BaFin warnt vor neuer Betrugsplattform „TradeVest Crypto“
07.01.2026 - 13:32:13Die deutsche Finanzaufsicht BaFin warnt eindringlich vor der Webseite crypto-tradevest.com. Die Plattform bietet Krypto-Dienstleistungen ohne jede Zulassung an und missbraucht den Namen eines seriösen Unternehmens.
Identitätsdiebstahl mit neuem Domain-Namen
Hinter der Seite verbirgt sich ein sogenannter Clone-Firm-Betrug. Die Betreiber geben sich als das regulierte Finanzinstitut Tradevest Digital Assets GmbH aus, das tatsächlich eine BaFin-Lizenz besitzt. Die Aufsichtsbehörde stellt jedoch klar: Zwischen dem echten Unternehmen und der betrügerischen Plattform besteht keinerlei Verbindung.
Es ist bereits der zweite Warnhinweis in kurzer Zeit. Bereits Ende Dezember 2025 hatte die BaFin die Domains tradevestcrypto.com und blockchainfahndung.de als unseriös eingestuft. Die nun aufgetauchte neue Adresse zeigt, dass die Betrüger aktiv versuchen, den Warnungen zu entkommen und weiter Investoren anzuwerben.
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Illegale Geschäfte ohne jeden Schutz
Die Aktivitäten auf crypto-tradevest.com verstoßen nach BaFin-Einschätzung gegen das Kreditwesengesetz (KWG) und das Kryptowerte-Marktaufsichtsgesetz (KMAG). Wer in Deutschland Bank- oder Finanzdienstleistungen anbietet, benötigt zwingend eine schriftliche Erlaubnis der Aufsicht.
Ohne diese Lizenz agieren Anleger völlig schutzlos. Sie haben keinen Anspruch auf Einlagensicherung und können sich im Streitfall nicht an eine Ombudsstelle wenden. Besonders perfide: Die Betreiber sollen auch sogenannte Recovery-Dienste anbieten – also angebliche Hilfe bei der Rückerstattung bereits verlorener Krypto-Werte. Dabei handelt es sich um einen klassischen Zweitbetrug, bei dem Opfer eines ersten Scams erneut ausgenommen werden.
So schützen sich Verbraucher
Die BaFin rät dringend davon ab, mit „TradeVest Crypto“ zu kommunizieren oder Geld zu überweisen. Stattdessen sollten Anleger diese Schritte befolgen:
- Domain genau prüfen: Die offizielle Webadresse eines Unternehmens steht in der BaFin-Unternehmensdatenbank. Betrüger nutzen oft nur leicht abgewandelte URLs.
- Handelsregister-Check: Jedes seriöse deutsche Unternehmen ist im Handelsregister eingetragen. Abweichungen bei Adresse oder Geschäftsführung sind Alarmzeichen.
- Vorsicht bei unerwünschten Angeboten: Unaufgeforderte Anrufe oder Nachrichten zu Krypto-Geschäften sind ein typisches Merkmal unseriöser Anbieter.
Hintergrund: Clone-Firmen nutzen regulatorische Übergangsphase
Der Fall ist symptomatisch für einen wachsenden Trend im europäischen Krypto-Markt. Seit der Einführung der strengeren EU-Markets in Crypto-Assets Regulation (MiCA) versuchen unseriöse Akteure verstärkt, die Identität regulierter Unternehmen zu kopieren.
Rechtsexperten sehen darin eine gezielte Ausnutzung der aktuellen Übergangsphase. Die Betrüger hoffen, vom Vertrauen in die neue Regulierung zu profitieren, indem sie sich als lizenzierte Teilnehmer des Marktes ausgeben. Für die echten Unternehmen bedeutet das ein erhebliches Reputationsrisiko.
Die BaFin zeigt mit der schnellen Identifizierung der neuen Domain, dass sie den Krypto-Sektor aktiv überwacht. Weitere Maßnahmen, wie Unterlassungsverfügungen oder die Zusammenarbeit mit Strafverfolgungsbehörden zur Abschaltung der Seiten, sind wahrscheinlich. Für Anleger bleibt die klare Botschaft: crypto-tradevest.com ist kein Ort für sicheres Investieren.
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