BaFin warnt vor neuer Welle digitaler Finanzbetrüger
12.02.2026 - 08:39:12Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat innerhalb von drei Tagen mehrere dringende Warnungen vor betrügerischen Online-Plattformen herausgegeben. Kriminelle nutzen geklonte Webseiten und mobile Messenger, um Verbraucher in die Falle zu locken.
Geklonte Firmen: Identitätsdiebstahl als perfide Masche
Im Fokus stehen gefälschte Webseiten, die seriösen Unternehmen zum Verwechseln ähnlich sehen. Die BaFin warnte etwa vor „finanzpluss(.)online“, die ohne Erlaubnis Kredite gegen hohe Vorabgebühren anbot. Das Geld wurde nie ausgezahlt.
Ein weiteres Beispiel ist „scfinanz-ugco(.)com“. Die Betreiber nutzten die Daten einer echten Hamburger Firma, um Vertrauen vorzutäuschen. Diese Klon-Firmen sind für Verbraucher kaum von Originalen zu unterscheiden. Die Finanzaufsicht rät, jedes Angebot vorab in ihrer Unternehmensdatenbank zu prüfen.
WhatsApp, SMS, E-Mail: Betrug erreicht das Smartphone
Parallel zu den Fake-Webseiten rollt eine Phishing-Welle über mobile Kanäle:
* E-Mails im Namen der Volksbank locken mit einem angeblichen Update für den SecureGo-Dienst. Die Betrüger setzten eine Frist bis zum 11. Februar unter Druck.
* WhatsApp und Telegram: Kriminelle geben sich als Mitarbeiter der Bank of America aus, um Opfer in dubiose Investment-Gruppen zu lotsen.
* SMS-Nachrichten, die vorgeblich von FinanzOnline stammen und vor einer ablaufenden Registrierung warnen, zielen direkt auf Bankdaten ab.
Die Botschaft der Behörden ist klar: Seriöse Institute fordern niemals per Messenger oder SMS zur Eingabe sensibler Daten auf.
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BaFin und BKA verschärfen den Kampf
Die Häufung der Fälle hat die Aufseher alarmiert. Die BaFin nutzt ihre Warnungen nach dem Kreditwesengesetz, um die Öffentlichkeit zu schützen. Gemeinsam mit dem Bundeskriminalamt rät sie zu äußerster Vorsicht bei Online-Geldanlagen.
Das Problem ist global. Südkoreas Finanzaufsicht FSS setzt etwa KI-Tools ein, um Manipulationen auf Kryptomärkten früh zu erkennen. Die technologische Aufrüstung der Betrüger zwingt Regulierer weltweit zum Gegensteuern.
PSD3: Neue EU-Regeln als langfristige Antwort
Auf europäischer Ebene soll die geplante Zahlungsdienste-Richtlinie PSD3 ab 2028 helfen. Sie will Sicherheitspflichten für Banken verschärfen und den Verbraucherschutz im Digitalen stärken.
Bis dahin bleibt die Eigenverantwortung entscheidend. Unpersönliche Anreden, unseriöse Absenderadressen und unrealistisch kurze Fristen sind klassische Warnsignale. Im Zweifel gilt: Lieber einmal zu viel in der BaFin-Datenbank nachschlagen als auf ein gefährliches Angebot hereinfallen.
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