Avast Antivirus im Check: Wie gut schützt dich der Gratis-Klassiker 2026?
18.02.2026 - 23:39:42Avast Antivirus gehört zu den meistgenutzten Sicherheits-Tools in Deutschland – und steht trotzdem regelmäßig in der Kritik. Zwischen Gratis-Virenschutz, Datenschutz-Fragen und immer neuen Bedrohungen ist die große Frage: Reicht Avast 2026 noch aus, um deinen PC wirklich sicher zu halten?
In diesem Deep Dive bündeln wir aktuelle Testberichte, Social-Media-Feedback und Expert:innen-Analysen. So erfährst du, ob sich Avast Antivirus für dich noch lohnt, welche Version Sinn macht – und worauf du in Deutschland besonders achten solltest. Was Nutzer jetzt wissen müssen...
Mehr Hintergründe zu Avast und den Sicherheitslösungen von Gen Digital
Analyse: Das steckt hinter dem Hype
Avast Antivirus ist seit Jahren eine feste Größe unter den kostenlosen Virenscannern. In Deutschland taucht die Software regelmäßig in Bestenlisten von Magazinen wie Chip oder ComputerBild auf – meist mit solider Erkennungsrate, aber Diskussionen rund um Datenschutz und Werbung.
Die Produktfamilie umfasst heute typischerweise:
- Avast Free Antivirus – Basis-Schutz mit Virenscanner, Webschutz und Ransomware-Erkennung.
- Avast Premium Security – kostenpflichtig mit zusätzlicher Firewall, Webcam-Schutz, WLAN-Scanner und erweitertem Phishing-Schutz.
- Avast One – Bundle mit Antivirus, VPN, System-Tools und Identitätsschutz (je nach Tarif).
Wichtig: Die Free-Version ist auch in Deutschland voll lokalisiert, inklusive deutscher Oberfläche und deutschem Support-Bereich. Die kostenpflichtigen Versionen sind hierzulande über den Avast-Webshop, große Elektronik-Händler und Software-Plattformen erhältlich, häufig mit Euro-Preisen und lokal angepassten Abo-Modellen.
| Feature | Avast Free Antivirus | Avast Premium Security | Avast One (Auswahl) |
|---|---|---|---|
| Plattformen | Windows, macOS, Android, iOS (Basis) | Windows, macOS, Android, iOS | Windows, macOS, Android, iOS |
| Echtzeit-Virenschutz | Ja | Ja (erweitert) | Ja (erweitert) |
| Ransomware-Schutz | Grundfunktion | Erweiterter Schutz für Ordner/Dokumente | Erweiterter Schutz + weitere Sicherheitslayer |
| Firewall | Nein | Ja (Desktop) | Ja (je nach Plan) |
| Web- & Phishing-Schutz | Ja (Browser-Erweiterungen möglich) | Ja, inkl. erweiterten Online-Schutzfunktionen | Ja, inklusive zusätzlicher Sicherheitsmodule |
| VPN | Nein | Optional, teils als Add-on | Ja, im Bundle enthalten (Datenvolumen je nach Tarif) |
| Werbung/Pop-ups | Ja, Hinweis-Pop-ups & Upselling | Deutlich reduziert | Deutlich reduziert |
| Preis in Deutschland | Kostenlos | Abhängig von Aktion/Tarif (Jahresabo in Euro) | Abhängig von Plan (Einzel- oder Familienabo) |
Was sagen aktuelle Tests und Labore?
Aktuelle unabhängige Labore wie AV-Test und AV-Comparatives bescheinigen Avast Antivirus traditionell eine hohe Malware-Erkennungsrate. In realitätsnahen Schutztests liegt Avast meist im oberen Feld, teilweise gleichauf mit Branchengrößen wie Kaspersky, Bitdefender oder Norton.
In deutschen Medienberichten wird allerdings regelmäßig betont, dass du bei Avast genau hinschauen solltest, welche zusätzlichen Datenfreigaben du akzeptierst. Nach früherer Kritik am Umgang mit Nutzerdaten hatte das Unternehmen seine Telemetrie- und Datentauschprogramme überarbeitet und Dienste eingestellt. Dennoch raten Expert:innen, während der Installation alle optionalen Datennutzungen bewusst zu prüfen und unnötige Freigaben zu deaktivieren.
Performance und Alltagstauglichkeit auf deutschen Systemen
In aktuellen Erfahrungsberichten von Nutzer:innen auf Reddit und in deutschen Foren zeigt sich ein gemischtes Bild: Die meisten loben den zuverlässigen Schutz und die vergleichsweise geringe Systembelastung moderner PCs. Auf älteren Laptops mit wenig RAM berichten einige User hingegen noch von gelegentlichen Hängern während Vollscans.
Positiv fällt in vielen Kommentaren auf, dass Avast die Oberfläche in den letzten Jahren aufgeräumt hat. Die deutsche Übersetzung wirkt weitgehend konsistent, Menüs sind klar strukturiert und Einsteiger:innen werden durch Assistenten geführt. Kritikpunkte bleiben aber:
- Upselling-Pop-ups in der Free-Version, die regelmäßig auf Premium-Funktionen hinweisen.
- Mitunter aggressive Hinweise auf "Leistungsprobleme" oder "veraltete Treiber", für deren Lösung Zusatzprodukte nötig sind.
- Voreingestellte Browser-Erweiterungen oder Toolbars, die du während der Installation bewusst abwählen solltest.
Relevanz für Deutschland: Banking, Shopping & Streaming
Für Nutzer:innen in Deutschland spielt insbesondere der Schutz beim Online-Banking, Bezahlen und Streaming eine große Rolle. Avast adressiert dies mit verschiedenen Modulen:
- Webschutz: Warnt vor bekannten Phishing-Seiten und manipulierten Downloads.
- Ransomware-Schutz: Sichert definierte Ordner (z.?B. Dokumente, Bilder, Office-Dateien) gegen unautorisierte Änderungen.
- WLAN-Inspektor: Prüft dein Heimnetzwerk auf unsichere Router-Passwörter oder offene Ports – interessant für Smart-Home-Setups.
Für Themen wie Geoblocking umgehen oder öffentliches WLAN absichern ist hingegen eher Avast One mit integriertem VPN relevant. Hier solltest du aber die Nutzungsbedingungen und Serverstandorte genau prüfen, bevor du dich auf Streaming im Ausland oder besonders sensible Aktivitäten im VPN verlässt.
Datenschutz & Vertrauen: Ein sensibles Thema
Der kritischste Punkt in vielen deutschen Diskussionen bleibt der Datenschutz. Hintergrund: In der Vergangenheit stand Avast wegen der Auswertung anonymisierter Nutzungsdaten und dem Weiterverkauf über eine Tochterfirma in der Kritik. Das Unternehmen hat diese Praxis nach massiver Gegenwehr eingestellt und seine Datenschutzerklärungen nachgeschärft.
Aktuelle Stimmen von IT-Journalist:innen und Datenschutz-Expert:innen betonen: Wenn du Avast nutzt, solltest du die Datenschutz-Optionen aktiv konfigurieren. Dazu gehört unter anderem:
- Bei der Installation alle optionalen Datenfreigaben abwählen.
- Im Einstellungsmenü Telemetrie- und Personalisierungsfunktionen soweit wie möglich reduzieren.
- Keine unnötigen Zusatz-Tools installieren, die du nicht aktiv brauchst.
Für sicherheitsbewusste Nutzer:innen in Deutschland ist es außerdem sinnvoll, gelegentlich einen Blick in Tests und Berichte von Institutionen wie Stiftung Warentest oder die Veröffentlichungen der Verbraucherzentralen zu werfen, um über aktuelle Einschätzungen und mögliche Kritik informiert zu bleiben.
Free vs. Premium: Welche Avast-Version ergibt Sinn?
In vielen deutschen Haushalten läuft seit Jahren einfach die Free-Version – oft als Ergänzung oder Ersatz zum integrierten Microsoft Defender. Die Frage ist: Reicht das 2026 noch?
Die Quintessenz aus Experten-Reviews und Nutzer-Feedback:
- Avast Free Antivirus ist weiterhin eine Option, wenn du kostenlosen Basisschutz mit guter Malware-Erkennung suchst und mit gelegentlichen Werbeeinblendungen leben kannst.
- Avast Premium Security lohnt sich eher für Nutzer:innen, die gezielt Features wie Firewall, erweiterte Ransomware-Abwehr und besseren Phishing-Schutz wünschen und bereit sind, ein Jahresabo zu bezahlen.
- Avast One adressiert eher Nutzer:innen, die ein All-in-one-Paket mit VPN und System-Tools möchten – hier konkurriert Avast direkt mit Paketen von Norton, Bitdefender & Co.
Wichtig ist der Vergleich mit Windows Defender, der in Windows standardmäßig integriert ist. Viele Fachmagazine kommen aktuell zu dem Schluss: Der Defender ist heute deutlich besser als noch vor einigen Jahren und bietet für durchschnittliche Nutzer:innen bereits ein hohes Sicherheitsniveau. Avast kann sich durch zusätzliche Komfort-Features, bessere Ransomware-Abwehr und mehr Konfigurationsmöglichkeiten absetzen – aber eben mit dem Preis von mehr Komplexität, Pop-ups und einem zusätzlichen Anbieter, dem du vertrauen musst.
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Das sagen die Experten (Fazit)
Fasst man aktuelle Laborergebnisse, deutschsprachige Tests und Social-Media-Feedback zusammen, ergibt sich ein klares Bild: Avast Antivirus ist 2026 weiterhin ein leistungsstarker Virenscanner mit gutem Schutz, aber kein No-Brainer für jede:n.
Stärken:
- Hohe Erkennungsrate in unabhängigen Tests, inklusive Schutz vor aktueller Malware und Ransomware.
- Gute Alltagstauglichkeit auf modernen Systemen, übersichtliche Oberfläche und deutsche Lokalisierung.
- Flexible Produktpalette vom kostenlosen Basisschutz bis hin zum umfassenden Sicherheitspaket mit VPN.
- Nützliche Zusatzfunktionen wie WLAN-Scanner, Passwort-Hinweise und Webschutz, die über den Defender hinausgehen können.
Schwächen und Kritikpunkte:
- Datenschutz-Historie sorgt weiterhin für Skepsis – bewusstes Konfigurieren der Privatsphäre-Optionen ist Pflicht.
- Werbung und Upselling in der Free-Version können auf Dauer nervig sein.
- Teilweise Tendenz zu "Alarm-Pop-ups" für Leistungs- oder Treiber-Probleme, die nur mit Zusatz-Tools lösbar sind.
Für wen lohnt sich Avast Antivirus in Deutschland?
- Für dich, wenn du auf Windows oder macOS zusätzlichen Komfort-Schutz über den Bordmitteln suchst und bereit bist, Einstellungen einmal bewusst zu konfigurieren.
- Wenn du absolut datensensibel bist und Pop-ups hasst, ist ein schlankeres, werbefreies Bezahlprodukt eines anderen Anbieters oder der konsequent konfigurierte Windows Defender eventuell die bessere Wahl.
- Bist du Einsteiger:in und möchtest möglichst wenig selbst entscheiden, kann Avast mit klaren Assistenten punkten – aber du solltest dir beim Setup ein paar Minuten Zeit nehmen, um keine unnötigen Zusatzfunktionen oder Datenteilungen zu akzeptieren.
Unterm Strich gilt: Avast Antivirus ist kein Auslaufmodell, aber auch kein Pflichtkauf. Wer den Gratis-Schutz bewusst einsetzt oder ein Premium-Paket mit klaren Erwartungen bucht, bekommt solide Sicherheit – sollte sich aber der Kompromisse bei Datenschutz und Werbung bewusst sein.
@ ad-hoc-news.de
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