BaFin, Betrugsmaschen

BaFin warnt vor neuen Betrugsmaschen über WhatsApp und Telegram

26.01.2026 - 19:04:12

Die Finanzaufsicht beobachtet eine neue Welle von Betrugsmaschen über Messenger-Dienste, bei denen Kriminelle mit gefälschten Plattformen und Marktmanipulation Anleger um ihr Geld bringen.

Die Finanzaufsicht BaFin schlägt Alarm: Immer mehr Anleger fallen auf professionelle Betrüger herein, die über Messenger-Dienste hohe Renditen versprechen. Die Schäden gehen in die Millionen.

Die Betrugsmaschen sind raffinierter geworden. Das ist die klare Botschaft der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Die Behörde intensiviert ihre Warnungen vor einer neuen Welle von Anlagebetrug über WhatsApp und Telegram. Hinter scheinbar seriösen Angeboten verbergen sich kriminelle Netzwerke, die ahnungslosen Sparern das Geld aus der Tasche ziehen.

So funktionieren die Messenger-Betrügereien

Die Masche folgt einem ausgeklügelten Drehbuch. Meist beginnen die Betrüger mit Werbeanzeigen in sozialen Medien. Sie locken mit kostenlosen Aktientipps oder exklusivem Börsenwissen. Interessierte werden in WhatsApp- oder Telegram-Gruppen gelotst.

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Dort geben sich angebliche „Finanzexperten“ oder „Analysten“ ein seriöses Auftreten. Sie teilen Marktanalysen, Charts und gefälschte Erfolgsgeschichten. Oft missbrauchen sie sogar die Namen bekannter Banken, lizenzierter Firmen oder Prominenter, um Vertrauen zu erschleichen.

Der nächste Schritt: Die Betrüger präsentieren eine proprietäre Handelsplattform oder eine spezielle App. Sie versprechen hohe Gewinne für alle, die dort investieren. Um den Anschein von Seriosität zu wahren, lassen sie anfangs sogar kleine Auszahlungen zu. Das soll Investoren beruhigen – und zu größeren Einzahlungen verleiten.

Doch das Geld fließt direkt auf Konten der Kriminellen. Sobald Opfer größere Summen oder ihre vermeintlichen Gewinne abheben wollen, kommt die Abwehr. Mal werden Steuern vorgeschoben, mal brechen die „Berater“ einfach den Kontakt ab. Das angelegte Kapital ist für immer verloren.

„Pump and Dump“: Manipulation am Aktienmarkt

Neben dem direkten Diebstahl warnt die BaFin vor einer zweiten Strategie: der Marktmanipulation. In sogenannten „Pump-and-Dump“-Schemata drängen Gruppen-Administratoren ihre Mitglieder zum Kauf bestimmter, oft unbekannter Pennystocks.

Die Betrüger haben diese Aktien vorher zu Niedrigstpreisen erworben. Durch die koordinierte Kaufwelle der Gruppenmitglieder steigt der Kurs künstlich. Anschließend verkaufen die Drahtzieher ihre Anteile mit satten Gewinnen. Der Kurs bricht ein – und die getäuschten Anleger stehen mit großen Verlusten da.

Diese Warnsignale sollten Sie ernst nehmen

Verbraucherschützer betonen: Wachsamkeit ist der beste Schutz. Einige klare Alarmzeichen helfen, betrügerische Angebote zu erkennen.

  • Ungewöhnlich hohe Renditen: Versprechen von extrem hohen Gewinnen bei minimalem Risiko sind ein klassisches Warnsignal.
  • Druck zur schnellen Entscheidung: Echte Finanzberater drängen ihre Kunden nicht zu überstürzten Investments. Betrüger tun genau das – oft mit dem Verweis auf eine „limitierte Gelegenheit“.
  • Unaufgeforderte Kontaktaufnahme: Seien Sie misstrauisch bei unerwarteten Nachrichten oder Freundschaftsanfragen in sozialen Medien, die finanzielle Erfolge garantieren.
  • Fehlende Lizenz: Prüfen Sie vor jeder Anlage, ob der Anbieter von der BaFin zugelassen ist. Die Behörde führt auf ihrer Website ein Verzeichnis aller autorisierten Unternehmen.
  • Undurchsichtige Plattformen: Achten Sie auf fehlende Impressumspflichten oder die Aufforderung, Geld auf ausländische Bankkonten zu überweisen.

Digitale Finanzwelt – neue Betrugswege

Der Anstieg des Messenger-Betrugs ist Teil eines größeren Trend. Kriminelle nutzen die vermeintliche Privatsphäre und den direkten Kommunikationsstil dieser Plattformen aus. Die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung von WhatsApp und Telegram erschwert Strafverfolgungsbehörden die Arbeit.

Die BaFin aktualisiert ihre Warnungen kontinuierlich und klärt über neue Methoden auf. Doch letztlich liegt es auch in der Verantwortung jedes Einzelnen, wachsam zu sein. Wer Opfer eines Betrugs geworden sein könnte, sollte sofort alle Zahlungen stoppen, alle Chats und E-Mails als Beweise sichern und Anzeige bei der Polizei erstatten. Die BaFin sollte ebenfalls informiert werden.

Die Digitalisierung der Finanzwelt bietet Chancen – doch sie öffnet auch Betrügern neue Türen. Umso wichtiger sind Aufklärung und ein gesundes Misstrauen.

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