BaFin warnt vor neuem IBAN-Trick bei Festgeld
06.02.2026 - 06:00:12Kriminelle locken Sparer mit gefälschten Vergleichsportalen und hohen Zinsen in eine Falle. Das Geld landet nicht auf einem Festgeldkonto, sondern direkt bei den Betrügern. Verbraucherschützer und die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) schlagen Alarm.
Die Masche ist raffiniert: Anleger stoßen online auf professionell gestaltete Seiten, die seriöse Banken oder Portale imitieren. Die angebotenen Zinsen liegen oft deutlich über dem Marktdurchschnitt. Nach der Kontaktaufnahme erhalten Interessenten täuschend echte Vertragsunterlagen.
Der entscheidende Trick liegt in den Kontodaten. Den Opfern wird ein Festgeldkonto auf ihren Namen bei einer angeblichen Partnerbank versprochen. Die zur Überweisung angegebene IBAN gehört jedoch zu einem Konto der Betrüger.
Viele Banken prüfen bei einer Überweisung primär die IBAN, nicht aber die Übereinstimmung des Empfängernamens. Diese Lücke nutzen die Kriminellen aus. Nach dem Geldtransfer brechen sie den Kontakt ab – manchmal nach dem Versand gefälschter Kontoauszüge.
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Diese Alarmzeichen sollten Sie kennen
Experten nennen klare Warnsignale für unseriöse Angebote:
* Überdurchschnittlich hohe Zinsen (z.B. über 4 % für ein Jahr)
* Keine legale Kontoeröffnung: Seriöse Banken verlangen immer eine Legitimationsprüfung per Video-Ident, Post-Ident oder in der Filiale.
* Druck zur schnellen Entscheidung
* Die Behauptung, die Bank eröffne das Konto „für Sie“
Vor jeder Überweisung ist ein Check in der BaFin-Unternehmensdatenbank essenziell. Nur dort lässt sich prüfen, ob ein Anbieter für Finanzgeschäfte in Deutschland zugelassen ist.
So schützen Sie sich
Verbraucher können sich mit einfachen Maßnahmen schützen:
* Geben Sie Bank-Webseiten immer manuell im Browser ein – klicken Sie nie auf Links in verdächtigen E-Mails.
* Rufen Sie bei der angeblich kooperierenden Partnerbank an, um die Vermittlung zu verifizieren.
* Ignorieren Sie niemals Bankwarnungen vor Namensabweichungen bei einer Überweisung.
Ab Oktober 2025 soll eine neue EU-Regelung helfen: Der „IBAN-Name-Check“ verpflichtet Banken, Empfängername und IBAN abzugleichen. Bis diese Prüfung flächendeckend greift, bleibt die Wachsamkeit der Anleger der beste Schutz.
Die BaFin warnt aktuell vor Plattformen wie „fidelity-ag.com“ und betrügerischen E-Mails im Namen bekannter Anbieter. Die Täter passen ihre Methoden ständig an – Aufklärung und gesunde Skepsis bei zu verlockenden Angeboten sind deshalb unerlässlich.


