BaFin warnt vor Anlagebetrug per WhatsApp und Telegram
26.01.2026 - 22:05:12Die Finanzaufsicht BaFin schlägt Alarm: Immer mehr Betrüger locken Anleger über Messenger-Dienste in die Falle. Die Täter geben sich als Finanzberater aus und nutzen private Chat-Gruppen für perfide Betrugsmaschen, die oft zum Totalverlust führen.
Neue Taktik: Gefälschte Experten in exklusiven Gruppen
Die Betrüger gehen systematisch vor. Sie schleusen ihre Opfer in exklusiv wirkende WhatsApp- oder Telegram-Gruppen, in denen sie sich als Börsenexperten oder Mitarbeiter bekannter Vermögensverwalter ausgeben. Mit manipulierten Kurscharts und gefälschten Erfolgsgeschichten bauen sie eine Fassade der Seriosität auf.
Dann drängen sie die Anleger zum Download spezieller Handels-Apps. Die BaFin warnt aktuell vor Anbietern wie „PayDenPro“ oder „Leading Asset Management“, die ohne erforderliche Erlaubnis agieren. Besonders perfide: Die Täter missbrauchen oft Namen realer Finanzexperten, um Vertrauen zu erschleichen.
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Vom Enkeltrick 2.0 zur organisierten Kriminalität
Während der klassische Enkeltrick weiterläuft, verlagert sich der Fokus auf komplexen Anlagebetrug. In den Gruppen erzeugen Komplizen mit gefälschten Profilen sozialen Druck, indem sie von hohen Gewinnen berichten.
Die Täter zeigen anfangs sogar steigende Kontostände auf den gefälschten Plattformen und ermöglichen kleine „Test-Auszahlungen“. Doch sobald eine größere Summe investiert ist, brechen sie den Kontakt ab – das Geld ist weg.
Psychologische Falle: So isolieren die Täter ihre Opfer
Der Erfolg der Masche basiert auf emotionaler Manipulation. Die Betrüger nutzen die als sicher empfundene Atmosphäre privater Chats gezielt aus. Durch ständige Kommunikation und das Schaffen von Dringlichkeit bauen sie enormen Druck auf.
„Diese Chance gibt es nur heute!“, heißt es dann. Eine weitere Taktik: Sie fordern persönliche Dokumente wie ein Ausweisfoto unter dem Vorwand der Verifizierung. Verbraucherschützer warnen eindringlich davor, diese Daten preiszugeben – sie werden oft für weiteren Identitätsdiebstahl missbraucht.
So schützen Sie sich vor den Betrugsmaschen
BaFin, Polizei und Verbraucherzentralen raten zu konkreten Schutzmaßnahmen:
* Extreme Skepsis bei unaufgeforderten Anlageangeboten in Messengern
* Immer prüfen: Vor jeder Investition in der BaFin-Datenbank checken, ob der Anbieter eine Lizenz hat
* Nie teilen: Persönliche Dokumente oder Bankdaten gehören nicht in einen Chat
* Blockieren: Unbekannte Nummern sofort sperren
* Sichern: Zwei-Faktor-Authentifizierung für Messenger-Konten aktivieren
Versprechen von schnellen, hohen Gewinnen ohne Risiko sind fast immer betrügerisch.
Warum Messenger-Dienste das perfekte Jagdrevier sind
Für Kriminelle sind WhatsApp und Telegram ideal. Sie erreichen Millionen potenzieller Opfer in einer vertrauensbasierten Umgebung. Die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung erschwert Ermittlungen, während die Täter oft aus dem Ausland agieren und komplexe Geldwäsche-Netzwerke nutzen.
Die Professionalisierung ist alarmierend: Vom gefälschten Profil bis zur organisierten Gruppe, die psychologischen Druck ausübt – hier agiert hochgradig strukturierte Kriminalität. Experten sehen darin eine dauerhafte Verlagerung der Finanzkriminalität in den digitalen Raum.
Die nächste Welle: KI macht Betrug noch überzeugender
Die Bedrohung wird weiter wachsen. Experten erwarten den verstärkten Einsatz künstlicher Intelligenz, um Betrugsversuche noch glaubwürdiger zu gestalten. Denkbar sind KI-generierte Sprachnachrichten oder Deepfake-Videos, die vertraute Personen simulieren.
Für Anleger bleibt die Grundregel entscheidend: Seriöse Finanzgeschäfte gehören nicht in einen informellen Chat-Verlauf. Echte Anbieter fordern nie über WhatsApp zu Überweisungen oder zum Download nicht verifizierter Apps auf.
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