, um ihre Opfer zu täuschen.

Für Messenger- und App-Store-Betreiber wächst der Druck, bessere Erkennungssysteme zu entwickeln. Bis dahin bleibt die Aufklärung der Nutzer die wichtigste Abwehr. Die Zeiten, in denen man Betrug an schlechter Rechtschreibung erkannte, sind vorbei. Die Überprüfung in Behördenregistern wird zur Pflicht für jeden digitalen Anleger.

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