Auswärtiges, Amt

Auswärtiges Amt warnt vor Reisen nach Kuba

13.02.2026 - 16:13:13

Eine schwere Energiekrise lähmt Kuba, der internationale Flugverkehr ist zum Erliegen gekommen und die medizinische Grundversorgung ist nicht mehr sichergestellt.

Das Auswärtige Amt rät wegen einer schweren Energiekrise von allen nicht notwendigen Reisen nach Kuba ab. Die Warnung folgt auf den Zusammenbruch der Kerosinversorgung für Flugzeuge, der den internationalen Flugverkehr lahmlegt.

Flugverkehr steht vor dem Kollaps

Seit dem 9. Februar können ausländische Maschinen auf der Karibikinsel nicht mehr betankt werden. Die Folge: Der Luftverkehr ist praktisch zum Erliegen gekommen. Fluggesellschaften streichen Verbindungen oder planen umständliche Tankstopps in Nachbarländern wie der Dominikanischen Republik ein.

Deutsche Reiseveranstalter sind direkt betroffen. Die Dertour-Gruppe hat nach eigenen Angaben eine niedrige dreistellige Zahl von Gästen auf der Insel. Das Unternehmen organisiert nun vorzeitige Transfers nach Havanna, um die Rückreise der Touristen zu sichern. Ein harter Schlag für den kubanischen Tourismus – eine der wichtigsten Devisenquellen des Landes.

Infrastruktur und Versorgung brechen zusammen

Die Krise trifft auf eine bereits marode Energieinfrastruktur und legt das öffentliche Leben lahm.

  • Strom: Langanhaltende Blackouts von mehreren Stunden oder Tagen sind an der Tagesordnung – auch in Touristenzentren und Hotels.
  • Verkehr: Straßenbeleuchtung und Ampeln fallen aus, der öffentliche Nahverkehr ist stark reduziert.
  • Versorgung: Die Lebensmittelversorgung ist durch unterbrochene Kühlketten gefährdet, die Wasserversorgung vielerorts problematisch.
  • Finanzen: Geldautomaten und Kartensysteme funktionieren nur sporadisch, der Zugang zu Bargeld ist massiv erschwert.

Die soziale Lage im Land wird als sehr angespannt beschrieben.

Medizinische Notversorgung nicht sichergestellt

Besonders alarmierend: Das Auswärtige Amt warnt, dass die medizinische Grundversorgung nicht mehr gewährleistet ist. Krankenhäuser und Rettungsdienste sind durch die Stromausfälle stark beeinträchtigt.

Selbst medizinisch notwendige Rücktransporte nach Deutschland sind derzeit nicht sichergestellt. Für Reisende, die auf medizinische Hilfe angewiesen sein könnten, stellt dies ein unkalkulierbares Risiko dar. Die Lage wird durch den chronischen Mangel an Medikamenten und medizinischem Material zusätzlich verschärft.

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Was betroffene Reisende jetzt tun müssen

Die Krise ist das Ergebnis ausbleibender Treibstofflieferungen, verschärft durch internationale Sanktionen. Wann sich die Lage normalisiert, ist unklar.

Für bereits gebuchte Reisen gelten unterschiedliche Regelungen:
* Pauschalurlauber sind besser abgesichert und können bei erheblichen Beeinträchtigungen Ansprüche gegenüber dem Veranstalter geltend machen. Aufgrund der offiziellen Reisewarnung ist eine kostenfreie Stornierung meist möglich.
* Individualreisende tragen ein höheres Risiko.

Das Auswärtige Amt fordert alle potenziellen Reisenden auf, ihre Pläne zu verschieben. Touristen, die sich bereits auf Kuba befinden, sollten sich umgehend in die Krisenvorsorgeliste eintragen und Kontakt mit ihrem Reiseveranstalter oder ihrer Fluggesellschaft aufnehmen. Auch die Schweiz hat ihre Reisehinweise für Kuba bereits verschärft.

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