AV-Comparatives-Studie, Nutzer

AV-Comparatives-Studie: Nutzer setzen auf bezahlte Sicherheit und fürchten Staatstrojaner

09.02.2026 - 15:53:11

Eine globale Studie zeigt klare Präferenz für kostenpflichtige Sicherheitslösungen, die Etablierung von Windows 11 und wachsende Ängste vor Cyberangriffen durch Nationalstaaten.

Eine neue globale Sicherheitsumfrage zeigt: Nutzer vertrauen vor allem kostenpflichtiger Software und sehen zunehmend Bedrohungen durch Nationalstaaten. Windows 11 ist inzwischen das dominante Desktop-System.

Die unabhängige Testorganisation AV-Comparatives hat heute ihre globale Sicherheitsumfrage für 2026 veröffentlicht. Die Daten von 1.328 Nutzern aus 87 Ländern offenbaren klare Trends: eine starke Präferenz für kostenpflichtige Sicherheitssoftware, die Etablierung von Windows 11 als führende Desktop-Plattform und wachsende Ängste vor Cyberangriffen durch Nationalstaaten. Die Studie liefert ein detailliertes Stimmungsbild in einer sich ständig wandelnden digitalen Welt.

Bezahlte Sicherheitslösungen genießen höchstes Vertrauen

Ein zentrales Ergebnis der Umfrage ist die anhaltende Loyalität der Nutzer zu kommerziellen Antiviren-Lösungen. Eine deutliche Mehrheit gab an, bezahlte Software auf ihren Desktop-Rechnern zu verwenden. Für sicherheitsbewusste Anwender sind Faktoren wie Markenbekanntheit, Vertrauen und nachgewiesene Leistung in unabhängigen Tests entscheidend.

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Zu den meistgenutzten Sicherheitsmarken gehören Bitdefender, Kaspersky und ESET. Auch die integrierten Lösungen von Microsoft halten einen bedeutenden Marktanteil, was auf den Vorteil der nahtlosen Windows-Integration zurückzuführen ist. Die Daten zeigen: Nutzer sind bereit, in umfassende Security-Suites zu investieren, anstatt sich mit kostenloser Basis-Absicherung zu begnügen. Der Wert von erweiterten Funktionen und professionellem Support wird klar anerkannt.

Windows 11 dominiert, Linux holt überraschend auf

Das Betriebssystem-Landschaftsbild hat sich deutlich gewandelt. Windows 11 ist unter den Befragten nun das am häufigsten genutzte Desktop-System. Dies spiegelt die anhaltende Migration von älteren, nicht mehr unterstützten Windows-Versionen wider – ein wichtiger Schritt für die digitale Hygiene, da neuere Systeme regelmäßig Sicherheitsupdates erhalten.

Eine Überraschung liefert die Entwicklung bei den Alternativen: Linux hat in der befragten Nutzergruppe inzwischen mit macOS gleichgezogen. Das deutet auf eine wachsende Akzeptanz von Linux als ernstzunehmende Desktop-Alternative hin, besonders bei technikaffinen und sicherheitsorientierten Anwendern. Im mobilen Bereich bleibt das Duopol bestehen: Android führt global, während iOS eine starke und loyale Nutzerbasis, insbesondere unter Profis, hält.

Geopolitische Ängste: Russland und China als größte Bedrohung

Die Umfrage wirft auch ein Schlaglicht auf die geopolitischen Sorgen der Nutzer. Auf die Frage, welche Länder sie als größte Quelle für Cyberangriffe fürchten, nannten die Befragten am häufigsten Russland und China. Es folgten die USA und Nordkorea. Die Besorgnis über die digitalen Fähigkeiten und Absichten globaler Großmächte ist demnach weit verbreitet.

Doch die Angst beschränkt sich nicht auf externe Gefahren. Viele Teilnehmer äußerten auch Bedenken gegenüber heimischer Überwachung und internen Bedrohungen aus dem eigenen Land. Diese doppelte Sorge zeichnet ein komplexes Bedrohungsszenario, in dem sich Nutzer sowohl von ausländischen Akteuren als auch von inländischen Stellen bedroht fühlen.

Branchen-Implikationen: Reifender Markt und neue Plattformen

Die Ergebnisse haben direkte Konsequenzen für die Sicherheitsbranche. Die klare Präferenz für Bezahlsoftware zeigt einen reifen Markt, in dem Verbraucher Schutz als notwendige Investition begreifen. Für Anbieter unterstreicht dies die Bedeutung eines starken Markenrufs und konstant hoher Leistung in unabhängigen Tests.

Der Aufstieg von Linux zur gleichwertigen Alternative zu macOS ist ein Signal, das Softwareentwickler und Security-Firmen ernst nehmen müssen. Er deutet auf eine Diversifizierung der Desktop-Landschaft und einen wachsenden Bedarf an plattformübergreifenden Sicherheitslösungen hin. Die fest etablierte Position von Windows 11 erfordert zudem, dass Sicherheitssoftware stets optimal für Microsofts Flaggschiff-System optimiert bleibt.

Blickt man nach vorne, dürften diese Trends die Cybersicherheitslandschaft weiter prägen. Die Dominanz von Windows 11 wird sich mit dem Auslaufen des Supports für alte Systeme noch verstärken. Anbieter werden ihre Abo-Modelle durch Innovationen rechtfertigen müssen, etwa durch mehr KI-gestützte Erkennung und Datenschutz-Features. Die wachsende Linux-Gemeinde könnte die Software-Entwicklung für die Plattform beflügeln. Und die Angst vor staatlichen Angreifern wird die Nachfrage nach Lösungen gegen gezielte Attacken und mehr Transparenz bei der Datenverarbeitung weiter antreiben.

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