BaFin warnt vor gefährlicher Finanz-App „PCAU pro“
11.02.2026 - 13:00:11Eine neue Welle hochgefährlicher Finanz-Apps bedroht tausende Smartphone-Nutzer. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) warnt eindringlich vor der Anwendung „PCAU pro“. Die als Investment-Plattform getarnte App ermöglicht Betrügern finanziellen Betrug und vollen Fernzugriff auf die Geräte ihrer Opfer.
Die Schadsoftware verbreitet sich vor allem über WhatsApp-Gruppen oder Telegram-Kanäle. Dort geben sich Kriminelle als Finanzberater mit Namen wie „Harrison T. Blake“ aus. Sie locken mit exklusiven Anlagetipps und drängen zur Installation von „PCAU pro“.
Die App ist nicht in offiziellen Stores erhältlich. Nutzer laden sie per Direktlink herunter – ein riskantes „Sideloading“. Nach der Installation simuliert die Software zunächst Scheingewinne. Im Hintergrund fordert sie jedoch weitreichende Berechtigungen an.
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So übernehmen Kriminelle die Kontrolle
Die größte Gefahr lauert im Missbrauch der Android-Bedienungshilfen. Erteilt ein Nutzer diese Berechtigungen, kann die Schadsoftware nahezu jede Aktion auf dem Bildschirm unbemerkt steuern.
Rechtsanwälte geschädigter Anleger bestätigen: Die App ermöglicht einen kompletten Fernzugriff. Täter können so Überweisungen tätigen, Bank-Warnungen wegklicken oder Zwei-Faktor-SMS abfangen. Die Betroffenen merken den Betrug oft erst, wenn ihre Konten leer sind.
Die Betrüger täuschen dabei eine Verbindung zum echten US-Dienstleister Polen Capital Management vor. Die BaFin stellt klar: Es handelt sich um reinen Markennamen-Missbrauch.
Hybrid-Angriffe im Trend
Die Warnung fällt in eine heiße Phase für mobile Sicherheit. Fast zeitgleich meldeten Forscher eine neue Spionagesoftware namens „ZeroDayRAT“. Ob ein direkter Code-Zusammenhang besteht, ist unklar. Der Trend ist jedoch offensichtlich: Smartphones sind das Top-Ziel organisierter Finanzkriminalität.
Experten beobachten immer mehr „Hybrid-Angriffe“. Dabei kombinieren Kriminelle technische Malware mit psychologischer Manipulation in Chats. Die App überwindet die technische Hürde, während die falschen Berater das Vertrauen der Opfer halten.
Das müssen betroffene Nutzer sofort tun
Wer „PCAU pro“ installiert hat, sollte schnell handeln. Sicherheitsexperten empfehlen diese Notfallmaßnahmen:
- Gerät sofort offline nehmen: Flugmodus aktivieren oder Smartphone ausschalten, um Fernzugriff zu stoppen.
- App deinstallieren: Die Software umgehend entfernen. Bei blockierten Administratorrechten hilft oft nur ein Zurücksetzen auf Werkseinstellungen.
- Banken alarmieren: Sofort alle Finanzinstitute kontaktieren und Konten sperren lassen. Den Verdacht auf Fernzugriff explizit melden.
- Passwörter ändern: Alle Zugangsdaten – von E-Mail bis Online-Banking – von einem anderen, sicheren Gerät aus zurücksetzen.
- Beweise sichern: Vor dem Löschen oder Zurücksetzen Screenshots von Chats und Transaktionen machen. Sie sind wichtig für eine mögliche Strafanzeige.
Dauerhafter Kampf gegen Sideloading-Gefahren
Die Vorfälle heizen die Debatte um App-Sicherheit neu an. Behörden und Hersteller suchen nach besseren Warnsystemen, die Nutzer vor riskanten Installationen schützen.
Analysten rechnen in den kommenden Wochen mit weiteren Varianten der Masche. Ähnliche Apps könnten unter neuen Namen wie „PCAM“ auftauchen. Die klare Empfehlung lautet: Finanz-Apps nur aus offiziellen Stores beziehen und bei Investment-Angeboten in Messenger grundsätzlich misstrauisch sein.
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