Avast, UK-Regierung

Avast und UK-Regierung starten Offensive gegen Deepfake-Betrug

06.02.2026 - 07:02:12

Cybersicherheitsfirmen wie Avast bringen mobile Erkennungstools heraus, während Großbritannien einen weltweit ersten Regulierungsrahmen für Deepfake-Detektion etabliert.

Die Jagd auf KI-generierte Fakes erreicht eine neue Stufe. Cybersicherheitsfirmen bringen mobile Detektions-Tools auf den Markt, während Regierungen erste Standards setzen. Der Grund: Eine Explosion täuschend echter Deepfakes bedroht Verbraucher und Unternehmenskommunikation gleichermaßen.

Neue Tools für den mobilen Selbstschutz

Der tschechische Sicherheitsspezialist Avast hat seine Abwehrmaßnahmen deutlich ausgeweitet. Seit dem 4. Februar ist die mobile Version der Scam Guardian-Tools international verfügbar. Kernstück ist eine neue KI-Funktion namens Deepfake Guard. Sie analysiert Video- und Audioinhalte direkt auf dem Smartphone des Nutzers – in Echtzeit und ohne Daten zu externen Servern zu senden.

„Die Bedrohung hat sich verlagert“, erklärt ein Sprecher. „Deepfakes tauchen nicht mehr nur in obskuren Ecken des Netzes auf, sondern mitten in vertrauten Content-Streams auf Plattformen wie Facebook oder YouTube.“ Für den Durchschnittsnutzer seien diese Fälschungen kaum noch zu erkennen. Parallel integriert das Unternehmen Identy.io eine Deepfake-Erkennung in seine mobile Gesichtsbiometrie-Software. Sie soll während Identitätsprüfungen KI-generierte Inhalte anhand visueller und zeitlicher Analysen enttarnen.

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UK setzt weltweit ersten Regulierungsrahmen

Während die Industrie handelt, zieht die Politik nach. Das britische Innenministerium verkündete am 5. Februar eine „weltweit erste“ Initiative: einen standardisierten Rahmen zur Bewertung von Deepfake-Erkennungstechnologien. Entwickelt in Zusammenarbeit mit Microsoft und weiteren Partnern, soll das Framework reale Bedrohungen wie Betrug und Identitätsdiebstahl simulieren.

Die Dringlichkeit ist enorm. Offiziellen Schätzungen zufolge wurden 2025 rund acht Millionen Deepfakes geteilt – eine sechzehnfache Steigerung gegenüber 2023. „Wir müssen klare Leistungsbenchmarks für die Branche schaffen“, so ein Regierungsvertreter. Der Rahmen ist Teil der Umsetzung des Online Safety Act, der Plattformen zur Entfernung betrügerischer Inhalte verpflichtet.

Das WhatsApp-Dilemma: Privatsphäre vs. Sicherheit

Die größte Herausforderung bleibt die Erkennung in Ende-zu-Ende-verschlüsselten Messengern wie WhatsApp, Signal und Telegramm. Die Verschlüsselung schützt die Privatsphäre, verhindert aber auch das Scannen von Inhalten durch die Anbieter. In der EU wird diese Spannung im Streit um die geplante „Chat Control“-Verordnung deutlich.

Der Vorschlag könnte eine clientseitige Überprüfung vorschreiben. Dabei würden KI-Modelle Nachrichten und Medien vor der Verschlüsselung auf dem Gerät des Nutzers analysieren. Befürworter betonen, die Verschlüsselung bleibe intakt. Kritiker warnen: Jede Analyse vor der Verschlüsselung untergrabe das grundlegende Privatsphäre-Versprechen dieser Dienste.

Globale Jagd auf digitale Betrüger

Die Initiativen sind Teil eines internationalen Trends. Regierungen erhöhen den Druck auf Tech-Konzerne, Verantwortung für Inhalte auf ihren Plattformen zu übernehmen. Ein Bericht des Center for European Policy Analysis vom 4. Februar stellt fest: Gerade koordinierte, parallele Aktionen mehrerer Staaten erweisen sich als wirksam, um Politikänderungen zu erzwingen.

Prävention ist laut einer Analyse des Bank Policy Institute der Schlüssel. Erfolgreiche Strategien, wie sie etwa in Australien erprobt werden, kombinieren Echtzeit-Informationaustausch und klare gesetzliche Pflichten für Banken, Telekom-Anbieter und digitale Plattformen. KI-Deepfakes stellen nur die nächste Evolutionsstufe der Betrugstechnologie dar.

Ein Wettlauf ohne klaren Sieger

Eines ist sicher: Der Kampf gegen KI-Fakes wird ein permanenter technologischer Wettlauf bleiben. Die Tools zur Erstellung synthetischer Medien werden immer besser und zugänglicher. Die Erkennungstechnologien müssen schneller folgen. Experten warnen jedoch: Technologie allein wird nicht reichen.

Die Zukunft wird wahrscheinlich eine Mischung aus fortschrittlicher On-Device-Erkennung, staatlichen Standards und erhöhtem Druck auf Plattform-Betreiber bringen. Nur diese mehrschichtige Strategie kann ein sicheres und vertrauenswürdiges mobiles Ökosystem erhalten. Die Frage ist nicht ob, sondern wann die nächste Welle der Angriffe kommt.

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