Bad, Füssing

Bad Füssing meldet Rekord und treibt Bayerns Thermen-Boom

13.02.2026 - 11:30:12

Der bayerische Gesundheitstourismus verzeichnet mit über 340.000 Gästen in Bad Füssing ein Rekordjahr. Investitionen und verlängerte Staatshilfen treiben den Wandel zur Medical Wellness voran.

Bad Füssing knackt mit 340.000 Gästen seinen Besucherrekord. Die aktuellen Zahlen belegen einen deutlichen Aufschwung im bayerischen Gesundheitstourismus. Der Trend wird von einer Investitionsoffensive und verlängerten Staatshilfen befeuert.

Rekordjahr für Europas beliebtesten Kurort

Der Kur- & GästeService Bad Füssing gab am Donnerstag die Zahlen für 2025 bekannt. Mit rund 340.000 Übernachtungsgästen übertraf der Ort nicht nur das Vorjahr, sondern auch das bisherige Rekordjahr 2019. Die Gästeankünfte stiegen um 7,1 Prozent, die Nächtigungen kletterten auf über zwei Millionen.

Der Aufwärtstrend beschränkt sich nicht auf Niederbayern. Auch die Therme Obernsees in Oberfranken verzeichnete ein Plus von 25 Prozent auf über 242.000 Besucher. Verantwortliche führen das auf jüngste Modernisierungen zurück, die das Bad für Familien und Wellness-Suchende attraktiver machten.

Millionen-Investitionen in neue Attraktionen

Parallel zu den steigenden Besucherzahlen laufen in ganz Bayern Modernisierungsprojekte. In Bad Griesbach wurden Pläne für eine Sanierung der Wohlfühl-Therme konkretisiert. Das Konzept sieht Investitionen von über sechs Millionen Euro vor.

Im Fokus stehen fünf Bausteine:
* Ein neues Gradierwerk zur Atemwegstherapie
* Der Bau einer Erdsauna und eines Naturschwimmteichs
* Die Modernisierung von Gesundheitsstudios und Ruhebereichen

Im Allgäu nähert sich ein Großprojekt der Fertigstellung. Der 45-Millionen-Euro-Neubau der Therme Oberstdorf soll 2026 vollständig in Betrieb gehen. Auf 2.000 Quadratmetern entstehen eine Bade- und Thermenwelt sowie ein weitläufiger Saunabereich.

Politik verlängert wichtige Förderung

Rückenwind kommt aus München. Das Bayerische Gesundheitsministerium hat die KuHeMo-Förderrichtlinie für hochprädikatisierte Kurorte bis Ende 2026 verlängert. Diese Entscheidung gibt den Kommunen Planungssicherheit für Qualitätsprojekte.

Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger betonte zuvor die enorme wirtschaftliche Bedeutung der Branche. Sie generiere im ländlichen Raum eine Wertschöpfung von rund 4,5 Milliarden Euro jährlich.

Vom klassischen Kurwesen zur „Medical Wellness“

Die Rekordzahlen sind auch Ergebnis einer strategischen Neuausrichtung. Die Branche wandelt sich vom klassischen Kurwesen hin zum modernen „Medical Wellness“. Der Bayerische Heilbäder-Verband treibt diesen Wandel unter der Marke „Gesundes Bayern“ voran.

Ein weiterer Treiber ist die Digitalisierung. Der 2024 eingeführte „Digitale Kurantrag“ hat bürokratische Hürden gesenkt. Dieses vereinfachte Verfahren schlägt sich nun zeitverzögert in den Gästezahlen nieder. Die Rückkehr der ambulanten Badekur als Pflichtleistung der Krankenkassen wirkt dabei als zusätzlicher Katalysator.

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Können die Thermen die gestiegenen Erwartungen der Gäste an Nachhaltigkeit erfüllen? Die Integration von Photovoltaik und Nahwärmenetzen, wie in Oberstdorf geplant, wird zum neuen Standard. Mit den gesicherten Fördermitteln sieht sich die Branche gut gerüstet, um Bayerns Spitzenposition als Gesundheitsreiseziel auszubauen.

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